Geschick geht vor beim Autoslalom

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Beim Autoslalom gilt es, fehlerfrei und möglichst schnell den Pylonen-Parcours zu bewältigen.

BÖNEN -  Kurz vor dem Ende der Veranstaltung wurde es noch einmal hektisch im Fahrerlager. Dunkle Wolken hatten Regen über das Gelände der Firma Kik-Textilien im Bönener Industriegebiet gebracht. Also mussten die Fahrer schnell die Regenreifen aufziehen, um beim 46. Bergkamener Autoslalom den nötigen Grip für gute Zeiten zu haben.

Bis dahin hatte das Wetter die Motorsportfreunde Overberge, die am Ostersonntag sowie -montag das PS-Spektakel ausrichteten aber nicht im Stich gelassen. Und so freute sich der 1. Vorsitzende Klaus-Dieter Rogalski, dass die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen ist. 125 Starter waren es an den beiden Tagen, die die Slalomstrecke in Angriff nahmen. 2013 war noch die Hundertermarke unterschritten worden. Und auch die Zuschauerresonanz stimmte die Veranstalter zufrieden.

Zu guter Letzt mischte der Ausrichter auch bei der Pokalvergabe mit. So landete Nino Mimuth aus Kamen am Sonntag beim nationalen ADAC-Autoslalom der Kategorie A, bei dem es um Punkte für den „Sauerland-Cup“ geht, mit seinem Opel Kadett C Coupe auf Rang drei. „Das kann sich sehen lassen“, lobte Rogalski, schließlich waren am Sonntag die Könner am Start. Unter der Schirmherrschaft von Bönens Bürgermeister Rainer Eßkuchen holte sich der Delbrücker Philipp Hantkämper mit seinem VW Golf vor Christian Kramer aus Bad-Laasphe, ebenfalls Kadett C, den Gesamtsieg. Siebter wurde Friedhelm Rezun vom MSF vor seinem Overberger Vereinskollegen Reiner Eggenstein. Schnellste Frau war Natalie Kafka in einem Suzuki Swift. Wichtig aus Sicht von Rogalski war allerdings auch, dass alle 69 Teilnehmern unfallfrei die 2500 Meter lange Strecke bewältigten.

Das galt auch für die 56 Starter am Montag, die sich für den ADAC-Clubslalom um den Lippe-Ems-Pokal angemeldet hatten. Den bei diesem Wettbewerb können auch Anfänger mitmachen, die einmal ihr Geschick an Lenkrad, Gaspedal und Bremse testen wollten. Es gewann am Ende aber ein Könner und der wahrscheinlich bekannteste Teilnehmer in Bönen: Viktor Smolski spielt Gitarre in der Metalband Rage, deren Song „Straight to Hell“ Pro-Sieben-Zuschauern als Sound für Stefan Raabs Stock-Car-Rennen bekannt sein wird. Der Beckumer ist regelmäßiger und auch erfolgreicher Teilnehmer an 24-Stunden-Rennen und setzte sich in Bönen mit seinem Porsche Carrera S in der Gesamtwertung durch. Ihm folgten Andreas Völke aus Siegen mit einem weiteren Opel Kadett C und der Erkrather Andreas Leiendecker in einem Renault Clio. Bester MSF-Fahrer war Ulrich Kramer auf Rang zehn. Schnellste Frau die Wuppertalerin Andrea Bing, die mit ihrem BMW 316i seit Jahren Stammgast in Bönen ist.

Dass Feingefühl am Steuer und das Gespür für die richtige Geschwindigkeit auch im Alter möglich sind, bewies Erhard Engelmann. Der 81-Jährige aus Bad Berleburg ließ sich einen Start an Ostern ebenfalls nicht nehmen. Dabei reichte es letztlich zwar nicht zu einer vorderen Platzierung, doch Engelmann, 1967 und 1972 immerhin Deutscher Meister im Autoslalom, blieb in allen drei Wertungsläufen am Sonntag fehlerfrei. Am Ende des Tages ärgerte er sich dennoch, hatte Engelmann doch mit seinem Renault im Training eine schnellere Zeit abgerufen. -  bob

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