Fußball

IG: Unentschieden löst gemischte Gefühle aus

+
Ercan Taymaz markierte den Ausgleich mit einer Direktabnahme.

Dortmund – So ganz wussten sie bei der IG Bönen nicht, wie sie mit dem 2:2 (1:0)-Remis beim Hombrucher SV umgehen sollten. Einerseits ist der Landesliga-Aufsteiger nach fünf Spielen weiterhin ungeschlagen. „Das ist auch absolut positiv zu bewerten“, meinte IG-Sportdirektor Hasan Kayabasi.

Andererseits fiel das Gegentor zum 2:2 erst spät – und auch danach ergaben sich noch zwei dicke Gelegenheiten, das Spiel zu gewinnen. „So gesehen haben wir auch zwei Punkte verschenkt. Das ist natürlich ärgerlich“, sagte Kayabasi.

Rückstand zur Pause nicht unverdient

Die Bönener brauchten in der ersten Halbzeit allerdings auch ihre Zeit, um auf Touren zu kommen. Ob der fehlende Rhythmus aufgrund der zweiten spielfreien Woche in dieser Saison der Grund war oder die unangenehmen Gastgeber, die nach vier Siegen in Serie selbstbewusst auftraten. „In der ersten Halbzeit haben wir leider nicht so gespielt, wie wir uns das erhofft haben“, meinte Kayabasi, der ergänzte: „Die Dortmunder Mannschaften sind immer kampfstark.“

Es kam, wie es kommen musste: Niklas Orlowski brachte Hombruch mit einem feinen Sonntagsschuss aus knapp 25 Metern in Führung (27.). „Da konnte unser Torwart nichts machen“, so Kayabasi mit Blick auf Marcel Klemmer. Mit dem Rückstand ging es für Bönen in die Kabine, „Das war auch verdient“, gab der Sportdirektor zu.

IG dreht die Partie mit einem Doppelschlag

Nach der Pause zeigte die IG dann aber ein anderes, besseres Gesicht – und drehte das Spiel binnen drei Minuten. „Wir haben den Schalter umgelegt und zwei sehr schöne Tore gemacht“, lobte Kayabasi.

Ercan Taymaz nahm eine punktgenaue Flanke von Bünyamin Uysal direkt, der satte Abschluss landete unhaltbar im Hombrucher Tor (53.). Kurz darauf eine fast identische Entstehung: Uysal brachte den Ball lang auf den zweiten Pfosten, wo diesmal Serhad Gün lauerte und zum 2:1 für die Gäste einschoss (56.). „Danach hätten wir das 3:1 nachlegen müssen, das ist uns leider Gottes nicht gelungen“, haderte Kayabasi.

Cabuk und Born gelingt nach dem Ausgleich keine Antwort mehr

Stattdessen schlug der Gegner wieder zu. Nach einem Stellungsfehler in der Defensive blieb HSV-Kapitän Kevin Matthes und traf mit seinem fünften Saisontor eiskalt zum späten Ausgleich (83.).

Gelaufen war die Partie damit freilich noch nicht. Erst tauchte der eingewechselte Adem Cabuk in guter Schussposition auf, sein Versuch wurde aber von einem heraneilenden Verteidiger geblockt (86.). Dann hatte der ebenfalls neu in die Partie gekommene Andre Born den Siegtreffer auf dem Fuß, schoss allerdings aus kurzer Distanz den Hombrucher Schlussmann Jan Hennig an (90.).

Frust schieben wollte Kayabasi aber nicht. „Wir hatten wieder sieben Neuzugänge in der ersten Elf, das darf man nicht vergessen. So etwas macht sich bemerkbar“, sagte er. Erstmals in der Startelf stand Michael Oscislawski in der Innenverteidigung. Kaya-basi gab die Marschroute für die kommenden Monate aus: „Wir wollen bis zur Winterpause oben dranbleiben und dann zur Rückrunde versuchen, anzugreifen.“

HSV: Hennig – Bielmeier, Nesaraj, Orlowski (77. Najdi), Voss, Butt (82. Geist), Mattes, Franzrahe, Vargues Martins, Watermann (58. Peterhülseweh), Barry (56. Lienig)
IG: Klemmer – Kusakci, Oscilawski, Medjignia, Güvercin – Yilmaz, Algan (69. Akyüz), Uysal (67. Born) – Gün (82. Kücük), Taymaz (62. Cabuk), Kaya
Tore: 1:0 Orlowski (27.), 1:1 Taymaz (53.), 1:2 Gün (56.), 2:2 Mattes (83.)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare