Volleyball

TuS-Damen: Halbgas reicht nicht

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Konzentration ist von den TuS-Damen (hier Kathrin Zilske) gefordert, wenn etwas Zählbares in Bottrop herausspringen soll.

Bönen – Der Spielplan in der Volleyball-Verbandsliga ist sehr zerstückelt. Keine Überraschung, denn so war es in den Vorjahren ebenfalls. Doch selten hat es den Volleyballerinnen der TuS Bönen und ihrem Trainer Michael Salaw derart gut in den Kram gepasst wie in dieser Saison.

„Diese Pausen kommen uns gelegen. Jede Woche zählt für uns, weil wir trainieren können“, sagt der Coach, dessen Team am Sonntag um 17 Uhr beim TB Höntrop (Sportzentrum Westenfeld) vier Wochen nach dem Saisonstart sein drittes Spiel austrägt, um danach bis zum 9. November frei zu haben.

"Wir haben uns stabilisiert."

Unmittelbar vor dem Liga-Auftakt brach der TuS fast die komplette Mitte weg, als sich Alina Gubkov schwanger meldete und sich Andrijana Pekovic einen Bänderriss zuzog. „Wir müssen zusehen, dass wir unsere Schwächen in der Mitte in den Griff bekommen. Dann sieht das nicht so schlecht aus. Und da arbeiten wir dran“, sagt Salaw, wo die Bönenerinnen akuten Aufholbedarf haben. Die anderen Problemstellen, die der Aufsteiger noch bei der 0:3-Niederlage zum Start in Meschede zeigte, sieht der Trainer als behoben. „Das letzte Spiel war eine Steigerung, ganz klar. Wir haben uns stabilisiert. Das System läuft immer runder“, erklärte er nach dem 2:3 gegen Telstar Bochum II, das Bönen immerhin den ersten Punkt bescherte. „Wenn wir uns weiter so steigern, werden wir unseren ersten Sieg bald holen“, ist Salaw deshalb zuversichtlich.

Mischung aus Konzentration und Lockerheit

Ob es aber sofort in Höntrop klappt, will der Coach nicht beschreien. „Das ist ein schwerer Gegner – wie alle in der Verbandsliga“, sagt er über den alten Weggefährten aus Bochum. Der Turnbund hat bereits einen Sieg auf seinem Konto, ein 3:1 gegen den RC Sorpesee II, und kann deshalb etwas befreiter in die Partie gehen als die Gäste. Salaw wiederum hofft, dass seine Mannschaft die richtige Mischung aus Lockerheit und Konzentration hinbekommt, die sie für eine gute Leistung benötigt. „Wir brauchen den absoluten Siegeswillen. Nur dann können wir in der Verbandsliga gewinnen. Auf Halbgas können wir niemanden schlagen“, weiß der Trainer um das spielerische Potenzial seiner Schützlinge und dessen Grenzen.

Salaw lebt Gelassenheit vor

Am Sonntag stehen bis auf die Langzeitausfälle alle Akteurinnen zur Verfügung, was den Trainer schon einmal optimistisch stimmt. „Ich bin ganz guter Dinge, gehe an die Partie aber auch gelassen ran“, erklärt Salaw. Eine weitere Steigerung fordert er von seiner Mannschaft, dann ist es vorerst auch noch egal, ob es zu einem Sieg reicht. Die Bönenerinnen spielen auf Zeit, denn sie glauben, dass die Uhr für sie tickt.

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