Doppelspieltag als Medikament nach schwachem Start

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Bönens Jan Lüke hat in dieser Saison am mittleren Paarkreuz noch nicht recht seine Form gefunden.

Bönen - In weniger als 24 Stunden könnten die Tischtennisfreunde Bönen ihren verpatzten Saisonstart in der Regionalliga begradigen. Auf die im bisherigen Saisonverlauf dreimal sieglosen Bönener wartet nämlich ein Doppelspieltag gegen zwei Aufsteiger: Am Samstagabend geht es zum hessischen Liganeuling TG Langenselbold (19.30 Uhr), am Sonntag um 14 Uhr empfangen sie mit dem ASV Süchteln ein neues Gesicht aus dem Westen.

„Das sind zwei interessante Aufgaben – und sicherlich auch zwei machbare, wenn es uns gelingt, noch ein wenig zuzulegen“, sagt TTF-Mannschaftsführer Andreas Rosenhövel. Dessen Mannen (0:6) warten nach der jüngsten 4:9-Niederlage gegen den TTC Lampertheim noch immer auf die ersten Zähler der Spielzeit – und mittlerweile auch darauf, die Abstiegsränge zu verlassen. „Es wird Zeit, dass wir Punkte sammeln“, so Rosenhövel vor dem für Bönen wichtigen Wochenende.

TG Langenselbold – TTF Bönen (Samstag 19 Uhr/Tischtennishalle an der Käthe-Kollwitz-Schule).

Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche treten die TTF die Reise nach Hessen an. Diesmal geht es nach Osthessen in die Nähe von Hanau, wo die TG Langenselbold beheimatet ist. Die spielt erst seit dieser Spielzeit in der Regionalliga West – und ist wohl das Team, das den TTFlern im Vorhinein am wenigsten bekannt ist. „Wir kennen einige Spieler noch von anderen Vereinen, aber insgesamt erwartet uns eine eher unbekannte Mannschaft“, sagt Rosenhövel. Die bringt es im bisherigen Saisonverlauf erst auf zwei Spiele – gegen den SC Bayer Uerdingen gewann sie (9:5), gegen den TTC Lampertheim verlor sie (2:9). „Auch für Langenselbold beginnt die Saison jetzt erst so richtig“, sagt Rosenhövel über das Team, das von Michael Mengel angeführt wird. Der Bruder des Nationalspielers Steffen spielte lange für Vereine in NRW.

Der gefährlichste Spieler der Gastgeber aber ist Dennis Haberle an der Position fünf. Am unteren Paarkreuz gehört er zu den ligaweit besten Akteuren, was die Vergleiche mit dem formstarken Nils Maiworm und Rosenhövel spannend macht. „Insgesamt ist Langenselbold eine sehr ausgeglichene Mannschaft – und damit ein bisschen wie wir aufgestellt“, sagt Rosenhövel.

TTF Bönen – ASV Einigkeit Süchteln (Sonntag 14 Uhr/Pestalozzi-Schule).

Gleich mehrere Spielzeiten in Folge hat Süchteln die Rückkehr in die Regionalliga knapp verpasst. In der vergangenen Saison gelang dem ASV schließlich der Aufstieg, wo sich die größtenteils ligaerfahrenen Süchtelner gleich prächtig eingefügt haben: 3:1 Punkte stehen für den Klub auf Viersen zu Buche. „Süchteln spielt sicherlich um den Klassenerhalt, aber mit guten Chancen“, sagt Rosenhövel – und hat damit einen weiteren direkten Konkurrenten ausgemacht: „Genau wie Langenselbold ist Süchteln eine Mannschaft, die wir hinter uns lassen können.“ Dafür aber werden die TTFler eine gute Leistung brauchen. „Süchteln ist eine Mannschaft, aus der fast alle Spieler schon etliche Jahre in der Regionalliga oder gar höher gespielt haben“, so Rosenhövel. Darunter Axel Fischer, der auch schon zwei Jahre das Trikot der TTF getragen hat.

Der interessanteste Spieler der Gäste aber ist wohl Balasz Hutter. Der talentierte Abwehrspieler hat sich nicht nur ins Spitzenpaarkreuz gespielt – sondern auch in den Kreis der deutschen Jugend-Nationalmannschaft. - WA

TTF I: C. Waltemode, Berkenkamp, Lüke, Schneuing, Maiworm, Rosenhövel

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