Fußball

SpVg stärkt mit Rückkehrer und Neuzugang die Zentrale

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Vor drei Jahren schnürte Björn Kempe (rechts) letztmals die Schuhe für die SpVg Bönen. Zur neuen Saison kehrt er wieder an den Rehbusch zurück.

Bönen – Das Telefon ist zum wichtigsten Arbeitsmittel von Niclas Arenz geworden. In seiner Funktion als Sportlicher Leiter der SpVg Bönen muss er auf die gewohnten Treffen mit potenziellen Neuzugängen für den Fußball-A1-Ligisten verzichten. Gute Nachrichten hat er trotzdem zu verkünden, was die Kaderplanung angeht.

Zwei Neuzugänge vermeldet Arenz für die kommende Saison, in der die SpVg den eingeschlagenen Weg Richtung Spitzengruppe weiter beschreiten möchte. Zudem seien mit einem weiteren Duo nur noch letzte Einzelheiten zu klären, wie Arenz mitteilt und auch aus dem aktuellen Kader erhielt er bislang fast nur Zusagen.

Kempe kehrt an den Rehbusch zurück

Einer der beiden Neuen ist ein alter Bekannter beziehungsweise „ein Bönener Junge“, wie Trainer Tayfun Basyigit sagt. Björn Kempe kehrt an den Rehbusch zurück, wo er zuletzt in der Saison 2016/2017 auflief und von der ersten in die zweite Mannschaft gewechselt war. Zuletzt war er beim TSC Kamen aktiv, scheiterte mit dem Klub im Sommer 2018 im Entscheidungsspiel an der IG Bönen, einem weiteren von Kempes Vereinen. „Fußballerisch ist er über jeden Zweifel erhaben“, sagt Arenz, der selbst schon mit dem 35-Jährigen zusammenspielte. Ballsicherheit und Erfahrung bringt der Rückkehrer mit. „Er ist nicht umsonst bei Kamen Stammspieler gewesen“, so Arenz. Auch Basyigit freut sich über die Verstärkung, die auch vom Vorstand abgesegnet wurde: „Er kann im Zentrum alles spielen“, so der Trainer.

Künftig mit mehr Ballbesitz

Der Coach möchte in der kommenden Spielzeit die Taktik seiner Mannschaft ändern. Die SpVg soll aktiver das Geschehen auf dem Platz gestalten, weniger auf Konter lauern. Das hatte Basyigit schon in dieser Saison vorgehabt, nahm aber aufgrund des vorhandenen Personals von seinem Plan Abstand und fokussierte sich auf eine stabile Defensive. „Wir wollen mehr Ballbesitz und mehr Stabilität ins Spiel bringen, auch mal das Spiel machen“, erklärt er sein Ziel.

Auch Burim Losay ist stark am Ball

Darauf sind die Transferaktivitäten der Bönener ausgelegt. Und dafür steht laut Arenz auch der zweite bereits feststehende Neuzugang Burim Losaj vom VfL Kamen. „Er ist stark am Ball und gut im Zweikampf. Für mich ist er ein kompletter Sechser. Er ist ein spielender Sechser und ein Beißer, beides in einem“, beschreibt Basyigit den Mittelfeldmann, mit dem er ebenso wie mit Kempe befreundet ist. Bönens Spielertrainer stand mit Losaj in Kamen und bei Rot-Weiß Unna gemeinsam auf dem Feld. Seine guten Kontakte zu Olaf Haeseler, 1. Geschäftsführer Sport beim VfL, halfen den Bönenern bei der Verpflichtung.

Öztürk und Weißenberg sind wie Neuzugänge

Mit den beiden Neuen sieht sich die SpVg in der Zentrale gut aufgestellt, die Verteidigung war im bisherigen Saisonverlauf bei nur 17 Gegentoren und elf Zu-Null-Partien (von 18 insgesamt) ohnehin sicher genug. Als Problemzone haben die Verantwortlichen die offensiven Außenbahnen erkannt. „Da haben wir zu wenig Durchschlagskraft“, sagt Arenz und ist auf dem Weg, Abhilfe zu schaffen. Die beiden laut Angabe des Sportlichen Leiters fast fixen Verstärkungen sind für diese Position gedacht. Dazu kommt Winterneuzugang Yasin Öztürk, der sich wegen der derzeit unterbrochenen Saison bislang nicht ernsthaft beweisen konnte.

Auch auf Yannic Weißenberg setzen die Bönener. Nach seiner Rückkehr aus Hilbeck im Sommer zog sich Weißenberg früh in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zu, vor der Corona-Pause war er aber schon ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Er ist wie ein Neuzugang“, sagt Arenz. Mit zwei, drei weiteren neuen Akteuren, auch für Außen, ist Arenz nach eigener Angabe so gut wie einig.

Fragezeichen nur noch hinter zwei Spielern

Dazu bleibt das aktuelle Aufgebot zusammen. Nur zwei Spieler hätten sich laut Arenz eine Bedenkzeit erbeten. „Wir sind ja prinzipiell mit unserem Kader zufrieden“, sagt der Sportlicher Leiter, der selbst weiter im Hintergrund als Spieler zur Verfügung stehen will. „Ich bin froh dabei zu sein.“

„Normal führe ich die Gespräche immer vor Ort, weil ich den Spielern auch zeigen möchte, worauf sie sich einlassen. Unsere Asche können wir schließlich nicht verheimlichen“, erklärt er. Dass ist derzeit nicht möglich, weswegen alles telefonisch läuft oder sich die Finalisierung eines Wechsels hinziehen kann. „Wenn wir auf den Platz könnten, waren das schon klar“, sagt er zu dem Duo in Wartezustand.

Noch kein Heimspiel 2020

Schwierig sei es auch, die die Auswirkungen der Corona-Krise abzuschätzen. „Wir wissen nicht, was für finanzielle Einbußen wir haben“, sagt Arenz mit Blick auf Sponsoren. Die SpVg hat im Jahr 2020 noch kein Heimspiel absolviert, also keine Einnahmen durch Eintritt und Verkauf generiert werden können.

Basyigit würde sich freuen, wenn er bald wieder seine Schützlinge am Rehbusch zum Training begrüßen könnte. Einen konkreten Plan hat er den Akteuren nicht mitgegeben. In der Kreisliga A könne er keinen zwingen. Er geht aber davon aus, dass alle genug eigenen Antrieb hätten, um sich selbstständig fit zu halten.

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