Kein Druck für TuS-Damen vor der Aufstiegsrelegation

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Die Bönener Volleyballerinnen (links Nadine Tewes) wollen ihre Aufstiegschance nutzen.

BÖNEN -  Die Relegationsrunde um den Aufstieg in die Verbandsliga ist erreicht, doch jetzt müssen sich die Volleyballerinnen der TuS Bönen gedulden. Erst am ersten Mai-Wochenende steigt die Dreier-Runde, und mit dem RC Sorpesee II steht erst einer der beiden Gegner fest.

Nur der Sieger der Relegation steigt auf. Die Bönenerinnen haben dabei die Gelegenheit sich zunächst am Freitag, 2. Mai, das Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten anzuschauen, ehe sie am Samstag im Leistungszentrum des Westdeutschen Volleyball Verbandes (WVW) am Sorpesee antreten. Am Sonntag können sie nach dem Duell mit dem Drittletzten der Verbandsliga 3 vielleicht in eigener Halle den Aufstieg feiern. „Ich gehe da sehr positiv ran“, sagt Mannschaftssprecherin Stella Greinke. Die Bönener sicherten sich schließlich vorzeitig den zweiten Platz in der Staffel 6, die am 5. April ohne TuS-Beteiligung die Saison beendet. Einen Tag später entscheidet sich auch, welches Teams aus der Verbandsliga in die Relegation muss. Derzeit liegen der TB Höntrop und VV Humann Essen gleichauf.

Der Landesliga-Zweite Sorpesee hat in der abgelaufenen Saison fünf Spiele verloren – drei davon allerdings erst im fünften Satz. Bönen hat als Aufsteiger in einer kleineren Liga zwei Niederlagen weniger kassiert, besaß lange Zeit sogar die Chance auf die Meisterschaft. Am Ende setzte sich Telstar Bochum II durch. „Das war nicht unverdient. Und es war nur kurzfristig, dass wir darüber traurig waren. Wir haben unser erklärtes Ziel mit der Relegation erreicht“, bewertet Greinke die Saison. Für die Punktverluste gab es schließlich Gründe. In der Hinserie gegen Datteln (0:3) „haben wir Laura Jäger und Nadine Tewes schmerzlich vermisst“, so Greinke. Beim 1:3 gegen Bochum „hat uns die Entschlossenheit gefehlt“, und gegen Oberaden (1:3) „hatten wir einfach keinen Kopf“, sagt sie zu den beiden Rückrundenpleiten. Klausurstress, Krankheiten und andere private Dinge standen einem vernünftigen Volleyballspiel entgegen. „Da haben wir neben uns gestanden“, meint Greinke.

Das soll Anfang Mai natürlich ganz anders sein. „Wir haben jetzt echt viel Zeit, uns noch zu verbessern“, sagt Greinke. Die Zuspielerin war mit der Rückrunde nicht ganz zufrieden. „Wir hatten eine Schwächephase seit dem Rückspiel gegen Datteln“, sagt sie, hält den Hänger aber mittlerweile für überwunden. Dennoch rechnet sie damit, dass Trainer Michael Salaw dem Team einiges abverlangen wird: „Das werden harte Wochen.“

Dadurch dass sich die Bönenerinnen die Relegation schon vor der Saison zum Ziel gesetzt haben, ist zumindest gesichert, dass niemand das verlängerte Wochenende zu einem Kurzurlaub nutzen wird. „Der Termin steht schon lange fest, und da haben sich auch alle für eingetragen.“

Um im Rhythmus zu bleiben und die Form zu wahren beziehungsweise aufzubauen, suchen die Bönenerinnen noch nach Testspielgegnern, die ebenfalls in die Verlängerung müssen. Greinke hofft, dass die freie Zeit nicht dazu führt, dass sich eine Blockade in den Köpfen ihrer Teamkolleginnen aufbaut: „Das Wichtigste ist, nicht zu viel Druck aufzubauen. Das macht keinen Sinn. Wenn es um etwas ging, haben wir meist ziemlich gut gespielt.“ - bob

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