Sabrina Enkirch hat Benzin im Blut

+
Das Rennsportpaar Colin Lohmann und Sabrina Enkirch fuhr auch in Bönen beim Autoslalom des MSC Overberge mit. 

BÖNEN - Mit ihrem zweiten Lauf war Sabrina Enkirch gar nicht zufrieden. In einer Zeit von 1:19,08 Minuten hatte die 25-Jährige aus Herdorf die 1000-Meter-Slalomstrecke fast drei Sekunden langsamer als im ersten Durchgang (1:16,32) umkurvt. Trost spendete Klaus-Dieter Rogalski. „Das wird schon“, urteilte der Vorsitzende der Motorsportfreunde Overberge.

Der Verein richtet seit 2003 am Osterwochenende den ADAC-Slalom auf dem Anlieferungsgelände des Bönener Textildiscounters KiK aus. Insgesamt war es bereits die 47. Auflage dieser Veranstaltung für Amateur-Rennfahrer mit Punktewertungen für verschiedene Länderpokale wie Lippe-Ems und Südwestfalen-Trophy. Deswegen wird Bönen auch jedes Jahr zum Pilgerort der Motorsportfans von Ostwestfalen bis Siegerland und Westerwald, wo Enkirch wohnt.

Sie sitzt erst seit 2014 im Opel Corsa des MSC Rallyefreunde Niederndorf. Sie kam über ihren Freund Colin Lohmann zum Autoslalom. „Der hat mich einfach angemeldet“, erzählte sie ihren simplen Weg in den Rennsport. Die „Niederndorfer“ reisten zu neunt mit zwei Fahrzeugen an. Und Enkirch ist nicht die einzige Frau beim Autoslalom 2015. „Die Zahl der Mädchen nimmt seit Jahren zu“, bemerkt Rogalski. „Und ich fahre ganze Serien des Deutschen Motorsportbunds wie den Siegerland-Pokal“, gibt Enkirch zu, inzwischen Benzin im Blut zu haben.

Bildergalerie:

ADAC-Slalom der MSF Overberge in Bönen 

Die beste Frau des ersten Tages wurde übrigens Daniela Kramer aus Bad Laaspe. Die Kadett-Pilotin bestätigte die Aussage Rogalskis, dass die Frauen auf dem Vormarsch seien. Sie platzierte sich nämlich in der Gesamtwertung weit vorne auf dem fünften Platz (4:47,96 Minuten).

Am Sonntag zum Auftakt der Slaloms bewältigen 59 Starter die drei Runden des 2500 Meter langen Kurses. Schnellster in der klassenübergreifenden Wertung war der Detmolder Dirk Schäfertöns auf einem Opel Kadett C. Er durchfuhr die 7,5 Kilometer in einer Gesamtzeit von 4:26,99 Minuten. Und Schäfertöns fuhr in 1:28,68 Minuten gleich zweimal die schnellste Runde.

Am Ostermontag gab es dann 146 Starts. 73 Motorsportler umkurvten in zwei Wertungsläufen die Pylonen. Schnellster war Dirk Schmidt aus Unna, der für den MSC Lünen startet. Er brauchte für das Durchfahren der 1000 Meter langen Strecke auf seinem Kadett C für beide Durchgänge 2:16,32 Minuten. Die beiden für den Veranstalter startenden Hammer Andre Reichel (2:18,60) und Ulrich Kramer (2:34,82) waren auf dem Opel „Rennwagen“ ebenfalls gut dabei.

Rogalski hatte allerdings mit mehr Zuspruch gerechnet. Die Veranstaltung litt aber unter dem Regen, der gegen Mittag einsetzte. „Das hat wohl einige davon abgehalten, zu melden“, erklärte der Vorsitzende der Motorsportfreunde. In der Klasse 12, der leistungsstärksten verbesserten Fahrzeuge über 2000 Kubikzentimeter Hubraum, starteten diesmal nur zwei BMW. Insgesamt gesehen war der Clubchef aber durchaus zufrieden. Dadurch, dass Catering-Zelt, technische Abnahme und Fahrerlager diesmal auf dem KiK-Mitarbeiterparkplatz konzentriert wurden, war dort auch was los: „So mittendrin zu sein, ist ja für die Zuschauer nicht schlecht“, fand Rogalski. J ml

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare