FUSSBALL

IG als Spitzenreiter gegen das Team der Stunde

+
Wegziehen gilt nicht: Im Spitzenspiel gegen Westönnen muss die IG-Defensive um Samet Akyüz, Hüseyin Kücük, Miguel Dotor-Ledo und Wynal Medjignia (von links) wieder aggressiv auftreten.

Bönen - Das dritte Spiel in sieben Tagen steht für die IG Bönen am Mittwoch an. Trainer Ferhat Cerci klagte schon nach dem 1:0-Sieg beim TuS Germania Lohauserholz, dass seine Spieler platt seien. Doch da muss sich der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga jetzt durchkämpfen, soll es mit dem erhofften Aufstieg klappen.

Besonders die Nachholpartie gegen Rot-Weiß Westönnen, die um 19.30 Uhr erneut auf dem Kunstrasen in Rhynern angepfiffen wird, hat es dabei in sich. Das Team aus dem Werler Vorort spielt eine ausgezeichnete Rückrunde mit neun Siegen in neun Partien und hat sich damit auf den dritten Rang vorgearbeitet. „Das ist eine spielstarke Truppe, die seit Jahren eingespielt ist“, sagt Cerci: „Wir wissen um die offensive Qualität des Gegners, aber wir wissen aus dem Hinspiel auch, dass die Defensive wackeln kann.“ In den vergangenen elf Partien kassierte RWW allerdings nur sieben Gegentreffer.

Das im Februar abgesagte Aufeinandertreffen ist zum Spitzenspiel mutiert, denn mit dem insgesamt sogar schon zwölften Erfolg in Serie könnte Westönnen die eigenen Hoffnungen auf Platz eins am Leben erhalten. Auf der anderen Seite würden die Bönener mit einem Sieg einen weiteren Konkurrenten abhängen. Die Gäste sind noch aus einem anderen Grund motiviert: Bei der 0:3-Pleite im Hinspiel blieben sie hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. Nun wollen sie es besser machen.

Westönnen dominiert gegen Cappel

Die Meisterschaft sei aber kein Thema, heißt es aus dem Westönner Lager. Die mögliche Aufstiegsrelegation der Tabellenzweiten reize jedoch schon. Zuletzt untermauerte RWW die Ambitionen mit einem Erfolg gegen den Vierten SuS Cappel. Das Ergebnis von 1:0 spiegelte dabei den Spielverlauf nicht wider, die Werler dominierten den Mitkonkurrenten, gegen den die IG am vergangenen Donnerstag ebenfalls ein Nachholspiel in Rhynern 2:3 verloren hatte.

Im Gegensatz zu den beflügelt aufspielenden Westönnern um ihre Toptorjäger Steffen Eschmann (22 Treffer) und Michael Heinz (20) scheint der IG momentan die Leichtigkeit zu fehlen. Der Tabellenführer hat keinen Schwung aus dem emotionalen 4:3-Sieg aus dem Spitzenspiel in Drensteinfurt mitnehmen können. Nach der Niederlage gegen Cappel folgte ein wenig inspirierter Auftritt in Lohauserholz (1:0).

"Uns fehlt die Frische"

Die ersten Auftritte im Jahr 2019 waren zwar erfolgreich und souverän, aber wenig glänzend. Die Dominanz der Hinrunde ist futsch. „Wir müssen unsere Leistung steigern. Derzeit spielen ein, zwei Spieler unter ihren Möglichkeiten. Uns fehlt die Frische“, meint Cerci und überlegt, ob er mehr rotieren soll. Schließlich steht an Ostermontag bereits das nächste Spiel an.

Seiner Mannschaft gab er am Montag eine Trainingspause. „Es ist wichtig für den Kopf, mal frei zu bekommen“, erläutert der Coach. Ausreden will er ob des straffen Programms der IG im April allerdings keine gelten lassen. „Das ist ein Topspiel, da muss sich man in den 90 Minuten zusammenreißen und alles aus dem Körper rausholen.“

Für Al Berdan kommt die Startelf zu früh

Fraglich bis unwahrscheinlich sind die Einsätze von Can Bozkurt (Pferdekuss im Oberschenkel aus dem Lohauserholz-Spiel) und des angeschlagenen Muhammed Buluts, der schon am Sonntag fehlte. Angreifer Mustaq Al Berdan ist nach Bänderverletzung wieder im Training, für die erste Elf sei es aber noch zu früh, so Cerci.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare