IG Bönen feiert den Klassenerhalt

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Und rein damit: Spielertrainer Ayhan Sezer brach mit seinem Treffer zum 1:1 den Bann für die IG Bönen.

HAMM - Zunächst war lediglich ein kurzer Moment der Erleichterung im Lager der IG Bönen zu spüren, als Schiedsrichter Luca Perschke die Partie beim Hammer SC abgepfiffen hatte. Nicht mehr. Nicht weniger. Kurz durchgeschnauft, brach dann doch noch der große Jubel aus.

Schließlich sicherten die Bönener mit dem 3:1 (0:1)-Sieg beim Hammer SC die Klasse. „Wir sind einfach nur glücklich“, sagte Spielertrainer Ayhan Sezer, nachdem er wie einige andere Akteure eine Wasserdusche erhalten hatte.

Danach, dass die Bönener am Ende feiernd über den Rasen am Pilsholz hüpfen durften, hatte es zunächst lange nicht ausgesehen. Die IG geriet bereits nach sechs Minuten mit 0:1 in Rückstand – Alexander Janzen hatte die Hammer in Führung gebracht. Weil die Bönener genau das Problem hatten, wovor der Coach zuvor gewarnt hatte. „Die Köpfe waren nicht frei – bei mir angefangen“, räumte Sezer später ein. „Die führten dann zu Abstimmungsproblemen in der Abwehr und letztendlich zum Gegentor.“

Viel zu befürchten hatten die Bönener jedoch nicht. Denn nur wenige Minute später war auch die Reserve des TSC Hamm II beim BVH in Rückstand geraten – was schlichtweg bedeutete, dass es zu diesem Zeitpunkt zum Klassenerhalt gereicht hätte. „Auf dem Feld wollten wir nichts von den anderen Plätzen wissen. Aber später haben wir dann doch durch einen Betreuer mitbekommen, dass der TSC hinten liegt“, berichtete Sezer.

Was aber nicht bedeuten sollte, die eigene Partie beim HSC herzuschenken. Die IG erhöhte das Risiko und den Druck in der Offensive. Das führte zwar zu einer optischen Überlegenheit, nicht aber zu den erhofften Toren. Wie in der 34. Minute, als Ibrahim Yörük nach einem guten langen Pass von Sezer am Ball vorbeisauste. Kurz vor der Pause jubelte die IG: Yörük drückte die Kugel aus fünf Metern über die Linie. Doch Referee Perschke gab den Treffer nicht. Er hatte ein Handspiel gesehen. „Das war nie und nimmer Hand, das hat selbst der Gegner gesagt“, meinte der Trainer, der seine Mannen in der Halbzeit neu eingeschworen und ermuntert hatte, die Köpfe dennoch nicht hängen zu lassen.

Taten sie nicht. In der 58. Minute war es der Trainer selbst, der sein Team in die Erfolgsspur lenkte. HSC-Keeper Tobias Brunschier ließ einen 20-Meter-Freistoß von Raphael Thiemann unglücklich nach vorne abprallen. Sezer erkannte die Situation und markierte aus fünf Metern das 1:1 (58.). Kurz darauf war es Thiemann selbst, der aus aussichtsreicher Position die Führung verpasste. Besser machte es später Nihat Isik, der mit einem „Kunstschuss“ (Sezer) aus 18 Metern zum 2:1 einnetzte.

Die IG zog sich daraufhin weit in die eigene Hälfte zurück und überließ den Hausherren das Spiel, was den Bönenern Räume zum Kontern brachte. Einen solchen Gegenstoß verwertete Sedat Cakir kurz vor dem Schlusspfiff zum 3:1 (90.). Damit war es auch egal, wie die Konkurrenten TSC II und Gurbet Spor spielten. „Wir haben es aus eigener Kraft geschafft, das war uns sehr wichtig“, sagte Sezer. - mg

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