TTF vor 50:50-Spielen am Doppelspieltag

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Jan Lüke präsentiert sich in der Rückrunde wie seine Teamkollegen formverbessert.

Bönen - Sie können es doch noch! Nach fast drei Monaten ohne Erfolgserlebnis ist den TTF Bönen in der Tischtennis-Regionalliga wieder ein Sieg gelungen. Mit dem 9:6 beim direkten Konkurrenten TTC RG Porz, dem ersten doppelten Punktgewinn seit Ende Oktober, haben sich die TTFler im Rennen um den sportlichen Ligaverbleib zurückgemeldet.

„Bei einer Niederlage wäre es schon richtig eng für uns geworden“, sagte Bönens Kapitän Andreas Rosenhövel zum knappen, aber nicht unverdienten Erfolg am Sonntag in Köln. Wie wichtig der gewesen ist, zeigt schon ein flüchtiger Blick auf die Tabelle: In der stehen sechs Mannschaften wie an einer Perlenkette aufgereiht zwischen den Plätzen vier und neun. Also zwischen einem sehr sicheren Rang in der ersten Tabellenhälfte und dem direkten Abstieg.

„Es sind noch richtig viele Mannschaften in der Verlosung“, so Rosenhövel zum Hauen und Stechen im Tabellenkeller. Bönen liegt mit nunmehr 9:13 Punkten mittendrin in diesem illustren Kreis. Es ist Siebter, hat allerdings einen entscheidenden Vorteil: die sieben noch ausstehenden Saisonspiele. Keine andere Mannschaft hat noch öfter die Möglichkeit, Punkte einzusammeln. „Das kann uns natürlich zu Gute kommen“, weiß Rosenhövel.

Die heiße Phase der Rückrunde folgt für Bönen ab jetzt. Nach dem Porz-Spiel warten noch im Februar drei weitere Begegnungen gegen die direkte Konkurrenz: Der Doppelspieltag am Wochenende gegen die hessischen Vertreter TG Langenselbold und TG Obertshausen sowie eine Woche später gegen den Tabellenletzten SC Bayer Uerdingen. Bei drei Siegen wäre Bönen der sportlichen Ligaverbleib schon kaum mehr zu nehmen. Bei drei Niederlagen sähe es dagegen düster aus. „Wir wissen, dass wir noch die schweren Spiele vor uns haben“, sagt Rosenhövel mit Blick auf die Partien gegen das Spitzentrio der Liga, in denen Bönen durchaus leer ausgehen könnte.

Vor allem das kommende Wochenende wird große Bedeutung für die TTFler haben. „Das sind zwei 50:50-Spiele“, sagt Rosenhövel zu den Partien gegen Langenselbold am Samstag in der Pestalozzi-Sporthalle und im hessischen Obertshausen. Gegen Langenselbold steht in der Tabelle knapp vor Bönen, verlor allerdings im Hinspiel gegen die TTF. Bei Obertshausen liegen die Dinge genau andersherum. Dennoch sagt Rosenhövel: „Wir möchten zweimal siegen.“ Nach wie vor gilt bei den TTFler, deren Regionalliga-Mannschaft nach der Spielzeit zurückgezogen wird, dass sie sich nicht mehr einem sportlichen Abstieg aus der vierthöchsten deutschen Spielklasse verabschieden möchten.

Dafür spricht derzeit die weiter ansteigende Formkurve der Tischtennis-Freunde. Gegen Porz zeigte Bönen – wie schon beim 8:8-Unentschieden zum Rückrunden-Auftakt gegen Süchteln – eine ansprechende Leistung. „Es passt natürlich selten alles, aber insgesamt sind wir gut aus der Winterpause gekommen“, so Rosenhövel. Seine Farben scheinen im neuen Jahr ihre Doppelschwäche besser in den Griff bekommen zu haben. Zweimal starteten die neu formierten Paarungen mit einer Führung aus den Eingangsdoppeln. Zudem präsentierten sich die TTFler in den Einzeln formverbessert im Vergleich zu Hinrunde, was vor allem für Spitzenspieler Christoph Waltemode und Jan Lüke am mittleren Paarkreuz gilt.

Apropos Spitzenspieler: Den werden die Bönener eventuell am nächsten Wochenende tauschen. Bei den TTF könnte Florian Wagner, der bereits vor der Saison vom Zweitligisten 1. FC Köln nach Bönen wechselte, seinen ersten Einsatz für seinen nicht mehr ganz so neuen Klub absolvieren. Der ehemalige Jugend-Nationalspieler bestritt während einen Auslandsaufenthalt in China. „Noch ist nichts final geklärt“, ist Rosenhövel allerdings vorsichtig, ob es mit dem Debüt klappt. - WA

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