Volleyball

TuS will Mut zum Risiko beim Spitzenreiter zeigen

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Stella Salaw (Mitte) spielte das erste Mal wieder bei den TuS-Damen. Nun hofft sie auf weitere Einsatzzeiten, vor allem aber Bönener Punkte in Gelsenkirchen.

Bönen – Mit dem Pflichtsieg im Derby gegen EVC Massen haben die Volleyballerinnen der TuS Bönen am Karnevalssamstag den Abstiegsrelegationsrang verlassen. Nach dem Heimspiel gegen das Schlusslicht wartet nun am Samstag um 15 Uhr der größtmögliche Unterschied mit der Auswärtspartie beim Spitzenreiter TC Gelsenkirchen.

Immerhin: Egal, wie die Begegnung ausgeht, am Wochenende werden die Bönenerinnen nicht von ihrem Nichtabstiegsplatz vertrieben. Der SSV Meschede, der einen Punkt hinter der TuS rangiert, tritt erst am nächsten Freitag bei der SG Vest an.

Gelsenkirchen fehlt ein Punkt zur Meisterschaft

Bönen könnte also seinen knappen Vorsprung vergrößern. Doch der Tabellenführer aus Gelsenkirchen wird etwas dagegenhaben. Mit der überraschenden 2:3-Pleite bei TuS-Konkurrenten RC Sorpesee II vergab der TC den ersten Matchball zur Meisterschaft. In eigener Halle, der Gemeinschaftsgrundschule Georgstraße (Beginn 15 Uhr), soll der Titel nun perfekt gemacht werden. Dazu reicht zwar schon eine erneute 2:3-Niederlage, doch mit einem Sieg feiert es sich besser.

Auch Bönen könnte ein Punkt weiterhelfen

Die Bönenerinnen würden sich beim Liga-Primus wohl auch mit einer Tiebreak-Niederlage und damit mit einem ergatterten Zähler einverstanden erklären, wäre es doch ein weiterer kleiner Baustein auf den Weg zum direkten Klassenerhalt. „Vier Punkte“, so rechnete Trainer Michael Salaw nach dem Erfolg über Massen für die noch ausstehenden vier Begegnungen vor, könnten dazu schon reichen. Am letzten Spieltag hat die TuS noch die Partie gegen den Vorletzten ATV Haltern in der Hinterhand.

"Wir müssen mutig spielen und schnell agieren."

Das wird ein gutes Spiel, weil für beide Teams relativ viel auf dem Spiel steht. Das wird spannender, als es die Tabelle aussagt“, glaubt TuS-Spielführerin Stella Salaw: „Wir wollen Gelsenkirchen einen Punkt abluchsen, um von der Relegation fernzubleiben.“

In der Hinrunde setzte sich der Spitzenreiter problemlos in Bönen durch. Für Stella Salaw bringt der TCG das komplette Paket bestehend aus variablem Angriff, guter Annahme und sicherer Abwehr mit. „Wir müssen den Gegner unter Druck setzen. Dazu müssen wir mutig spielen und schnell agieren“, fordert die Zuspielerin Risikobereitschaft. „Wir haben nichts zu verlieren. Im Gegenteil, wir können viel herausholen.“

Nervös beim Comeback nach über einem Jahr Pause

Salaw lief gegen Massen das erste Mal seit November 2018 für die TuS auf. Obwohl durchaus routiniert, bezeichnete sie den ersten Einsatz nach ihrer Babypause als „aufregend“. „Als der Trainer mir sagte, wir machen einen Doppelwechsel, habe ich zwar getan, als wäre ich cool. Doch ich war sehr nervös und brauchte vier, fünf Bälle“, berichtet sie: „Dann ging es aber wieder früher.“ Am Ende erhielt sie ein Sonderlob von Ehemann und Coach Michael für ihre gute Leistung. Als Ersatz für den Notfall war sie schon einige Male zwar mitgefahren, musste aber nicht eingreifen. „Die andere Zuspielerinnen haben mir Spielpraxis und Training voraus. Doch jetzt ich bin soweit fit und habe jetzt auch einen Babysitter“, hofft Salaw auf weitere Spielminuten. „Ich gebe alles um meine Anteile zu bekommen, aber am wichtigsten ist es, der Mannschaft zu helfen.“

Im Bezirkspokal wartet wohl ein Drittligist

Nach dem Meisterschaftsspiel am Samstag in Gelsenkirchen fahren die TuS-Volleyballerinnen  am Sonntag nach Schwelm, wo ein Turnier der ersten Runde im Bezirkspokal ausgetragen wird. Drei Mannschaften sind ab 11 Uhr am Start. Bönen hat die Auslosung zunächst ein Freilos beschert. Im Finale ums Weiterkommen werden die TuS-Damen dann aller Voraussicht nach auf den TV Hörde treffen.

Saisonende für Wandel

Der Drittligist ist für die Partie gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter und Gastgeber TG zur Roten Erde Schwelm sowie für das gesamte Turnier haushoher Favorit. Im Gegensatz zur Partie in Gelsenkirchen wird Zuspielerin Diana Ufer wohl fehlen. Für Angreiferin Anna Wandel ist die Saison wegen ihrer Knieprobleme vorzeitig beendet. Insgesamt haben nur zehn teams für den Pokal gemeldet.

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