SV Bönen sichert sich unerwartet Rang drei

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Bönens Guntram Lenz gewann auch zum Abschluss in Dorsten und war bester Verbandsklassenspieler am vierten Brett.

DORSTEN -  Mit einem 5:3-Erfolg über den Tabellenvierten Hervest-Dorstener SK setzte der SV Bönen einen tollen Schlusspunkt unter eine glänzende Saison in der Schach-Verbandsklasse

. Nachdem die Bönener das Saisonziel Klassenerhalt mit einem 4:4 im Heimspiel gegen Wacker Bergeborbeck bereits nach der sechsten Runde so gut wie sicher hatten, arbeitete sich das Team mit drei teilweise hohen Erfolgen in Serie gegen starke Gegner aus Mülheim, Essen-Borbeck und jetzt Dorsten noch auf Platz drei der Abschlusstabelle vor. Am Ende fehlte bei 13:5 Punkten nur ein einziger Zähler, um sogar die Aufstiegsränge zu erreichen.

Die Ausgangslage gegen Hervest-Dorsten war einfach: der SV 49 musste mindestens mit 5:3 gewinnen und auf einen Punktverlust des Liga-Zweiten aus Eichlinghofen hoffen, um die Vizemeisterschaft zu schaffen. Bönen begann äußerst konzentriert und sehr vielversprechend. Fabian Schlottmann sorgte nach einer relativ schwachen Eröffnung seines Gegners schnell für das 1:0. In der Folge gingen sowohl Torsten Fuest als auch Andreas Volling kein Risiko ein und holten unspektakulär jeweils einen weiteren halben Zähler.

An Brett vier gelang Guntram Lenz ein schöner taktischer Schlag, der zu einer direkten Gewinnstellung führte und seinem Team das 3:1 bescherte. Doch nach zwei Niederlagen von Hajo Schötz und Jochen Helmert glich Dorsten wieder aus. Während Schötz nie richtig ins Spiel fand, musste sich Helmert in einem Schwerfigurenendspiel geschlagen geben.

Am Spitzenbrett wechselte die Bewertung ständig, letztlich war der Sieger Bönens Martin Merz, der seinen vierten Erfolg in Serie einfuhr. In einem völlig ausgeglichenem Endspiel erhielt Ralf Schütz dann die Order, auf Gewinn zu spielen und so den fünften Punkt zu sichern. Schütz erhöhte daraufhin das Risiko und gewann tatsächlich.

Nun hieß es, auf das Ergebnis aus Eichlinghofen zu warten. Als um 20.45 Uhr die Nachricht über den Sieg der Dortmunder eintraf, war die Enttäuschung nur kurzzeitig, denn Platz drei mit drei Punkten Vorsprung auf Rang vier, das hätte zu Saisonbeginn niemand erwartet.

Insbesondere die Leistungen an den vier Spitzenbrettern waren stark: Während Merz erst am Ende zur Höchstform auflief, mussten sich Schlottmann, Fuest und Lenz in 26 Partien nur zweimal geschlagen geben. An den Brettern zwei bis vier waren sie damit Topscorer der Liga. Ansonsten war auch Andreas Volling mit 5,5 aus acht Spielen ein zuverlässiger Punktelieferant. Eine weitere Stärke der Bönener waren die Ersatzgarde: Specht, Budde, Medger, Rudlof und Leisen gaben zusammen nur eine Partie verloren. - gm

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