Betrugsvorwurf: IG überdenkt weitere Schritte

BÖNEN ▪ Die von Gurbet Spor Bergkamen erhobenen Betrugsvorwürfe gegen den Fußball-Kreisligisten IG Bönen haben am Wochenende hohe Wellen geschlagen. Der IG-Vorstand zeigt sich entrüstet und überdenkt nun seine nächsten Schritte.

Nicht nur auf www.WA.de schlug die Nachricht ein, sondern auch bei der vom Gurbet-Vorsitzenden Adnan Göleli beschuldigten IG. „Wie auch immer die Sache ausgehen wird; wir gehören schon jetzt zu den Verlierern. Durch die Anschuldigungen ist nicht nur unser Ruf beschädigt worden. Wir können dadurch auch nicht für die neue Saison planen“, sagt der Sportliche Leiter und Vorstandssprecher Peter Thiemann.

Das muss die IG aber in besonderem Maße, denn durch den 4:0-Sieg über Gurbet Spor hat sie sich für die Bezirksliga qualifiziert – zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte.

Der IG-Vorstand hat am Wochenende sein weiteres Vorgehen besprochen, will seine Karten aber noch nicht auf den Tisch legen. Eine Option ist offenbar der Gang vor ein ordentliches Gericht.

„Wir lassen die Sache jetzt erst einmal auf uns zukommen. Bevor wir nicht Konkretes wissen, können wir auch wenig tun. Wir sind im Moment alle etwas fassungslos. Wir haben für das Spiel gegen Gurbet extra Assistenten und Verbandsaufsicht angefordert. Warum sollten wir dann so etwas tun?“, so Thiemann.

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Entscheidungsspiel in der Kreisliga A angesetzt

Thiemann verweist zudem darauf, dass Gurbet bei den fünf klaren Niederlagen, die der Partie gegen die IG vorausgegangen waren, ebenfalls keine oder nur wenige Auswechselspieler zur Verfügung gehabt hatte. Das ist Gölelis Vorwurf: dass zwei seiner Spieler von IG-Seite mit Geld dazu gebracht worden seien, nicht oder nicht gut zu spielen. Göleli glaubt, ihn durch mitgeschnittene Gespräche beweisen zu können.

Am Montag wird sich Eberhard Petri, der Vorsitzende der Kreisspruchkammer, mit Göleli treffen. Verhandelt wird der Fall am Dienstag, 3. Juli, im Bönener Gasthof Timmering. „Ich gehe davon aus, dass ich verhandeln muss. Entweder, Herr Göleli sagt die Wahrheit, dann muss jemand bestraft werden, oder er sagt die Unwahrheit, dann muss er bestraft werden“, sagte Petri gegenüber WA.de.

Vorsichtshalber hat der Vorstand des Fußball-Kreises Unna/Hamm bereits jetzt das Entscheidungsspiel der punktgleichen IG-Verfolger TSC Hamm und VfL Mark für 4. Juli, 19 Uhr, in Wiescherhöfen angesetzt. Der Sieger der Partie steigt in die Bezirksliga auf, wenn die Kreisspruchkammer der IG den Aufstieg verwehren sollte. ▪ sst

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