Der neue TuS-Trainer arbeitet am variablen Spiel

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Ricarda Rinschede (links) fehlt den Bönenerinnen in der Hinrunde. TuS-Neuzugang Jana Menger wird sie im Mittelblock ersetzen.

BÖNEN - Seit Mai trainieren die Volleyballerinnen der TuS Bönen schon unter ihrem neuen Coach Jochen Schönsee – und natürlich wird auch in den Ferien bei den Einheiten viel geschwitzt. Schließlich will der neue Mann seine Spielideen einführen. „So langsam wird klar, wo es hingeht“, sagt Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog vier Wochen vor dem Saisonstart.

Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Verbandsliga in der Relegation wollen die TuS-Damen eine Klasse tiefer wieder durchstarten. Niemand hätte bei den Bönenerinnen etwas dagegen, wenn sie ihrem Ruf als Fahrstuhl-Mannschaft einmal mehr gerecht werden. Seit mittlerweile sechs Jahren hat die TuS stets die Klasse gewechselt.

Schönsee, der sich in vergangenen Rückrunde bereits einige Partien angeschaut hat, als noch gar nicht klar war, dass er Trainer in Bönen werden würde, will für den Erfolg an vielen Stellschrauben stellen. Umschaltfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit die Stichworte. „Er hat viel bei uns zu mäkeln“, sagt Schlensog. „Unsere Annahme war zwar ganz in Ordnung, aber was wir daraus machen, ist zu wenig“, spricht Schlensog auch von Selbstkritik innerhalb des Teams. „Wir müssen versuchen, direkt den Punkt zu machen und nicht erst nach zehn oder 15 Ballwechseln.“ Der Gegner soll zukünftig mehr unter Druck gesetzt werden.

Schönsee fordert die TuS-Damen im Training also mit Übungen, die die Technik, aber vor allem die Handlungsschnelligkeit und die Flexibilität fördern. Mehr Variabilität in den Aktionen ist das Ziel für die neue Spielzeit. Schwierigkeiten bereiten dabei aktuell die Ferien, weil immer mal wieder jemand im Urlaub ist. Sechs Spielerinnen waren aber immer in der Halle. „Wir konnten nicht explizit Spielsituationen trainieren. Aber das Problem haben die anderen ja auch“, bleibt Schlensog gelassen. Den Bönenerinnen machen die Einheiten, zu den auch oft ein Sprungzirkel zum Abschluss gehört, viel Spaß. „Es sind immer verschiedene Übungen“, lobt die Mannschaftssprecherin die große Abwechslung.

Neu in der Goethehalle ist seit ein paar Wochen Jana Menger. Die Mittelblockerin wechselte vom Mitabsteiger Lüner SV, der in eine andere Landesliga-Staffel eingruppiert wurde, nach Bönen. Sie kann zwar nicht jedes Mal trainieren, dennoch sind die TuS-Damen glücklich über den Neuzugang. „Wir sind schon froh, dass sie gekommen ist, da wir ja nur noch zwei Mittelblockerinnen haben“, sagt Schlensog. Zumindest in der Hinrunde, weil da Ricarda Rinschede ein Auslandssemester in den USA absolviert. Durch den Abgang von Diagionalangreiferin Sina Fröhlich hat sich der Kader derzeit auf zehn Spielerinnen reduziert. „Wir sind auf der Außen- und der Kopfpositionen nicht gut besetzt“, erklärt die Teamsprecherin. Und so sind die Bönenerinnen weiter auf der Suche nach Verstärkung, um nicht im Verlauf der Saison in Personalnot zu geraten.

Die TuS startet übrigens am 5. oder 6. September mit einem Heimspiel gegen den TV Hasperbach in die Saison. Der Vorjahresvierte wird sicherlich gleich zu Anfang ein echter Prüfstand für den Liga-Neuling, um abzuschätzen, wohin die Reise in dieser Spielzeit gehen kann. Am 16. August bestreiten die Bönenerinnen ihr erstes Testspiel beim VV Holzwickede. Eine Woche später nimmt das Team an einem Turnier in Meerbusch teil. Für die Generalprobe am letzten August-Wochenende suchen Schlensog und Co. noch eine Spielgelegenheit.

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