Handball

Abenteuer Oberliga: "Wer nicht zurückläuft, verliert"

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Fynn Klein erhielt ein Sonderlob für seine starke Vorbereitung von RSV-Trainer Thomas Wollek.

Bönen - Die Qualifikation war mit erheblichen Strapazen verbunden. Doch wenn am Wochenende die Oberliga-Saison für die B-Jugend-Handballer des RSV Altenbögge losgeht, soll sich der Einsatz gelohnt haben. Deshalb fuhr Trainer Thomas Wollek das Programm in den Ferien nicht herunter. Die Aufgaben werden für den Verbandsliga-Meister des Vorjahres schließlich nicht gerade kleiner.

„Es wird uns alles abverlangt werden. Wer den Start verschläft, hat schon verloren“, rechnet Wollek damit, dass sich seine Mannschaft keine Auszeiten gönnen darf. Gleiches gilt für ihn für die Aufmerksamkeit im Spiel: „Das Tempo wird megagroß sein. Wer nicht zurückläuft, der verliert“, rechnet der RSV-Coach mit schnellen Angriffen der Konkurrenz. Da will er mithalten und hat in den vergangenen Wochen am Umschaltspiel getüftelt. Zumindest so gut er das konnte, denn die Renovierung des Hallenbodens zwang auch ihn zum Improvisieren. Neben Einheiten in der Goethehalle traf sich das Team auch auf dem Sportplatz und im Fitnessstudio. Testspiele fanden auswärts statt. Mit den Auftritten dort war Wollek zufrieden. So schlugen die Bönener den B-Junioren-Verbandsligisten JSG Menden Sauerland mit 34:19, kassierten gegen die A-Jugendlichen der Wölfe eine knappe Zwei-Tore-Niederlage und schlugen zuletzt die A-Jugend des Soester TV (ebenfalls Verbandsliga) mit 31:30. Dazu hat der RSV zuletzt ein Turnier in Gevelsberg gewonnen, sich dabei im Finale gegen den HC Heeren durchgesetzt. Was Wollek unter anderem auffiel: Die Bönener müssen sich erst wieder an das Spiel mit Harz gewöhnen, es war in der Goethehalle schließlich nicht erlaubt.

Nach der Qualifikation für die Oberliga hat der RSV noch einen Neuzugang an Land gezogen. Tim Krönfeld von der HSG Gremmendorf/Angelmodde ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet und agiert am liebsten im rechten Rückraum. „Er ist ein Wahnsinnstyp. Er trainiert fünf Mal in der Woche, plus die Spiele am Wochenende und ist für uns die perfekte Ergänzung zu Tim Baeck“, ist Wollek begeistert. Mit Krönfeld haben die Altenbögger im Rückraum fast alle Positionen doppelt besetzt.

Die Vorbereitung nutzte der Trainer auch zur Arbeit an der Deckung. So wechselte er vom in der Vorsaison favorisierten 5:1-System auf ein 6:0 mit offensiven Außen, weil er sich davon mehr Kompaktheit erhofft. Fynn Klein hat sich dabei zu einem Hauptstabilisator in der Abwehr entwickelt. Dem Kreisläufer erteilte der Coach ein Sonderlob, aber auch andere seien in guter Frühform. Max Vogt habe zudem einen Schritt nach vorne gemacht.

Was für sein Team am Ende in der Oberliga möglich ist, kann der Trainer nur schwer vorhersagen. Die Gegner aus den Handball-Hochburgen Minden, Lemgo und Nettelstedt werden kaum zu schlagen sein, auch Ahlen und Letmathe seien stark. Mit den anderen Teams der 10er-Liga sieht Wollek seine Mannschaft auf Augenhöhe, wenn sie denn alles abruft. Denn sonst, das ist klar, wird der RSV verlieren.

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