Fußball

IG siegt mit einem Schuss Überheblichkeit

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Selten gingen die Bönener gegen Ennigerloh so energisch wie in dieser Szene Samet Akyüz gegen Ennigerloh zu Werke.

BÖNEN - Es war ein Pflichtsieg der IG gegen das Bezirksliga-Kellerkind aus dem Kreis Warendorf. 4:2 schlug der Tabellenführer am Sonntag den 16. aus Ennigerloh durch zwei Tore von Erkan Taymaz, einem von Erkan Baslarli und einem von Tato Tsekvashvili. Aufgabe erfüllt. Spielerischen Glanz ließen die Gastgeber trotz aller Überlegenheit vermissen.

„Vielleicht waren sie in einigen Situationen etwas überheblich“, meinte SuS-Trainer Dennis Herrmann zu Recht. „In ihrer Situation ist das aber verständlich.“

Weniger Verständnis hatte der Heimtrainer mit seinen Akteuren. „Wir haben die letzte Konsequenz vermissen lassen“, so Ferhat Cerci, „und zu wenig den Ball laufen lassen.“ Besonders ärgerten ihn, zwei Tore vom Kellerkind kassiert zu haben. „So einen Elfmeter kann man ja mal kassieren, das 4:2 (89.) darf aber nicht passieren.“ Samet Akyüz vertändelte den Ball am eigenen Strafraum gegen Jesse Große-Frie. Der passte auf Hendrik Homann. Gegen dessen Knaller aus zehn Metern war Ilker Durak im IG-Tor machtlos.

Bereits in der vierten Minute hatte Erkan Baslarli eine Flanke von Mustaq Al Berdan zum 1:0 eingeköpft. Die Bönener selbst brachten sich in der zwölften Minute erstmals ein wenig in Gefahr. Can Bozkurt spielte den Ball vor dem eigenen Strafraum direkt in die Füße von Hohmann. Der 1,93 m-Mann, ein Jan Koller-Typ, brachte die Kugel nicht unter Kontrolle. Es kam ansonsten wenig bis nichts vom Gast. Die IG kombinierte gefällig, versagte aber in Tornähe oder scheiterte am besten Ennigerloher, Torwart Marvin Allmendinger. In der 30. Minute kratzte Bastian Kux einen Schuss von Taymaz von der Linie. Vier Minuten später jubelte der Bönener Stürmer doch noch beim 2:0 vom Punkt. Den Foulelfmeter hatte Niklas Mense an Mustaq Al Berdan verursacht.

Der SuS versuchte meist, seinen besten Torschützen Hohmann mit langen Pässen anzuspielen. Der sollte die Bälle mit Masse behaupten und verteilen. Leicht zu verteidigen für den Gastgeber.

Gleich nach dem Seitenwechsel setzte Taymaz das Leder an die Latte des SuS-Tores. Einen schönen Pass von Sturmpartner Erkan Baslarli in die Schnittstelle nutzte der Goalgetter nur zwei Minuten später zum 3:0 (48.). Ein Foulspiel von Youssef Bouaid an Hohmann führte zum überraschenden 3:1 durch Christoph Hakenes per Elfmeter (55.). Ennigerloh agierte nun offensiver, im Rahmen seiner Möglichkeiten und weil die IG viel zuließ. Die beste Chance auf den 2:3-Anschlusstreffer vergab Hohmann per Kopf aus acht Metern (59.).

Cerci versuchte mit einem Doppelwechsel (66.), Tsekvashvili und Yasin Tirgil kamen für Taymaz und Tamer Saglam, mehr Zug ins Spiel zu kriegen. Immerhin gelang Tsekvashvili kurz nach seiner Einwechslung das 4:1 (68.). Er profitierte von einer misslungenen Abwehraktion von Jens Quante, der seinen guten Torwart forderte. Die Rettungstat des SuS-Kapitäns sprang dem Bönener vor die Füße, der aus drei Metern das Tor nicht verfehlen konnte.

IG:  Durak – Bozkurt, Akyüz, Bouaid, S. Baslarli (73. Al Jebouri) – Saglam (66. Tsekvashvili), Kücük – Cabuk, Al Berdan, E. Baslarli – Taymaz (66. Tirgil)
SuS: Allmendinger – Brinkmann (73. Nordhues), Quante, Kux, Caterisano (76. Große-Frie), Steinkötter, Mense, Neppert, Hakenes, Hohmann, Schmiebusch
Tore:  1:0 E. Baslarli (4.), 2:0 Taymaz (34.), 3:0 Taymaz (48.), 3:1 Hakenes (55./Foulelfmeter), 4:1 Tsekvashvili (68.), 4:2 Hohmann (89.)

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