RSV im Aufstiegsendspiel von Anfang an in Führung

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Die Altenbögger Mannschaft bedankte sich nach dem Gewinn der Meisterschaft bei ihren Fans.

Bönen - Die proppevolle Halle stand, als die letzten Minuten der Partie des RSV Altenbögge gegen den SuS Oberaden II in der MCG-Halle abliefen. Die Auswechselbank des Gastgebers hatte seit dem 21:17 von Andre Brandt schon keine Funktion mehr. Alle der „Roten“ waren sich sicher, dass nichts mehr anbrennen würde.

Der starke Gegner erzielte zwar noch drei Treffer, Lukas Florian nur noch einen für den RSV bis zum 22:20-Endstand. Die letzten Punkte für die Bezirksliga-Meisterschaft der Altenbögger waren eingefahren, die Feier konnte beginnen.

Artig bedankten sich die neuen Landesligisten beim Publikum, aber auch bei Gegner Oberaden für das starke, spannende aber überaus faire Finale. „Deswegen haben wir in Wickede verloren, damit wir hier heute feiern können“, freute sich RSV-Trainer Mike Rothenpieler über den durchweg gelungenen Saisonabschluss. Die Dramaturgie stimmte von Anfang an. Mit einem Banner, auf dem sie versprachen, ihre Handballer egal in welcher Halle zu unterstützen, motivierten die über 200 Bönener die Mannschaft. Altenbögges Vorsitzender Karsten Schilling – „ich glaub, ich bin nervöser als die Mannschaft“ – hatte das Publikum bei der Begrüßung daran erinnert, dass die Oberadener Reserve vor zwei Jahren der Meisterschaftskonkurrent des RSV in der in der Kreisliga gewesen war.

Der Gastgeber setzte gleich in den ersten Minuten ein dickes Ausrufezeichen. Zweimal war es Tino Stracke, einmal Dennis Geckert und dann Lukas Florian warfen den Favoriten in fünf Minuten 4:0 in Front. Unterstützung bekamen sie von einem starken Keeper Thomas Wollek. Die Führung gaben die Altenbögger nicht mehr ab, auch wenn sie sich mehrere Schwächeperioden erlaubten, in der sie zu hektisch abschlossen. Es fehlte auch Stracke, der ab der zehnten Minute Manndeckung genoss. Die Seiten wurden bei 12:9 gewechselt. Die Tore verteilten sich auf Geckert, Andre Brandt mit je drei, Florian erzielte zwei.

Strackes Bilanz wies drei Treffer aus dem Feld und einen Siebenmeter auf. Bei Oberaden zeigte sich eine deutliche Abhängigkeit von Hendrik Schuchtmann, der bis zum Wechsel fünfmal traf. Nach dem Wechsel legte Stracke im Duell der Rückraumkanoniere auf 14:9 vor. Ein Vorsprung, der bis zur 43. Minute gehalten wurde (16:11). Der SuS verkürzte auf 16:14. Schuchtmann sah nach einem Griff in den Wurfarm von Geckert die rote Karte. Mit seiner 13. Parade verhinderte Wollek in der 49. Minute den 18:17-Anschlusstreffer. Geckert, Leon Altner und eben Brandt mit dem 21:17 sorgten dann für die Entscheidung.

„Es war das erwartet schwere Spiel, aber wir wollten“, lobte Rothenpieler, „mit viel Einsatz und viel Leidenschaft. Und Kreisvorsitzender Sebastian Ellberg, der dieses entscheidende Spiel alleine pfeifen musste, ließ es sich nicht nehmen, nachzufragen, ob seine Leistung denn in Ordnung gewesen sei. Sie war es.

RSV: Wollek (1.-60.), Karlin, Joneleit – Altner (1), Geckert (4/1), Florian (5), Brandt (5), Kleff, Gerwien, Eissing, T. Weber, Stracke (7/1), Lublow, Grzybowski

SuS II: Marvin, Schaumann – Schumacher (1), Stratmann, Grosser, Rodefeld (3/2), Jazzmann (1), Krock (2), Titz (2), Schuchtmann (6), Gonschewski (1), Schwinger (1), Neureiter, Wagner (2)

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