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Vor dem Derby zwischen TVG und VfK laufen schon die ersten Wetten

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Von: Boris Baur

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Das bislang letzte Derby am Butterwinkel zwischen TVG und VfK gewann der Gastgeber im Oktober 2019 mit 4:3.
Das bislang letzte Derby am Butterwinkel zwischen TVG und VfK gewann der Gastgeber im Oktober 2019 mit 4:3. © Markus Liesegang

Schon als im Sommer der Spielplan der Fußball-Kreisliga B1 veröffentlicht wurde, galt das Derby zwischen dem TVG Flierich-Lenningsen und dem VfK Nordbögge als ausfallgefährdet. Im Dezember am Butterwinkel, das ist jedes Jahr heikel. Und so ist wenig überraschend unklar, ob am Sonntag ab 14.30 Uhr der Ball in Flierich rollen wird.

Bönen – „Der Platz ist nicht gesperrt und wir werden ihn nicht sperren“, sagt TVG-Coach Thorsten Müller nach einem Gespräch des Vereins mit der Gemeinde. Das gespielt wird, glaubt er allerdings nicht.

Die Entscheidung liegt am Sonntag beim Schiedsrichter. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er entscheidet zu spielen“, sagt Müller, zumal zuvor um 12.15 Uhr zudem die Partie der Germania-Zweiten gegen Yunus Emre II angesetzt ist. Zusätzlich zum schlechten Wetter waren zuletzt auch wieder Maulwürfe am Butterwinkel aktiv.

TVG gut in Form und fast komplett

Sportlich hätte Müller nichts dagegen, wenn angepfiffen wird. Bis auf Stefan Pauken (Arbeit) kann er auf einen vollen Kader bauen. Gleichzeitig bietet das Derby zwischen dem Zwölften und 13. für die Fliericher die Gelegenheit, die Abstiegssorgen wohl endgültig zu den Akten zu legen. Derzeit haben sie acht Punkte Vorsprung auf die Nordbögger – der Rückstand auf den Dritten beträgt nur sieben Zähler. „Wir haben mit den Punkten der letzten Woche daran gearbeitet“, möchte Müller eine Klettertour starten. „Und das Spiel müssen wir einfach gewinnen“, sieht der Coach Qualitätsvorteile beim TVG.

Dazu kommt aber noch der Derbyfaktor. „Die Nordbögger werden besser sein als in jedem anderen Spiel. Flierich- Nordbögge ist was anderes als gegen Bönen. Da werden sie noch heißer sein. Und da sind einige Wetten gelaufen am Sonntag“, hat Müller gehört, als er mit seiner Mannschaft die letzten Minuten der VfK-Niederlage gegen die IG-Zweite angeschaut hatte. Viele Spieler kennen sich privat oder beruflich.

Einsatz übertrifft schönen Fußball

Trotz der 0:4-Pleite schöpft sein Trainerkollege Lars Lenser Mut aus dem Auftritt gegen den Zweiten. „Im Training und im letzten Spiel habe ich gesehen, dass die Jungs verstanden haben, was Derbys sind“, war er mit der kämpferischen Einstellung zufrieden, „und bei dem Wetter in Flierich gewinnst du eh nicht, wenn du schönen Fußball spielst. Einer muss für den anderen einstehen.“ Für Müller wird der erfolgreich sein, „der es ein bisschen mehr will, der besser in die Zweikämpfe kommt“.

Auch für Lenser, der auf die selben Akteure wie in der Vorwoche bauen kann, ist die Partie etwas Besonderes: „Für mich als Ur-Nordbögger ist das das einzig wahre Derby in der Liga – und für den einen oder anderen in unserem Team auch.“

Der Boden ist also bereitet. Jetzt liegt es in den Händen des Schiedsrichters, ob er den Platz für bespielbar hält.

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