Fußball

"Blaue" heiratet BVB-Fan: So planen Sonja Scheidt und Tobias Wittwer die Hochzeit

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Geben sich am 3. August das Ja-Wort: Die Bönener Fußballerin Sonja Scheidt und Tobias Wittwer.

Am 3. August wollen sich die Bönener Fußballerin Sonja Scheidt und Tobias Wittwer vom Königsborner SV das Ja-Wort geben. Folgen sie einem Trend? Wir haben mit dem Fußballer-Paar gesprochen.

Bönen - Sami Khedira datet Melanie Leupolz. So ein wahrscheinlich wahres Gerücht. Und eine neue Konstellation. Ex-Fußballnationalspieler mit aktueller Fußballnationalspielerin, nicht mit Model oder Influencerin. Ein neuer Trend? Auf lokaler Ebene gibt es demnächst eine sportliche Traumhochzeit. Bezirksligaaufsteiger Tobias Wittwer (29) vom Königsborner SV und Sonja Scheidt (27) vom Frauen-Kreisligisten TVG Flierich-Lenningsen wollten am 7. Mai – und werden jetzt voraussichtlich am 3. August – standesamtlich heiraten. Markus Liesegang sprach mit der Bönenerin über Hochzeit in Zeiten von Corona.

Folgen Sie dem Trend, Fußballer und Fußballerin?

Das ist uns nicht bewusst. Ich dachte, das sei Zufall bei uns. Aber vielleicht sind wir ja doch dem Trend verfallen.

Wie lange sind Sie eigentlich zusammen?

Wir sind dieses Jahr zehn Jahre zusammen.

Warum heiraten Sie erst jetzt?

Ja, das musst du Tobi fragen! Aber im ernst. Wir sind ja auch noch jung, 27 und 29 Jahre. Also zehn Jahre zurückgerechnet, mit 17 und 19 – da haben wir noch nicht so ans Heiraten gedacht. Danach baut sich ja erst etwas Gemeinsames auf. Dann kommt irgendwann mal die Zeit, wo man denkt, jetzt können wir das doch mal machen.

Wo haben Sie sich eigentlich kennen gelernt, auf dem Platz?

Ja witzigerweise durch Tobis besten Freund. Und das wirklich am Rehbusch. Tobi hat damals noch beim SuS Kaiserau gespielt, ich hab mit Freunden das Fußballspiel geguckt. So kam der Kontakt. Wir waren aber erst befreundet. Wie sich das manchmal so ergibt, fanden wir uns dann doch ganz gut.

Wo haben Sie überhaupt angefangen, Fußball zu spielen und wann?

Mit zehn Jahren bei der Spielgemeinschaft SuS Lünern/VfK Nordbögge. Danach bin ich beim SuS Lünern geblieben. Und mit 15 zum BSV Heeren gewechselt. Ich komme eigentlich aus Billmerich, aber mein Onkel ist Vorsitzender in Lünern.

Zur Hochzeit. War es schwierig, einen Termin zu finden?

Wir haben uns verlobt an Heiligabend 2018. Da hatte Tobi schon einen Termin reserviert. Anderthalb Jahre Vorlaufzeit. Es war wirklich total schwierig, eine Location zu finden, die einem gefällt und wo man etwas größer feiern kann. Und es war genauso schwierig, das jetzt wieder zu verschieben. Den Mai haben wir eigentlich willkürlich gewählt, weil wir nicht noch länger warten wollten, obwohl das fußballtechnisch natürlich schlecht ist, weil wir jetzt in der entscheidenden Phase der Meisterschaft wären. Aber das fällt ja jetzt alles aus.

Wo heiraten Sie eigentlich?

Wir heiraten im Schloss Heeren und feiern dort auch. Wir haben unsere Hochzeit aber verschoben, heiraten standesamtlich voraussichtlich am 3. August. Das ist nämlich genau unser zehnter Jahrestag. Dieser Termin war uns Heiligabend 2018 noch zu lange hin. Jetzt passt es. Die kirchliche Hochzeit und Feier mit so 130 Gästen, Familie, Fußballer, Freunde, wird jetzt nächstes Jahr im März sein. Nach der letzten Verkündung der Coronamaßnahmen nach Ostern haben wir entschieden, dass wir beide Hochzeiten, kirchlich und standesamtlich, verschieben werden. Mit Masken beim Standesamt? Ohne Umarmungen und Glückwünsche entgegennehmen zu können? Und nicht zuletzt wegen des vermutlich ausfallenden Kusses. Das wollten wir auf keinem Fall. Viele haben ja gesagt, warum heiratet ihr nicht, ihr macht das doch für euch, ihr heiratet doch aus Liebe. Das tun wir auch, aber das machen wir aus genau dem Grund in drei Monaten, nur das dann alle unsere lieben Gäste und Freunde daran teilnehmen können. Das ist uns wichtig. Wir sind Teammenschen. Wir mögen es, unser Glück zu teilen. Das ist uns besonders wichtig.

Ist Fußball auch privat ein Thema bei Ihnen?

Natürlich. Tobi ist BVB-Fan und ich bin Blaue – alleine das reicht ja schon. Schalke und Dortmund, Gegensätze ziehen sich an. Bei uns wird es nie langweilig. Wir diskutieren sehr gerne über die Bundesliga. Ich muss mich als Blaue im Moment aufgrund der sportlichen Situation etwas zurückhalten.

Trainieren Sie jetzt zusammen in Coronazeiten?

Wir trainieren zusammen, zeitweise jedenfalls. Wir gehen viel joggen. Aber auch getrennt. Mal unter uns: Tobi ist wesentlich fitter als ich. Zuhause machen wir gemeinsam Crossfit-Übungen. Zum Beispiel für die Rumpfstabilität, den Aufbau von Muskeln. Wir wollen fit bleiben.

Wo wird denn ein mögliches Kind angemeldet? Ein Mädchen in Heeren, ein Junge in Königsborn oder bei der SpVg Bönen?

Wir hoffen ja erst einmal, egal ob Mädchen oder Junge, dass unser Kind überhaupt Fußball spielt. Das wäre total toll. Ich würde behaupten, da Tobias ja seine Wurzeln bei der SpVg hat, dass das die erste Anlaufstelle sein wird – wenn´s ein Junge wird. Generell ist Tobias ja auch durch meinen Schwiegervater (Anm. der Red.: SpVg-Geschäftsführer Friedhelm Wittwer) noch mit der SpVg verbunden. Für das Mädchen müssten wir gucken, was da dann möglich ist. Ansonsten sind Flierich und Königsborn ja immer gute Lösungen.

Flitterwochen, wo gehen die hin?

Eigentlich 13 Tage nach Mauritius. Aber die sind auch storniert. Jetzt geht es im Anschluss an die Hochzeit entweder auch nach Mauritius oder die Malediven. Aber mal sehen, wie die Situation dann so ist.

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