Ein Aufstieg für das Erinnerungsalbum

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Antje Schönhütte, Linda Tewes und Kim Varlemann (von links) wollen am Wochenende mit der TuS-Reserve gegen Schwerte den Aufstieg perfekt machen.

BÖNEN -  Die Erinnerung an den letzten Spieltag der vergangenen Saison ist noch frisch, auch weil es eine bitteres ist. Damals entriss die SG Schwerte II der zweiten Damenmannschaft der TuS Bönen die Tabellenführung der Volleyball-Bezirksklasse und damit den direkten Aufstieg. Gegen eine in dieser Partie eingesetzte Oberliga-Spielerin fand Bönen keine Mittel. Die TuS schaffte den Sprung in die Bezirksliga auch über den Umweg der Relegation nicht und dreht aktuell eine Ehrenrunde in der tieferen Klasse.

Am vorletzten Spieltag der laufenden Saison wiederholt sich die Geschichte: Bönen empfängt am Sonntag (15 Uhr/Goethehalle) als Spitzenreiter den Zweiten zum Showdown um den Aufstieg – und der kommt wieder aus Schwerte. VV Schwerte heißt die Mannschaft des Fusionsklubs aus SG und Phönix diesmal. „Wir wollen nicht, dass wieder so etwas passiert wie im vergangenen Jahr“, sagt Trainer Detlef Buhl: „Alle Spielerinnen sind heiß auf dieses Spiel.“

Die Ausgangslage hat sich dabei für die Bönenerinnen verbessert. Weil Schwerte in den vergangenen Wochen zweimal gepatzt hat und Gegner aus der unteren Tabellenregion nur mit 3:2 schlug, hat die TuS-Reserve derzeit zwei Punkte Vorsprung. Für das direkte Aufeinandertreffen bedeutet das: Mit einem Sieg in egal welcher Höhe ist Bönen vorzeitig aufgestiegen. Bei einer 2:3-Niederlage reicht dem Buhl-Team schon ein 3:2-Sieg am letzten Spieltag beim CVJM Heeren-Werve zur Meisterschaft. Nur wenn die Gastgeberinnen keine zwei Durchgänge in dem direkten Duell für sich entscheiden, zieht Schwerte vorbei.

„Wir haben uns die Ausgangslage selbst erarbeitet und wollen natürlich den Aufstieg“, weist Buhl auf die starke Saison seiner Mannschaft hin. Die erlaubte sich eigentlich lediglich beim 3:2 gegen Kaiserau einen Wackler. Denn der zweite und bislang letzte Punktverlust in dieser Saison datiert aus dem Hinspiel gegen Schwerte, das Bönen im fünften Satz gewann. Auch deshalb will der Trainer eine Klasse höher. „Im Grunde dominieren wir die Liga. In der Bezirksklasse gibt es viele junge Spielerinnen, die technisch nicht ausgereift sind“, blickt Buhl auf die Konkurrenz, gegen die sein Team zehnmal ohne Satzverlust blieb. Für die höheren Anforderungen in der Bezirksliga sei seine Truppe mittlerweile bereit.

Am Samstag wollen die Bönenerinnen keinen Zweifel mehr am Aufstieg lassen, sich auch nicht auf das vermeintlich leichte Spiel gegen Heeren verlassen. „Wir haben ein Heimspiel und hoffen auf viele Zuschauer. Und wenn man dann mit der Meisterschaft abschließt, das ist toll“, sagt Buhl. Und: „Das sind Erinnerungen, die vergisst man nicht.“ Vor allem bessere, als die aus dem Vorjahr. - bob

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