Abgang von Fabian Manz reißt Löcher bei Bönener Ringer

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Fabian Manz verlässt die TuS Bönen und sucht eine neue Herausforderung beim Zweitligisten Hohemlimburg.

BÖNEN -  „Das wird echt schwierig in der neuen Saison.“ Nach dem vierten Tabellenplatz und einer tollen Bilanz von 10:6 Siegen in der Ringer-Verbandsliga geht der Blick von Ingo Manz wieder nach unten. Der Trainer der TuS Bönen rechnet mit starker Konkurrenz, Abstiegsgefahr droht seiner Meinung aber nicht, und das obwohl er sein Team „eher geschwächt“ sieht.

Die Schwächung hängt mit einer Personalie zusammen: Trainersohn Fabian Manz hat sich dem Zweitligisten KSV Hohemlimburg angeschlossen, reißt bei seiner Vorjahresbilanz von 13:2 Siegen ein großes Loch in die 84-kg-Klasse. „Er will einfach mal höher kämpfen“, sagt der Vater, der seinem Filius den Sprung um zwei Ligen durchaus zutraut: „Vom Potenzial kann er sich da einringen.“

Der Abgang des Freistilers zwingt Ingo Manz bei der TuS jedoch zu einigen Improvisationen. In seinen Gedankenspielen für die am 23. August beginnende Saison soll Lukas Korte eine Klasse aufrücken. Wobei der Weltverband die Gewichtsgrenzen modifiziert hat. Statt 55 - 60 - 66 - 74 - 84 - 96 - 120 heißt es nun im Freistil 57 - 61 - 65 - 70 - 74 - 86 - 97 - 125 beziehungsweise im griechisch-römisch 59 - 66 - 71 - 75 - 80 - 85 - 98 - 130.

Nach einer 14:2-Bilanz im Vorjahr ist Manz sicher, dass sich Korte auch in der höheren Klasse behauptet: „Ich glaube nicht, dass er Probleme bekommt.“ Den Platz des Senkrechtstarters der vergangenen Saison soll wiederum Igor Wiens einnehmen. Das bereitet dem Trainer aber doch Kopfzerbrechen. „Igor ist ein klassischer 66-kg-Ringer“, sagt Manz. Das Loch, das sich nach Fabian Manz’ Abgang auftut, zieht sich also fast durch den ganzen Freistil-Bereich. Kritisch wird es für die TuS in der 65-kg-Klasse. Eine Option wäre Dennis Thiemann, der aber schon im Vorjahr als 60-kg-Mann nur zwei Siege in 16 Kämpfen einfuhr, allerdings auch meistens Gewicht machen musste.

Einfacher werden dann die unteren Klassen. Karsten Wegner sollte keine Probleme haben, den Sprung aus der leichtesten Klasse nach oben zu schaffen. Der Jugendliche baut durch sein Wachstum sowieso Gewicht auf. Als Ersatz will Manz Marc Hauke aus der zweiten Mannschaft aufbauen: „Der ist stark genug, aber ob er auch Verbandsliga ringen will, ist eine andere Sache.“

Während der Trainer aber noch über die Bönener Aufstellung grübelt, hält er die Konkurrenz für stärker als im vergangenen Jahr. Allen voran den beiden Landesliga-Aufsteigern TC Aachen-Weilheim II und AC Mülheim am Rhein II traut er zu, eine richtig gute Rolle zu spielen. „Das sind zwei starke Mannschaften“, vermutet er. Schließlich kann bis zum Saisonstart personell noch viel passieren.

Dazu kommt der TKSV Duisdorf. Der Bonner Verein gehörte auch im Vorjahr schon zur Verbandsliga, trat damals aber mit der Reserve an. Mittlerweile hat der TKSV auf sein Startrecht in der 1. Bundesliga aus finanziellen Gründen freiwillig verzichtet und startet den Neuanfang. Da in der Duisdorfer Zweiten schon einige gute Athleten zum Kader gehörten, und sich Manz vorstellen kann, dass nicht alle Erstliga-Akteure den Verein verlassen werden, rechnet er mit einem guten Team aus der alten Bundeshauptstadt.

Da wieder nur neun Mannschaften für die Liga gemeldet haben, muss diesmal nicht unbedingt ein Klub absteigen. Die Bönener können also allen Personalrochaden zum Trotz ohne Druck auf die Matte gehen. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, hält Manz sein Team mit Sicherheit für konkurrenzfähig: „Aber es wird auf jeden Fall schwierig. Doch das haben wir im letzten Jahr auch gesagt. Und dann mussten wir aufpassen, dass wir nicht aufsteigen.“ - bob

Die Teams der Verbandsliga-Saison 2014:

TKSV Duisdorf, RG Annen/Heros Dortmund, TuS Bönen, KSV Jahn Marten, KSV Mülheim-Styrum, AKS Rheinhausen, KSV Kirchlinde, TV Aachen-Weilheim II, AC Mülheim am Rhein II

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