SpVg feiert Happy End bei Hitzeschlacht gegen Werne

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Kevin Scheibke wird in dieser Szene vom Referee zurückgepfiffen. Doch ein Treffer in der 19. Minute entschied die enge Partie zwischen der SpVg und der Eintracht Werne.

Bönen - Bei 31 Grad von einer „Hitzeschlacht“ zu sprechen, scheint nicht außergewöhnlich. Doch nicht nur wegen der Temperaturen verdiente sich die Fußball-Kreisliga-A-Begegnung zwischen der SpVg Bönen und der Eintracht Werne dieses Prädikat. Die Zuschauer am Rehbusch sahen ein Spiel auf Messers Schneide und einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, die für Diskussionsstoff sorgten. Am Ende freute sich die SpVg über einen 1:0 (1:0)-Erfolg und einen Traumstart mit dritten Sieg in Folge.

„Das war ein hart erkämpfter Dreier. Insgesamt hatte Werne mehr Spielanteile“, räumte Bönens Trainer Hendrik Dördelmann ein. Dessen Team begann zunächst sehr abwartend. Bei Ballverlust ließen sich alle Feldspieler tief fallen. Doch prompt mit der ersten Chance netzte Kevin Scheibke zum umjubelten 1:0 (19.) ein. Malik Öncül hatte die Vorlage gegeben. Anschließend sahen die Zuschauer eine zähe Partie. Die beste Chance der ersten Hälfte hatte Werne, als Alexander Berchem einen Distanzschuss von Matthias Müller stark parierte.

Richtig wild wurde es dann nach der Pause. In der 55. Minute sah Oliver Tole zurecht die rote Karte wegen Nachtretens gegen Björn Kempe. In Überzahl bekam die SpVg Aufwind und fuhr einige gefährliche Konter. Doch Cakir (62.) und Scheibke (64.) vergaben alleine vor Gästekeeper Manuel Linke. Erstmals große Aufregung gab es dann wenige Minuten später. Ein Kopfball von Matthias Schynol knallte an das Gebälk. Die Frage war, ob im Winkel oder am Lattenkreuz. „Der war hinten im Tordreieck drin“, war sich Werne-Trainer Jörg Fiebig sicher, der sich über die Schiedsrichterleistung aufregte: „Wir haben zwei reguläre Tore erzielt, keines wurde anerkannt.“ Besagte zweite Szene schlug ebenfalls hohe Wellen, als Bönens Keeper Berchem in der Nachspielzeit im Zweikampf der Ball aus der Hand sprang und schließlich im Tor landete. Der Unparteiische entschied auf Stürmerfoul. „Da hatten wir Glück. Das war für mich kein Foulspiel“, meinte Dördelmann. Berchem selbst sah das anders: „Mir wurde der Ball aus der Hand getreten.“

Die Gastgeber waren hochzufrieden über die drei Punkte, verloren aber noch Malik Öncül, der Gelb-Rot sah (85.). Und auch Fiebig sah ein: „Wir sind selber schuld, dass wir verloren haben.“ - krz

SpVg: Berchem – Poljsak, Güner, Öncül – Korkmaz, Kempe – Symmank, Thiemann (72. Koslowski), Öncül – Scheibke (67. Müller), Cakir (90. Schneck)

Werne: Linke – Matula, Schynol, Obrenovic (69. Melser), Müller, Bajric (60. Zengin), Pawlik, Hasanbegovic (30. Tole), Martinovic, Hessfeld, Pra

Tore: 1:0 Scheibke (19.)

Rote Karte: Tole (55., Nachtreten)

Gelb-Rote Karte: Öncül (85., wiederholtes Foulspiel)

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