Spielstarke Masters-Vorrunde in Bönen

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Ein glückliches Händchen bewies André Breitenreiter, Trainer des SC Paderborn, bei der Auslosung des Warsteiner Masters. Hier flachst er mit Turnier-Organisator Dieter Bethlehem.

WARSTEIN/BÖNEN - Das Feld kann sich sehen lassen, die Bönener Zuschauer sich auf schöne Begegnungen freuen: Mit der Auslosung der Vorrunden-Gruppen begann am Dienstagabend der Countdown für die große Hallenfußball-Turnierserie des Warsteiner Masters. Am 4. und 5. Januar richtet die SpVg Bönen in der Goethehalle die ersten Runden aus.

„Bönen ist die sportlich stärkste Halle“, sagte Organisator Dieter Bethlehem beim Blick auf das Tableau der 19. Auflage. Mit dem viermaligen Turniersieger Westfalia Rhynern und dem Neuling ASV 09 Dortmund bilden zwei Oberligisten die Gruppenköpfen für ein dahinter ebenfalls eloquent besetztes Starterfeld mit 14 Mannschaften. Die SpVg und die IG Bönen werden schon darum kämpfen müssen, die Vorrunde zu überstehen. Beide treffen schon in der Gruppenphase aufeinander. Nicht dabei ist diesmal der TVG Flierich-Lenningsen, der im Vorjahr noch einen guten fünften Platz in der Zwischenrunde erreicht hatte. Der VfK Nordbögge nimmt erneut nicht an Hallenturnieren teil.

Die Gruppen hatte mit André Breitenreiter ein absoluter Fachmann ausgelost. Der Trainer des SC Paderborn überrascht gerade mit dem Bundesliga-Aufsteiger die Konkurrenz. Breitenreiter hatte für die Goethehalle überhaupt nur zwei B-Ligisten in der Trommel – und einer davon hatte im Vorjahr bei der Premiere in Bönen bereits für Furore gesorgt, war am Ende bis zur Endrunde nach Werl gestürmt. Die Finalspiele finden in diesem Winter am 26. Januar statt. Der Sieger des Turniers in Bönen qualifiziert sich dafür direkt. Die Zweit- und Drittplatzierten bestreiten einen Tag zuvor die Lucky-Loser-Runde. In der Vorrunde am Samstag, 4. Januar, in Bönen scheidet lediglich der Letzte aus, die Mannschaften auf den Gruppenplätzen vier bis sechs spielen am Sonntag ab 13 Uhr um das Weiterkommen in die Zwischenrunde, die die jeweils drei besten Teams direkt erreichen.

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Dass sich die Qualität der Mannschaften in Bönen so erhöht hat, liegt an den neuen Teilnehmern. „Wir hatten viel Zuwachs aus dem Ruhrgebiet“, erklärt Bethlehem mit Blick auf die 140 Vereine, die sich angemeldet haben. Das sind 14 mehr als bislang, denn die Organisatoren haben einen weiteren Standort für eine Vorrunde aufgenommen. Nun wird wegen der größeren Nachfrage im Raum Paderborn neu in Delbrück gespielt. „Damit ist jetzt auch Ende im Gelände“, will Bethlehem die Serie nicht weiter aufblähen.

Die zehnte Vorrundenhalle ist nicht die einzige Neuerung beim Masters. Unfreiwillig mussten die Veranstalter auch auf die Änderungen durch den Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) eingehen, der Futsalregeln eingeführt hat (s. Erläuterung unten). „Ich hoffe, dass es dem Hallenfußball nicht schadet“, ist Bethlehem skeptisch. Die Wahl des Balles überließ er dabei den Ausrichtern, die sich für die sprungreduzierte Futsalkugel entschieden. „Wenn wir aber bei dem Turnier in Hilbeck und bei den Werler Stadtmeisterschaften feststellen, dass ist gähnend langweilig, werden wir so flexibel sein, dass noch zu ändern“, hofft sich Bethlehem, der derzeit auch Kassierer beim SV Hilbeck ist, Erkenntnisse aus den vorher stattfindenden Veranstaltungen.

Für alle Spieler gibt es übrigens einen besonderen Anreiz, denn es winkt ein Spiel einer Masters-Auswahl gegen die Profis vom SC Paderborn im Sommer. Dazu werden in jeder Halle je ein Defensiv- und ein Offensivakteur (sowie jeweils einer auf jeder Position als Reserve) gewählt, die zusammen mit den beiden besten Torhüter, dem erfolgreichsten Torschütze und dem besten Spieler ein Team bilden. - bob

Halle Bönen

Vorrunde, Samstag, 4. Januar, 13 Uhr

Gruppe 1: SV Westf. Rhynern, TSC Kamen, BSV Heeren, SpVg Bönen, Tamilstars Dortmund, SG Bockum-Hövel, IG Bönen

Gruppe 2: SC Aplerbeck, SC Buer-Hassel, Menden Turk Gücü, BV Westfalia Wickede, SSV Hamm, TuS Wiescherhöfen, SVF Herringen

Modus: Die drei Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich für die Zwischenrunde, die Vereine von Platz vier bis sechs erreichen die Quali-Runde.

Quali-Runde: 5. Januar, 13 Uhr

Modus: Die sechs Mannschaften spielen „Jeder gegen jeden“. Die zwei Erstplatzierten qualifizieren sich für die Zwischenrunde.

Zwischenrunde: 5. Januar, 15.30 Uhr

Modus: Der Erste qualifiziert sich direkt für die Endrunde. Die Zweit- und Drittplatzierten aus allen Hallen qualifizieren sich für die Lucky-Loser-Runde.

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