TuS Bönen: Aufstieg nicht zwingend, oben bleiben schon

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Nadine Lindemann wurde von der Libera zur Aushilfsstellspielerin umgeschult.

Bönen – Drumrumreden gilt nicht. „Nein, das ist ein Spitzenspiel Erster gegen Zweiter, und es zählt deswegen auch doppelt“, erklärt TuS-Trainer Michael Salaw die Vorgabe für das Spiel gegen den TV Datteln (Samstag, 16.15 Uhr, Herne-Sodingen).

„Und es ist wohl eine Vorentscheidung mit Blick auf den Aufstieg.“ Gerade den wollen die Bönener Volleyballerinnen momentan aber eigentlich gar nicht. „Wir sind uns im Klaren, dass ein Aufstieg nicht gut für uns wäre“, erklärt der Coach des Absteigers. Die Mannschaft wäre noch nicht so weit, um in der Verbandsliga bestehen zu können. „Und ein erneuter sofortiger Wiederabstieg wäre sicher nicht gut für die Psyche.“

Gewinnen wollen die Bönenerinnen natürlich weiterhin jedes Spiel. Erst Recht das gegen den Verfolger. „Wir werden uns dann am Ende der Saison entscheiden, was wir machen“, sagt Salaw. Um gewinnen zu können, ist die Trainingsbeteiligung entscheidend. Und die war unter der Woche schlecht. Kim Varlemann fehlte genauso wie Alina Gubkov, also die komplette Mitte der Bönener Sechs. Die gewünschte Zweitbesetzung auf spielentscheidenden Positionen ist auch noch nicht voll umgesetzt.

Umschulungen laufen

Lisa Richert spielte zwar schon am vergangenen Samstag im Spiel gegen Bottrop (3:0) eine Rolle als „Über-Kopf-Angreiferin“ neben Paula Marr. Es bleibt das Handicap der einzigen Zustellerin. Libera Nadine Lindemann trainiert augenblicklich die Angriffsvorbereitung. „Ich könnte sie einsetzen, wenn Diana Ufer sich verletzt“, sagt der Bönener Coach. Eine endgültige Lösung sieht er darin wohl nicht. Trotz des großen Kaders beklagt Salaw also Personalprobleme vor dem Spiel in Sodingen. Allerdings nur leichte: Gubkov fehlt wie schon in der vergangenen Partie.

Übrigens: Auch Datteln leistete sich in diesem Jahr einen Aussetzer. Die Münsterländerinnen verloren ihr zweites Spiel im Jahr 2019 parallel zur TuS-Niederlage gegen Lünen mit 0:3 in Herten. Salaw hofft, dass der Entschluss, nicht unbedingt aufsteigen zu müssen, den Kopf der Spielerinnen freimacht. Und das Team in der Folge die Fülle dieser kleinen Fehler reduziert, die zuletzt zu erkennen waren. Die Entscheidung für oder wider Verbandsliga wollen die Bönenerinnen in jedem Fall in den eigenen Händen behalten, bis sie das letzte Saisonspiel hinter sich haben. Das findet am 24. März wieder in Sodingen statt: Und zwar gegen Herten II, gegen die Datteln patzte.

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