Warsteiner Masters

IG scheitert beim Masters am Turniersieger

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Beim Warsteiner Masters führten die Niederlagen gegen Rhynern und den Sieger aus Westönnen (Bild) zum Aus der IG.

Werl – Der große Wurf blieb aus, die große Enttäuschung allerdings auch. Die IG Bönen hat am Wochenende beim Warsteiner Masters die Endrunde erreicht, scheiterte am Sonntag in Werl aber kurz vor den entscheidenden Finalspielen. Im Doppel-K.o.-System verlor der Landesligist zunächst gegen den Oberligisten SV Westfalia Rhynern (0:2) und schließlich gegen Titelverteidiger Rot-Weiß Westönnen (0:2).

„Es war mehr drin“, bilanzierte Co-Trainer Evren Karka. „Die Jungs hätten es sich verdient gehabt, am Ende vor großer Kulisse das Finale zu spielen.“ Das große Hallenfußball-Turnier gewannen überraschend die Westönner zum zweien Mal in Folge. Im Spiel um Platz drei hatten die Rot-Weißen erst Rhynern nach Verlängerung geschlagen, um dann im Finale auch den Regionalligisten SC Verl mit 3:1 aus dem Weg zu räumen. Die IG verabschiedet sich nun in die Türkei. Das Team absolviert ein fünftägiges Trainingslager in Manavgat.

In der Zwischenrunde vor Regionallist Verl

Nachdem die IG am vorherigen Wochenende die Zwischenrunde nur als unglücklicher Zweiter – die einzige Niederlage nach zehn Spielen kassierte Bönen im Finale – abgeschlossen hatten, mussten die Bönener am Samstag zunächst den Umweg über die Lucky-Loser-Runde gehen.

In der Dreifach-Sporthalle in Werl machte die IG souverän die Endrundenqualifikation perfekt. Im Auftaktspiel trennte sich Bönen mit einem 1:1-Unentschieden vom SC Verl. Letztlich gewann die IG die Gruppe sogar vor dem Regionalligisten, weil sie hohe Siege gegen den nachgerückten Dortmunder A-Ligisten Arminia Marten (5:0) und den SV Welver (6:1) gelangen. Schon vor der letzten Begegnung stand fest, dass Bönen mit einem Sieg zumindest zu den besten Gruppenzweiten gehören und den Sprung in die Endrunde schaffen würde, doch der 2:1-Erfolg gegen den TuS Lipperode reichte sogar zum Gruppensieg: Verl holte ebenfalls zehn Punkte, Bönen aber lag in der Tordifferenz fünf Tore vor den Ostwestfalen.

Unglückliche Auslosung: Rhynern erster Gegner

Zum Start ins Endrundenturnier der besten 16 von 126 gestarteten Mannschaften erwischte Bönen trotz des ersten Gruppenplatzes mit Rhynern gleich ein schwieriges Los. Die IG machte gegen den Favoriten aus dem Hammer Süden nicht ihr bestes Spiel und ließ zudem einige Chancen aus. „Das war unglücklich“, sagte IG-Co-Trainer Karka zu der 0:2-Niederlage.

Doch Bönen blieb im Wettbewerb – nur der Weg ins Endspiel war über die Trostrunde nun länger geworden. „Wir haben danach sehr ordentliche Spiele gegen gute Gegner abgeliefert“, sagte Karka. Zunächst glückte Bönen gegen den TuS Wiescherhöfen die Revanche für die Niederlage im Finale der Zwischenrunde eine Woche zuvor (3:1), dann dominierte der Tabellendritte der Landesliga den Bezirksligisten FC Türk Spor Bielefeld bei einem glatten 4:0-Erfolg. „Wir waren richtig gut drin im Turnier“, sagte Karka zufrieden.

Gegen Westönnen die Chancen nicht genutzt

Daran änderte sich auch in der Partie gegen den erfolgreichen Titelverteidiger Westönnen nichts. „Das war eines unserer besten Spiele“, so Karka. Er sah seine Mannschaft feldüberlegen und mit den klareren Chancen. Doch die IG ließ ihre guten Torgelegenheiten ungenutzt, unter anderem einen Neunmeter von Ersin Kusakci, während Westönnen auf der Gegenseite seine erste Möglichkeit zur Führung nutzte. „Wir haben uns für unsere Leistung nicht belohnt. Das war schade“, sagte Karka. Das blieb letztlich auch das Fazit des gesamten Masters: „Wir standen unter den besten acht Mannschaft. Das ist auf der einen Seite ein Erfolg. Auf der anderen Seite hatten wir gute Chancen, bis zum Schluss im Turnier zu bleiben.“

IG: Klemmer, Durak – Bozkurt, Güvercin, Bouaid, Bulut, Born, Kaya, Kusakci, Algan, Uysal, Acar

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