Fußball

Erst im Elfmeterschießen weiter: Blaues Auge für IG

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Die Hammer verzettelten Bönen in viele Zweikämpfe (hier Deniz Polat und Musa Usta gegen Andre Born).

Hamm – Erst im Elfmeterschießen hat die IG Bönen die vermeintlich leichte Aufgabe im Kreispokal beim A-Ligisten TSC Hamm gewonnen. Mit 5:3 (1:1, 1:0) setzte sich der Fußball-Landesligist im Achtelfinale im Unionstadion durch und trifft nun am 9. Oktober wieder auf einen TSC, diesmal den aus Kamen.

„David gegen Goliath gibt es nicht. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, hatte IG-Coach Ferhat Cerci seine Schützlinge gewarnt, doch die hatten nicht richtig hingehört beziehungsweise die Worte nach der guten Anfangsviertelstunde und der frühen Führung durch Ercan Taymaz wohl vergessen. „Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen und nicht mehr unser Spiel gespielt. Das regt mich auf“, kritisierte Cerci.

TSC-Trainer Akyüz erklärt Hamm zum moralischen Sieger

Die Hammer waren über weite Strecken gleichwertig, wenn auch lange nicht gefährlich. „Der TSC hat das mit seinem Engagement gut gemacht. Das muss man neidlos anerkennen“, so der IG-Coach. Wesentlich zufriedener war auf der anderen Seite Erdal Akyüz. „Wir haben das Spiel 1:1 gewonnen“, erhob der TSC-Trainer seine Mannschaft für ihren couragierten Auftritt zum moralischen Sieger.

Zunächst spielte aber die IG. „Wir hatten auch Respekt vor dieser Truppe“, sagte Akyüz, der mit seinem Team immerhin Tabellenführer der A-Liga ist. Nach einer Freistoßflanke von Bünyamin Uysal kam Taymaz ungehindert zum Kopfball und traf zum 1:0 (13.). Danach verlor der Favorit jedoch den Faden. Vielleicht machte sich bemerkbar, dass Cerci gleich mehrfach getauscht hatte. Unter anderem standen die Neuzugänge Michael Oscislawski und Andre Born sowie Hüseyin Kücük erstmals in der Startelf. „Von den Jungs, die die Chance bekommen haben, sich zu zeigen, hat sich keiner aufgedrängt“, sagte der Trainer deutlich.

IG verpasst das 2:0, Polat mit Geistesblitz zum Ausgleich

Denn guter Einsatz reichte dem TSC aus, um die IG aus dem Konzept zu bringen. Beide Mannschaften rieben sich in Zweikämpfen auf. „Der TSC hat uns mit einem aggressiven Auftritt aus dem Rhythmus gebracht“, meckerte Cerci. Vor der Pause hätte Miguel Dotor-Ledo nach einem weiteren Uysal-Standard mit dem 2:0 (42.) die Partie beruhigen können, verzog aber. Und kurz nach dem Wechsel verpassten Taymaz (50.) und Born (55.) im Strafraum.

Schlafmützigkeit führte dann zum Ausgleich: Deniz Polat erkannte bei einem Freistoß im Mittelkreis, dass Bönens Torhüter Ilker Durak zu weit draußen stand und beförderte den Ball ins Netz (72.). Durak hielt wenig später das Unentschieden fest, als er den Kopfball von Haris Kahric glänzend zur Ecke lenkte (79.). Doch die IG war von der Rolle, was sich auch in der unnötigen Ampelkarte gegen Dotor-Ledo zeigte (85.), der innerhalb von fünf Minuten zweimal Gelb sah.

Kahric und Aydin verschießen

Am Ende zog der TSC im Elfmeterschießen den Kürzeren, weil Haris Kahric mit dem ersten Schuss nur die Unterkante der Latte traf, und Durak im Anschluss gegen Manuel Can Aydin parierte, während Born, Emre Yilmaz, Ilker Algan und Taymaz für Bönen verwandelten.

TSC: Sariman – Polat, Isiktekin (61. Schroth), Kahric, U. Algan – Usta (84. Canikli), Gülpinar, Tozlu – Aydin, Kabakoglu (56. Kavakbasi), Saadouni
IG: Durak – Medjignia, Dotor-Ledo, Oscislawski, Bozkurt – Akyüz ((84. Yilmaz), Kücük (84. I. Algan) – Gün (59. Kaya), Uysal (59. Erk. Baslarli), Born – Taymaz
Tore: 0:1 Taymaz (13.), 1:1 Polat (72.)
Gelb-Rote Karte: Dotor-Ledo wegen Meckern und Foulspiel (85.)

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