Fußball

IG trauert den vergebenen Chancen hinterher

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Werl – Es wurde ihnen schon ein mulmig zumute den Verantwortlichen und Fans des SV Hilbeck. Gegen den Aufsteiger IG Bönen taumelten die Schwarz-Gelben in der Anfangsphase von einer Verlegenheit in die nächste, lagen folgerichtig schnell mit 0:1 hinten. Doch am Ende durften sich die Gastgeber über ein 1:1 in ihrem ersten Saisonspiel in der Landesliga 3 freuen. Denn in der zweiten Halbzeit bot der SVH den bärenstarken Gästen erfolgreich Paroli.

IG-Coach Ferhat Cerci sprach nach dem Abpfiff von einem verlorenen Punkt und schob die Schuld auf die „schlechte Chancenverwertung“ seiner Mannschaft: „Es hätte hier auch 4:1 oder 5:1 ausgehen können.“

Bönen bringt Hilbeck ein ums andere Mal in Verlegenheit

Zu Beginn stellte Bönen mit seiner flinken und technisch versierten Offensive die Hilbecker vor ernsthafte Probleme. Prompt setzte es schon nach fünf Minuten das frühe 0:1 durch einen Kopfball von Adem Cabuk aus kurzer Distanz, als die SVH-Defensive arg ins Schwimmen geraten war. Bereits kurz zuvor hatte SVH-Keeper Christopher Sander in höchster Not eine Volleyabnahme von Cabuk pariert. „Die ersten 20 Minuten waren wir klar die bessere Mannschaft“, sagte Cerci.

1:1 stellt Spielverlauf auf den Kopf

Allmählich aber fingen sich die Hausherren, die die Bönens Angriff nun zumeist schon im Vorfeld bremsten. Nach vorne ging beim SVH gleichwohl wenig bis gar nichts. Umso unerwarteter und glücklicher zugleich kam es zum Ausgleich. Der Schiedsrichter bewertete einen Abwehrversuch von Miguel Dotor-Ledo, der zu Keeper Marcel Klemmer kam, als Rückpass. „Unverständlich, das war ja kein kontrolliertes Rückspiel“, echauffierte sich Cerci. Hilbeck nahm das Geschenk an: Philipp Schnettker legte von der Torraumkante zurück auf Anil Saraman, der das Leder mit Vehemenz halbhoch ins Netz drosch und den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Nach der Pause kamen die Hilbecker wie ausgewechselt aus der Kabine. Trainer Sven Heinze hatte umgestellt. Auch packten die Gastgeber im Willi-Hafer-Stadion jetzt früher an. So ergab sich nun ein offener Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. „Hilbeck war besser im Spiel“, so Cerci. Während SVH-Keeper Christopher Sander zweimal gegen Zübeyir Kaya auf dem Posten war, setzte Saraman einen Freistoß knapp neben das Tor und Schnettkers Flachschuss verfehlte sein Ziel ähnlich knapp.

Am Ende fehlt der IG das Matchglück und die Abgebrühtheit

Für die Bönener war die Zeit der Wechsel angebrochen, mit denen sie wieder mehr Zugriff auf die Partie bekamen. Doch zum Dreier fehlte in der Schlussphase das Matchglück, als die Gäste innerhalb von zwei Minuten zweimal durch Zübeyir Kaya (88.) und Erkan Baslarli (89.) nur ans Aluminium trafen. Zudem vereitelte Sander reaktionsschnell per Fußabwehr einen erneuten Rückstand. Die letzte Möglichkeit hatte Hilbeck, aber der aufgerückte Freitag verzog aus spitzem Winkel knapp.

„Wir haben den Punkt verdient“, war Heinze über das Unentschieden im ersten Saisonspiel froh. Dem konnte sich Cerci wiederum nicht anschließen, der dem Sieg auch mit Blick auf das kommende, spielfreie Wochenende hinterhertrauerte: „Wir haben gut über Außen gespielt und sind in der Zentrale nicht mit einem Tor zum Abschluss gekommen“, bilanzierte er und haderte mit der Vorteilsauslegung des Schiedsrichters.

SVH: Sander – Rosenkranz, Peppersack (46. Jabri), Kuhn, Schnettker, Hünnies, Tütücüoglu (59. Danne), Puppe (86. Mugisha), Saraman (90. Schriek), Siepmann, Freitag
IG: Klemmer – Kusakci, Dotor-Ledo, Bouaid, Güvercin – Akyüz (67. Uysal), Yilmaz (57. Bulut) – Cabuk, Algan, Basar (64. E. Baslarli) – Gün (55. Kaya)
Tore: 0:1 Cabuk (5.), 1:1 Saraman (45.)

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