Fußball

IG muss in Herne in die Spur finden

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Erst auf 702 Einsatzminuten in zwölf Pflichtspielen kommt Bönens defensiver Mittelfeldmann Samet Akyüz in dieser Saison.

Bönen – Nach dem Fehlstart mit der 1:2-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten SV Hilbeck am Karnevalssamstag gilt es für die IG Bönen in der zweiten Saisonhälfte der Fußball-Landesliga 3 so schnell wie möglich in die Spur zu finden. „Unser Ziel muss sein, dass wir Platz zwei angreifen“, sagt Trainer Ferhat Cerci und verbreitet, nachdem er direkt nach der Pleite sehr laut geworden war, neuen Optimismus.

„Alle Jungs sind gewillt, es wieder gutzumachen“, hat Cerci eine Reaktion ausgemacht. Im „harten“ Training am Montag hätten alle gut mitgezogen, mit dem Auftritt beim Test am Mittwoch beim Oberligisten Hammer SpVg (2:3) war er über weite Strecken zufrieden. Im ersten Durchgang gestattete die IG dem Gegner nur wenig Räume zwischen den Ketten, verzeichnete viele Ballgewinne. Und auch als Bönen nach dem Wechsel offensiver auftrat, spielte das klassentiefere Team gut mit. Winter-Neuzugang Yasin Acar, gegen Hilbeck kein Faktor, sammelte zudem mit zwei Treffern neues Selbstvertrauen. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, glaubt Cerci.

"In allen Belangen steigern"

Die Richtung ist klar vorgegeben, denn der voraussichtliche Relegationsplatz zwei ist in Reichweite, der TuS Bövinghausen ist vier Punkte voraus. „Wir müssen auf uns schauen“, fordert Cerci volle Fokussierung. „Wir müssen eine Topreaktion zeigen und uns in allen Belangen steigern“, sagt der Trainer.

Firtinaspor fehlt die Konstanz

Firtinaspor, vor der Saison durchaus im oberen Drittel erwartet, präsentiert sich als Wundertüte. Sieben Siege bei acht Niederlagen zeugen von wenig Konstanz. Dass die Herner in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel absolviert haben, seit einem Test am 4. Februar sogar ohne Einsatz sind, könnte ein Vorteil für die Gäste sein. Dass man in den Startlöchern hängenbleiben kann, haben die Bönener schließlich jüngst am eigenen Leib erfahren.

Akyüz steht wieder zur Verfügung

Gegen die HSV wirbelte Cerci seine Startelf im Vergleich zur Partie gegen Hilbeck gehörig durcheinander, nahm im Feld sieben Wechsel vor. Unter anderem war Samet Akyüz beim Anpfiff dabei. Der defensive Mittelfeldspieler hat seine Sperre von der letzten Begegnung im alten Jahr beim SuS Kaiserau, als er in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, abgesessen.

Im Trainingslager in der Türkei redeten die Verantwortlichen nach Cercis Aussage dem erfahrenen Akteur ins Gewissen. „Ich erwarte von ihm eine Top-Rückrunde“, sagt der Trainer über Akyüz, der inklusive der Vorbereitung im Sommer schon dreimal „durch Aktionen ohne Ball“, so Cerci, vorzeitig vom Platz musste (zweimal rot, einmal gelbrot). Da sich Bönen gegen Hilbeck konteranfällig präsentierte, könnte Akyüz seine Chance auch in der Meisterschaft erhalten.

Güvercin kehrt zurück. Welche Rolle spielt Kaya?

Eine weitere Umstellung könnte Zübeyir Kaya betreffen. Weil in Okan Güvercin einer der beiden Linksverteidiger zurück im Team ist – Can Bozkurt ist weiter krank – könnte der zwischenzeitliche Ersatz Kaya wieder nach vorne rücken. Keine Alternative ist vorerst Bünyamin Uysal, der nach seiner Heirat die Flitterwochen antritt. Miguel Dotor-Ledo ist weiter verletzt. Außerdem bangt Cerci um Adem Cabuk und Mohammed Bulut, die gegen die HSV am Mittwoch krankheitsbedingt pausierten.

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