SpVg-Trainer zieht Vorbereitungs-Zwischenbilanz:

Tayfun Basyigit will das Bönener Spiel variabler machen 

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Trainer Tayfun Basyigit (rechts) mit Co-Trainer Dördelmann (Mitte) und dem Sportlichen Leiter, Arens.

Die SpVg Bönen befindet sich mitten in der Vorbereitung auf die Saison 2020/21 in der Fußball-Kreisliga A1 (Unna-Hamm) und hat bereits drei Testspiele absolviert. Trainer Tayfun Basyigit zieht im WA-Gespräch eine Zwischenbilanz.

Bönen - Zwei Siege gegen Gegner aus der Kreisliga B, eine 3:9-Klatsche beim Landesligisten SSV Mühlhausen – das ist die bisherige Testspielbilanz der SpVg Bönen im Rahmen der Vorbereitung auf die Saison in der Fußball-Kreisliga A1 (Unna-Hamm). Hauptaufgabe von Trainer Tayfun Basyigit und Co-Trainer Hendrik Dördelmann ist es, die zahlreichen Zugänge und Rückkehrer (so Yannik Weißenberg nach Kreuzbandriss) zu integrieren. Markus Liesegang sprach mit Basyigit über die bisherige Vorbereitung und die Erwartungen an die Mannschaft. 

Was ist Ihr Eindruck nach den drei Testspielen? 

Das Spiel gegen Mühlhausen war definitiv ab der 60. Minute ein Weckruf. Die letzten 30 Minuten haben wir kaum mehr verteidigt, geschweige denn, nach vorne gespielt. Meine Spieler waren stehend K.o. Wohlgemerkt, Mühlhausen hatte schon um elf Uhr morgens trainiert. Die waren uns nicht nur konditionell nicht nur eine, sondern mindestens zwei Klassen voraus. Ich habe das den Spielern beim Montagstraining auch gesagt, dass wir in der Coronazeit nicht wirklich fleißig gewesen sind. Wir wissen jetzt durch dieses Spiel, was wir aufzuarbeiten haben. Und wie viel Arbeit wir noch vor uns haben. Es war aber nicht alles negativ an diesem Spiel. Sicherlich ist Mühlhausen nicht unser Maßstab. Bis zum 4:3, bis zur 55. Minute, haben wir Wege zugestellt, Räume eng gemacht. Dann ist es besonders ärgerlich, wenn man auf 4:3 dran ist und dann stehend K.o.

Laufwege müssen noch einstudiert werden

 Wo hapert es denn noch, außer an der Kondition? 

Klar müssen wir noch unsere Laufwege einstudieren. Wir haben ja acht Neuzugänge, die es zu integrieren gilt. Da geht es darum, wie verhält er sich, will er den Ball lieber in den Fuß oder in den Lauf haben. Das muss verfeinert werden. 

Einige Neuzugänge waren bisher gar nicht dabei? 

Dennis Schlenkhoff ist noch angeschlagen, hat eine leichte Patellasehnenverletzung mitgebracht. Björn Kempe hat die ersten zehn Tage mittrainiert, hat sich dann auf Montage die Schulter ausgekugelt und ist jetzt wieder angeschlagen. 

Premiere für das 3-5-2 im Test gegen SuS Rünthe

Gegen die B-Ligisten habt ihr auf Ballbesitz gespielt. Gegen Mühlhausen hat man gesehen, dass das gegen hoch stehende Gegner nicht funktioniert. Das Mittel, steil auf den schnellen Robin Gessinger zu spielen, ist ziemlich durchschaubar. Gibt es einen Plan B? 

Richtig. Gegen SuS Rünthe, nächste Woche Freitag, werden wir mit einem 3-5-2 spielen, das macht das Spiel variabler. Aber wenn du Offensivpressing spielen möchtest, reicht ja schon einer aus, der pennt, dass es für uns gefährlich wird. 

Neuzugänge wurden super aufgenommen

Serkan Cengiz ist ja ziemlich auffällig bisher. Was sagen Sie zu den anderen Neuzugängen. Ist das für Sie schon zu beurteilen? 

Hmm. Die wurden super aufgenommen. Jeder von ihnen versucht, auf Limit zu kommen, tut sein Bestes. Aber mehr kann ich dazu wirklich noch nicht sagen, ob sich schon einer in die erste Elf reingespielt hat. Es hat sich noch gar keiner in die erste Elf gespielt. Die machen sich aber gut, haben uns definitiv in der Breite verstärkt. 

Was ist die Rolle von Hendrik Dördelmann eigentlich? Sie haben das Coachen beim Spiel gegen Kamen in der Pause ihm überlassen. 

Hendrik ist weiterhin Co-Trainer, aber für uns beide macht das keinen Unterschied, ob ich das jetzt mache oder er das jetzt macht. Ich hab mich da bewusst zurückgezogen, weil die Vorgabe war, gegen diesen Gegner mit fünf Toren Unterschied zu gewinnen. Wenn nicht, wären wir Freitag in den Wald gegangen. Die Vorgabe war also klar, deswegen habe ich es nicht für nötig empfunden, die Ansprache in der Pause zu halten. 

Test gegen den BSV Heeren am 9. August

Der BSV Heeren am Sonntag (15 Uhr, Rehbusch) ist ein Gegner auf Augenhöhe. Ist das ein erster echter Test? 

Dem kann ich mich anschließen. Wir werden jetzt auch nicht mehr so oft durchwechseln. Wir müssen jetzt langsam die erste Elf finden. Ich konnte aber auch vermitteln, dass jeder Spieler für uns wichtig bleibt. Es gibt Rote Karten, Verletzungen, Urlaubszeit. Das zeigt ja auch die Erfahrung: Die vermeintlichen Nummern 16 bis 18 wurden auf einmal so wichtig, dass sie durchspielen. 

Wer sind die vermeintlichen Nummern 16 bis 18? 

Das kann ich dir ja nicht sagen, dann ist ja die Motivation beim Spieler weg.

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