Handball

Dezimierter RSV erfüllt die Pflicht

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Treffsicher: Lukas Florian warf in Castrop-Rauxel zehnmal erfolgreich.

Castrop-Rauxel – Die Pflicht hat der RSV Altenbögge erfüllt. Der Auftritt beim Tabellenletzten der Landesliga, der HSG Rauxel-Schwerin, war dabei nicht immer schön, doch der 32:24 (15:13)-Erfolg des Spitzenreiters aus Bönen am Ende auch in der Höhe verdient.

 „Das war kein schöner Handballsport“, meinte Trainer Jens Schulte-Vögeling, sondern sprach von einem eher ergebnisorientierten Auftritt seiner Akteure. Glanzleistungen waren nicht unbedingt zu erwarten gewesen, denn die Altenbögge reisten mit erheblichen Personalproblemen an. Neben den ohnehin Verletzten mussten Kreisläufer Dominik Weigel und Torwart Niklas Dickschat krankheitsbedingt passen. Dazu fehlte der eingeplante Tim Baeck, weil er sich im A-Jugendspiel tags zuvor verletzt hatte. Dennoch standen vier A-Junioren im RSV-Aufgebot.

Jungemann übernimmt vorne das Zepter, hinten agiert der RSV unglücklich

Derart durcheinandergewirbelt benötigte der Gast seine Zeit, ehe er sich zusammenfand. Besonders in der Abwehr lief es weniger rund. Rauxel-Schwerin konterte die frühe 3:1-Führung des RSV zu einem 6:5 (10.). „Das war sicher dem geschuldet, dass wir das Personalkarussell so sehr drehen mussten“, sagte Schulte-Vögeling, der zudem in einigen Situationen das nötige Glück vermisste: „Wir hätten es aber auch ernster nehmen können.“ Auch die schlechte Chancenverwertung passte dem Coach nicht. Dafür lobte er Eike Jungemann, der im Angriff das Zepter in die Hand nahm und seine Mitspieler in Szene setzte. „Ich hoffe, das führt er so fort“, so der Trainer.

Zwei Rote Karten helfen dem RSV

Es blieb ausgeglichen, wobei sich die Bönener jedoch bis zum Wechsel einen leichten Vorteil erspielten und mit einem 15:13 in die Pause gingen. Kurz vor der Halbzeitsirene verteilten die Schiedsrichter nach einer Rangelei zwei Rote Karten (26.). Auf Altenbögger Seite traf es Jonas Gerke, bei der HSG in Lukas Steinhoff allerdings den Spielgestalter und Haupttorschützen. Der doppelte Platzverweis spielte dem RSV in die Karten. „Wir konnten ein bisschen mehr auf eine 6:0-Deckung umstellen“, sagte der Coach, der vorher einen Aufpasser für Steinhoff, der bis dato dreimal getroffen hatte, abgestellt hatte. Dazu stellte sich Sebastian Fröhling in den Dienst der Mannschaft, obwohl er nach einer Krankheit eigentlich noch pausieren wollte.

Schnelle Entscheidung im zweiten Durchgang

Im zweiten Durchgang fand die Bönener Defensive dann auch guten Zugriff auf die Gastgeber, die nur noch elf Tore erzielten. Der RSV zog zunächst auf 20:15 (37.) davon und hatte die Partie beim Stand von 24:17 eine Viertelstunde vor Schluss im Grunde schon entschieden.

Die Gäste spielten die Partie souverän runter, wobei die Bönener in den letzten zehn Minuten mit Keeper Marvin Wollek, Damian Jablonski, Max Vogt und Felix Isenbeck vier A-Jugendliche auf der Platte hatten und dennoch ein 6:5 erzielten. Für Isenbeck war es der erste Einsatz im Landesliga-Team, bei dem er prompt zweimal traf. Auch Jablonski gelang sein erster Treffer.

RSV: Joneleit (1.-10.) Wollek (11.-60.) – Gerke, Jablonski (1), Geckert (2), Florian (10), Feldmann (3), Stefek (5/2), Tröster (6), Fröhling, F. Isenbeck (2), Jungemann (3), Vogt
Siebenmeter: 3:2 (RSV: Stefek 2/2)
Zeitstrafen: 2:4 (RSV: Stefek, Fröhling, Tröster)
Spielverlauf: 1:3 (5.). 4:4 (7.), 6:5 (10.), 8:10 (17.), 11:14 (27.), 13:15 (30.) – 15:20 (37.), 17:24 (44.), 19:28 (52.)
Rote Karten: Steinhoff (HSC) und Gerke (RSV) wegen einer Rangelei (26.)

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