Aufstieg bleibt Ziel der IG Bönen - Kapitän muss zum Auftakt zuschauen

Arif Et, Kapitän der IG Bönen, hat sich verletzt. Er fehlt wohl beim Ligastart gegen Altenberge.
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Arif Et, Kapitän der IG Bönen, hat sich verletzt. Er fehlt wohl beim Ligastart gegen Altenberge.

Fußball-Landesligist IG Bönen hat in der Vorbereitung überzeugt. An den Saisonzielen ändert daher auch der Rückschlag im Kreispokal mit dem Aus in Herringen nichts, sagt Kapitän Arif Et.

Bönen - Einen guten Eindruck hinterließ die IG Bönen in den Vorbereitungsspielen, vor allem beim 1:1 gegen den Oberligisten Westfalia Herne. Die Generalprobe vor dem Saisonstart am Sonntag, das Kreispokalduell des Landesligisten beim Kreisligisten SVF Herringen, ging aber in die sprichwörtliche Hose. 0:0 nach 90 Minuten, 5:6 gegen den Favoriten nach dem zwölften Elfmeter. Unglücksrabe mit einem verschossenen Strafstoß war ausgerechnet Abwehrchef Damir Kurtovic, der im eigentlichen Job zuvor nicht viel zuließ.

Zwischen Zerrung oder Riss

Zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr dabei war Stürmer Arif Et. „Ich hab so ein Zwischending zwischen Zerrung oder Riss“, begründet er, „ich tippe auf ersteres.“ Mit einem Einsatz am Sonntag gegen den TuS Altenberge rechnet der Kapitän der Bönener hingegen nicht. Sein Ausfall ist und wird auch nicht der letzte sein. „Die Muskulatur tut sich eben schwer nach einer so langen Auszeit“, erklärt Et, „da reicht das Laufen nicht. Im Spiel kommt es ja zu sehr dynamischen, ruckartigen Bewegungen. Das verkraftet der Körper nicht so leicht.“

Gegen Herringen fehlten mit Samet Akyüz, Emre Demir, Semih Yigit, Adil Elmoueden, Ilker Algan und Yasin Acar gleich sechs potenzielle Kandidaten für eine IG-Startelf. Der Sportliche Leiter Hüsseyin Kücük musste aushelfen. Als Entschuldigung für das Zweitrunden-Aus im Pokal ließ Trainer Ferhat Cerci die lange Verletztenliste auch nicht gelten.

Münsterland-Liga eher unbekannt

„Die Stimmung in der Mannschaft ist super, jeder zieht mit, auch wenn es ein bisschen sperrig war. Eben wegen der vielen Verletzten“, blickt Et auf die Vorbereitung zurück. Auf die kommenden Pflichtsspielgegner angesprochen, muss der Bönener Kapitän passen. Bis zum Abbruch absolvierte die IG ganze drei Spiele in der Staffel 4, stand nominell auf einem Abstiegsplatz (15.). „Bis auf das Auftaktspiel (2:4 beim TuS Haltern II) haben wir da aber stark aufgespielt“, erinnert sich Et, der vor der Spielzeit von Borussia Dortmund II gekommen war.

„Den Dortmunder Raum kenne ich natürlich besser“, erklärt der Iserlohner mit Blick auf die erste Landesligastaffel 3 der Bönener. Die Vereine der aktuellen seien einfach zu weit entfernt. „Da fährst du ja nicht mal eben gucken.“

Überhaupt ist Et gespannt darauf, wie es laufen wird. „In der Dortmunder Staffel setzen die Vereine mehr auf die spielerischen Elemente“, weiß er. „Im Münsterland sind das ja eher groß gewachsene Spieler und die spielen auch durchaus mehr mit langen Bällen“, mutmaßt er. Mannschaften, die nicht mitspielen, würden der IG nicht so liegen.

„Der Aufstieg bleibt natürlich das Ziel“, erklärt Et bestimmt. Der Kader der Bönener sei schon im vergangenen Jahr extrem stark besetzt gewesen. „Und wir haben uns punktuell ja noch verstärkt.“ Trotzdem; auch wenn alle im Team Erfahrung aus höheren Ligen mitbringen, das Spielverständnis grundsätzlich da sei: „An den Automatismen zu arbeiten war wegen der vielen Verletzten natürlich schwierig“, so Et.

Höheres Tempo und gute finale Pässe

Was gibt es sonst zu verbessern? „Wir müssen die Bälle besser ausspielen, der finale Pass muss kommen“, bestätigt der Spielführer die Einschätzung seines Trainers nach der Partie in Herringen. „Allgemein müssen wir zudem das Tempo erhöhen, auch mal Mitspieler überspielen.“

Den ersten Gegner Altenberge schätzt Et aufgrund von fünf Siegen aus acht Spielen mit zum Favoritenkreis. Ansonsten hat er aus den genannten Gründen keinen Verein auf dem Schirm.

„Und bei uns wird der Wettkampfcharakter noch mehr herauskitzeln“, ist sich der Bönener Kapitän der Motivation seiner Mitspieler sicher, am Sonntag am Bönener Schulzentrum gut in die Saison zu starten.

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