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Beim RSV reißt nach der Pause der Faden

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Von: Boris Baur

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Mit einem Cut am Kinn  musste Dominik Weigel in Steinhagen vorübergehend behandelt werden.
Mit einem Cut am Kinn musste Dominik Weigel in Steinhagen vorübergehend behandelt werden. © Liesegang Markus

Der RSV Altenbögge hat eine gute Gelegenheit verpasst, die Differenz zu den Abstiegsplätzen in der Handball-Verbandsliga weiter zu vergrößern. Bei der zuvor punktlosen SpVg Steinhagen verloren die Bönener am Ende deutlich mit 25:30 (13:11), weil sie nach der Pause den Faden verloren.

Steinhagen – „Wir müssen lernen, immer 100 Prozent zu geben und nicht halbherzig hinzugehen. Vielleicht war das nach den Erfolgen zuhause nicht schlecht, diese Niederlage zu kassieren. Wir werden daraus lernen“, sagte RSV-Coach Jens Schulte-Vögeling. Bei bislang 7:1 Punkten in der heimischen MCG-Halle unterlag Altenbögge am Sonntagabend zum zweiten Mal auswärts.

Diesmal jedoch nicht gegen Spitzenreiter Herne, sondern in Steinhagen bei einem Abstiegskandidaten. „Das ist auch noch Verbandsliga, da ist immer noch Qualität“, meinte Schulte-Vögeling, der schon vor der Partie aufgrund der Tabellenkonstellation gemahnt hatte.

Beide Kreisläufer zwischenzeitlich raus

Der erste Rückschlag ereilte die Bönener schon vor dem Anpfiff. Kreisläufer Christopher Zacharias verletzte sich beim Warmmachen, zog sich vermutlich einen Muskelfaserriss zu. Dennoch gehörte die Startphase den Gästen, die dank Toren von Sören Feldmann (2), Jonas Gerke, Eike Jungemann und Laurens Stoffer 5:2 in Führung gingen (8.).

Dann musste mit Dominik Weigel auch der zweite Mann am Kreis passen – wenn auch nur vorübergehend. Er hatte sich einen Cut am Kinn zugezogen und konnte rund zehn Minuten, bis die Blutung gestoppt war, nicht mehr mitwirken. Schulte-Vögeling monierte den dritten Gesichtstreffer bei Weigel, ohne das ein Steinhagener eine Zeitstrafe erhielt.

„Da war viel Durcheinander, wir haben das aber ganz gut überstanden“, meinte der RSV-Trainer zum Verlauf von Durchgang eins. Die Gastgeber glichen zwar zum 6:6 aus (16.), die Altenbögger behielten jedoch die Oberhand, führten zur Pause mit 13:11. „Wir haben den Ball gut laufen lassen und unsere Sachen durchgespielt“, lobte Schulte-Vögeling den ruhigen Auftritt seiner Mannen.

Steinhagen kauft Altenbögge den Schneid ab

Die Pause brachte allerdings einen Bruch ins Spiel der Gäste. „Wir haben uns von Steinhagen in der zweiten Hälfte den Schneid abkaufen lassen“, meinte Schulte-Vögeling. Hinten kam der RSV nun zu oft einen Schritt zu spät, hatte zu wenig Kontakt zu den Schützen der SpVg. Den Steinhagenern gelang es immer wieder, ihre wurfgewaltigen Akteure in Szene zu setzen. „Wenn sie einen freien Wurf hatten, war der auch drin. Und sie haben es gut gemacht, die Leute freizuspielen“, sagte der Bönener Trainer.

Bis zum 18:16 (38.) blieben die Gäste noch vorne, dann glich die SpVg aus (40.), beim 21:20 gingen die Hausherren angefeuert von den Heimfans erstmals in Führung (44.) – und waren nur sieben Minuten später auf 25:21 davongezogen. „Uns fehlte vorne die Durchschlagskraft“, meinte Schulte-Vögeling zu den entscheidenden zehn Minuten, als seinem Team nur ein Siebenmetertor von Sören Feldmann gelang.

In der Schlussphase vermochte der RSV der Begegnung keine Wende mehr zu geben.

RSV: Wollek (1.- 40.), Ihssen (40.-51.), Kleeschulte (51.-60.) – Gerke (3), Florian (3), Stoffer (2), Feldmann (7/4), Weigel (2), Zacharias, Tröster (3), Fröhling, P. Isenbeck, Jungemann (5)
Siebenmeter: 4:4 (Feldmann 4/4)
Zeitstrafen: 4:5 (Weigel 3, Fröhling 2)
Spielverlauf: 1:3 (4.), 2:5 (9.), 6:6 (16.), 8:8 (22.), 9:12 (27.), 11:13 (29.) – 15:17 (37.), 18:18 (40.), 22:20 (45.), 26:22 (53.), 28:24 (55.), 30:25 (60.)

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