TuS-Ringer kommen auf letztem Drücker zum Remis

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Daniel Keim behielt unter Druck die Ruhe und sicherte der TuS Bömnen mit einem Schultersieg das Remis in Aachen.

AACHEN -  Lange Fahrt, kurzer Kampf: Nach nur 18 Minuten stand im Aachen das Ergebnis zwischen dem gastgebenden TV Walheim und der TuS Bönen fest. 20:20 trennten sich die beiden Teams in der Ringer-Verbandsliga. Trainer Ingo Manz wusste nicht wirklich, wie er das Resultat einordnen sollte. „Eigentlich hätte wir gewinnen müssen“, haderte er mit verschenkten Zählern. Auf der anderen Seite „bin ich aber voll zufrieden, denn vor dem Kampf hätte ich mit einem Unentschieden nicht gerechnet.“

Die Bönener fuhren ersatzgeschwächt nach Aachen. Karsten Wegner, Sebastian Strzalka, Dennis Thiemann und Fatih Karabulut fehlten. Dazu schaffte Ersatzmann Abdussamed Ünal im 66 kg sein Gewicht nicht. „Das ist eigentlich unmöglich, da er vor zwei Wochen noch 61 Kilo gerungen hat“, meinte Manz: „Aber ich ziehe meinen Hut davor, dass er dabei war, so dass wir keine Strafe zahlen mussten.“

Die Duelle auf der Matte waren allesamt eindeutig. Leichtgewichtler Marc Hauke zollte einmal mehr seiner Unerfahrenheit Tribut und verlor gegen Michael Otto nach vier Minuten wegen technischer Unterlegenheit. „Der Respekt vor seinen Gegnern ist noch zu groß“, urteilte Manz. Dafür glich Schwergewichtler Jihad El-Cheickh Hassan nach nur 82 Sekunden durch einen Schultersieg gegen Frank Hermanns zum 4:4 aus. „Das echt stark“, lobte Manz.

Für eine große Überraschung sorgte dann Stephan Schwark. Der Ringer aus der TuS-Zweiten benötigte nicht einmal eine Minute, ehe er Wolfgang Hellebrandt auf den Schultern liegen hatte. „Das war ein Riesenkampf von Stephan“, war Manz begeistert. Tobias Falkenstein, der für Sebastian Strzalka in die 96-kg-Klasse aufrückte, profitierte von der Aufgabe von Sinan Gönder. Im letzten Kampf vor der Pause (66 kg Freistil) war Frederik Kosch allerdings chancenlos gegen Tsagur Ragimov, der sonst zur Bundesliga-Mannschaft der Walheimer zählt.

Zwei Kämpfe später lag die TuS sogar 12:16 zurück, weil Ersatzmann Thomas Heyer (86 kg griechisch-römisch) aufgab und Ünal Übergewicht hatte. Zu allem Überfluss verlor nun auch Lukas Korte seinen 86-kg-Freistil-Kampf gegen Marco Kreutz mit 0:4. „Er ist zu viel Risiko gegangen und wurde dann, als er zurücklag, brutal ausgekontert“, sagte Manz.

Nur zwei 4:0-Siege konnten Bönen dadurch noch einen Punkt bescheren. Und die gelangen überraschenderweise. Igor Wiens fuhr trotz Rippenverletzung Wertung um Wertung ein und hatte kurz vor der Ende der ersten Runde aufgrund technischer Überlegenheit gewonnen. Routinier Daniel Keim unterstrich seinen Favoritenrolle gegen Marvin Catkhada und gewann nach 50 Sekunden auf Schultern. „Das muss man auch gegen einen leichten Gegner erst mal machen“, freute sich Manz am Ende also doch über ein Remis in Aachen. - bob

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