RW-Damen werden Bezirksmeister

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Michelle Schneider holte den wichtigen vierten Einzelpunkt für Bönen.

BÖNEN -  Der Tag hätte kaum schlechter anfangen können. Doch am Ende stand für die Damen des Tennisvereins Rot-Weiß Bönen ein großer Erfolg. Das Team bezwang im Finale der beiden besten Mannschaften der zwei Ruhr-Lippe-Liga-Staffeln den TC im TuS Dortmund-Brackel mit 6:3.

Dabei hatten die Bönenerinnen zu Beginn eine Schrecksekunde zu überstehen: Lena Gellenbeck – ohnehin schon angeschlagen – knickte beim ersten Ballwechsel um und musste mit einer Bänderdehnung verletzt aufgeben. Auch Sarah Tzschachmann, die für die im Urlaub weilende Judith Teuwen einsprang, lag schnell deutlich im Hintertreffen. Sie unterlag am Ende mit 1:6, 0:6. „Ihr fehlt derzeit einfach die Praxis“, sagte Trainer Peter Haukamp. Doch die Rot-Weißen ließen sich davon ebensowenig beeindrucken wie vom einsetzenden Regen. Sjoeke Nüsken war fast zeitgleich mit Tzschachmann fertig, hatte ihre Gegnerin 6:1, 6:1 bezwungen. „Sie war in allen Belangen besser“, so Haukamp.

Die zweite Einzelrunde ging komplett an die Gastgeberinnen am Südfeld. Anna Tzschachmann und Sina Rimbach lieferten sich an Position eins „im wahrsten Sinne ein Spitzenspiel“, lobte Haukamp. Tzschachmann triumphierte 6:4, 6:1 und glich damit zum 2:2 aus. Wenig später brachte Luisa Schulte-Tigges Bönen in Führung. Sie blieb damit sowohl bei den Damen als auch bei den U 18-Juniorinnen in zwölf Einzeln ungeschlagen. Michelle Schneider war ebenfalls auf Siegkurs, kam aber nach gewonnenem ersten Satz und gutem Start in den zweiten Durchgang aus dem Tritt. Doch mit dem Erfolg im Tiebreak umging sie gerade noch dem dritten Abschnitt.

So mussten die RW-Damen nur ein Doppel gewinnen. Da aufgrund von Gellenbecks Verletzung ein Punkt an Brackel ging, waren dazu zwei Chancen vorhanden. Letztlich wurden Anna Tzschachmann/Schulte-Tigges ihrer Favoritenrolle trotz einer Schwächephase nach hoher Führung im ersten Satz gerecht. Nach dem 6:4, 6:2-Erfolg war die Bezirksmeisterschaft für Bönen perfekt.

Daraufhin gab auf dem anderen Platz Rimbach beim Stand von 7:6, 3:1 für Rot-Weiß auf. Die Dortmunderin leidete an einer Mandelentzündung, hätte eigentlich gar nicht spielen dürfen. Sie war nicht die einzige Gästespielerin, die gesundheitlich angeschlagen war. Schneider/Nüsken hatten sich zu diesem Zeitpunkt nach einem 2:5-Start aber längst in die Begegnung reingekämpft und den Punkt zum 6:3-Erfolg redlich verdient. „Ein schöner Abschluss“, sagte Haukamp zum Titelgewinn, „aber der Aufstieg war wichtiger.“

Ergebnisse: A. Tzschachmann – Rimbach 6:4, 6:1; Gellenbeck – Boll 0:0 Aufgabe; Schneider – Wuthold 6:2, 7:6; Nüsken – Kleihege 6:1, 6:1; Schulte-Tigges – Wojanowski 6:1, 6:3; S. Tzschachmann – Jeschka 1:6, 0:6; A. Tzschachmann/Schulte-Tigges – Boll/Wojanowski 6:4, 6:2; Schneider/Nüsken – Rimbach/Jeschka 7:6, 3:1 Aufgabe Brackel; Gellenbeck/S. Tzschachmann – Wuthold/Kleihege kampflos an Brackel

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