Spitzenspiel für SpVg / IG vor Abstiegsduell

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Nach dem Derby tritt die IG wieder auf dem matschigen Platz am Schulzentrum an. Nordbögge muss in die Mark, wenn dort denn gespielt.

Bönen - Ein Spitzenspiel und ein Kellerduell stehen für die Bönener Vereine am 14. Spieltag der Fußball-Kreisliga A1 an, der wegen Totensonntag schon am heutigen Samstag ausgetragen wird. Die SpVg gastiert beim Tabellenführer TuS Uentrop, die IG trifft auf den viertletzten TSC Hamm II. Der VfK Nordbögge spielt beim Spitzenteam in der Mark.

TuS Uentrop – SpVg Bönen (Samstag 14.30 Uhr/Giesendahl).

Es ist eine eindrucksvolle Statistik, die Erkan Taymaz aufweist. Der beste Stürmer der Kreisliga A1 hat in 13 Spielen bereits 26 Mal getroffen. Damit hat der Uentroper sechsmal mehr Tore erzielt als die gesamte Bönener Mannschaft. Dennoch steigt am Samstag im Giesendahl ein echtes Spitzenspiel. Zwar trennen die beiden Teams derzeit sieben Punkte, doch die SpVg hat zwei Partien weniger absolviert als der Tabellenführer, ist zudem als einzige Mannschaft in der Liga noch ungeschlagen. „Wenn wir gewinnen und die Nachholspiele auch, können wir Tabellenführer werden. Das ist eine Riesenchance für uns“, sagt Trainer Hendrik Dördelmann.

Der hat Respekt vor dem Gastgeber, den er in der vergangenen Woche beobachtete. „Die Uentroper sind taktisch gut aufgestellt und setzen auf Konter. Sie stehen hinten stabil und schalten dann schnell um“, sagt der Coach, um gleich hinterzuschieben: „Wir müssen uns nicht verstecken und werden versuchen, den TuS seiner Stärken zu berauben.“ Das könnte den Bönenern gelingen, denn sie stellen die beste Defensive der Liga, kassieren im Schnitt 0,63 Gegentore.

Dördelmann kann zudem fast aus dem Vollen schöpfen. Raphael Poljsak (Prellung) und Sebastian Schneck (Erkältung) sollten mitwirken können, so dass einzig Sören Symmank. Der ist nach seinem Muskelfaserriss scheinbar zu früh ins Training eingestiegen und zog sich die Verletzung erneut zu.

VfL Mark – VfK Nordbögge (Samstag 14.30 Uhr/Realschule Mark).

Schon in Bestbesetzung wären die Chancen für die Nordbögger in der Mark gering gewesen. Doch davon ist das Liga-Schlusslicht weit entfernt. Neben den Langzeitverletzten fallen weitere Akteure aus beruflichen Gründen aus. Jonas Wiggermann muss arbeiten. Ob Abel Rodriguez rechtzeitig zum Anstoß da sein wird, ist ungewiss. Dazu kommt die überflüssige rote Karte, die sich Daniel Möller in der Schlussphase des Derbys bei der IG Bönen zuzog. „Im Sturm habe ich wenig Alternativen“, sagt VfK-Coach Jürgen Serr. Mit Wiggermann, Möller und Nicolaj Kirmse fallen die drei torgefährlichsten Akteure aus, die 13 der 18 Nordbögger Treffer erzielt haben. „Wir werden aber eh keinen Sturmlauf entfachen“, sagt Serr angesichts der Kräfteverhältnisse. Der VfL ist Tabellenzweiter, weist mit 42:8 Toren die zweitbeste Offensive und die zweitbeste Defensive auf. „Wir wollen so unbeschadet, wie es geht, davonkommen“, rechnet Serr sich am Samstag nicht viel aus. „Mark ist nicht der Gradmesser, danach kommen bis zur Winterpause drei Spiele, die wichtig sind. Da müssen wir punkten.“ Über Bonuszähler in der Mark würde er sich natürlich dennoch freuen.

IG Bönen – TSC Hamm II (Samstag 14.30 Uhr/Schulzentrum).

„Das ist wieder ein Sechs-Punkte-Spiel wie gegen Nordbögge“, sagt IG-Co-Trainer Evren Karka, der den weiter gesundheitlich angeschlagenen Coach Ayhan Sezer vertritt. Die Bönener liegen als Zwölfter zwei Plätze und drei Punkte vor der TSC-Reserve. Ein Sieg, und sie könnten die drei folgenden Partien bis zur Winterpause beruhigter angehen. Allerdings müssen die Bönener weitere Ausfälle in ihrem ohnehin kleinen Kader verkraften. Mehmet Duman und Derby-Torschütze Mertlan Akkaya müssen arbeiten. Der sich zuletzt in guter Form präsentierende Ramazan Dincer fehlt wegen seiner fünften gelben Karte. Keeper Emre Tuczuoglu fehlt weiter, so dass wohl wieder Sherif Karahan im Tor stehen wird. Die Lücken sollen Spieler aus der zweiten Mannschaft ausfüllen. Die Gäste könnten dagegen Unterstützung aus ihrem Bezirksliga-Team erhalten, das spielfrei hat.

Karka erwartet eine hektische Partie, die über den Kampf entschieden wird. „Beide brauchen die Punkte“, sagt er. Er möchte dem Gegner früh den Schneid abkaufen, daher er darauf hofft, dass der TSC, der mit 55 Gegentreffern die Schießbude der Liga stellt, bei einem Rückstand auseinanderbrechen könnte. „Ein guter Start ist doppelt wichtig“, sagt Karka, der seinem Trainer nur zu gerne einen Sieg ins Krankenhaus schicken möchte. - bob

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