RSV-Coach Stracke erwartet eine „Abstiegsschlacht“

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Der Einsatz des Altenböggers Felix Warias ist wegen einer Entzündung im Fuß in Coesfeld fraglich.

Bönen - Der Rückrundenstart hat es für den RSV Altenbögge in sich, tritt der Vorletzte aus Bönen am Samstag um 18 Uhr doch beim Schlusslicht der Handball-Landesliga, der DJK Coesfeld an. „Der Wille wird entscheiden. Das wird eine Abstiegsschlacht – und die müssen wir annehmen“, sagt RSV-Coach Tino Stracke.

Die Situation vor dem Kellerduell ist klar: Aufsteiger Coesfeld, der in der Weihnachtspause den Trainer wechselte, kämpft mit nur drei Punkten auf dem Konto um seine beinahe schon letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die Gäste könnten mit einem Sieg im besten Fall die Abstiegsplätze verlassen. „Wir können einen riesigen Schritt machen und wären wieder voll drin“, misst auch Stracke der Begegnung große Bedeutung bei. Außerdem würden die Bönener den zweiten Erfolg in Serie feiern und den Schwung vielleicht in die nächsten Partien mitnehmen.

Doch zunächst muss in Coesfeld gespielt werden. Die Gastgeber verfügen über einen ordentlichen Rückraum, „da versuchen sie, ihre Leute ins Spiel zu bringen. Und in der Abwehr spielen sie alles“, hat Stracke sein Team vorbereitet. Der DJK geht allerdings ein bisschen die Torgefahr ab. Nino Adler ist mit 67 Treffer der einzige konstant erfolgreiche Schütze. Tim Püttmann, sieben Tore beim 35:29-Sieg des RSV im Hinspiel, wurde für die Rückrunde wegen eines Auslandssemesters als fehlend gemeldet, lief in den ersten Partien des Jahres allerdings auf.

„Wir sind gut eingestellt, fraglich ist, wie wir aufgestellt sind“, sagt Stracke mit seinem durch die anhaltende Personalnot längst etablierten Galgenhumor. Viel werde sich beim Warmmachen entscheiden.

Im Vergleich zur Vorwoche fallen Andre Brandt und Christian Kleff aus. Timo Weber meldet sich dagegen nach leichter Lungenentzündung einsatzbereit. Der Abwehr- und Siebenmeterspezialist muss mit seinen Kräften jedoch haushalten. Florian Warias wird trotz einer Zyste im Knie probieren, ob es geht, und wäre eine willkommene Alternative am Kreis. Auch weil Felix Warias eine Entzündung im Fuß hat – Einsatz ungewiss. Selbst Dominik Warias will einen Versuch wagen, obwohl seine Probleme am Sprunggelenk seit Saisonbeginn kaum besser geworden sind. Bernd Lublow und Linkshänder Marcel Herr aus der zweiten Mannschaft werden nach ihrem Spiel in Hamm ins Münsterland fahren, eventuell kommt auch Hendrik Abel für den Notfall mit auf die einstündige Tour. Im Tor wird Kai Kleeschulte erstmals wieder helfen können. „Er hat voll trainiert und hat das erste Spiel mitgemacht, kennt daher die Wurfbilder“, sagt Stracke.

Der Trainer rechnet in Coesfeld übrigens mit einer guten Stimmung. „Dort herrscht eine Atmosphäre wie bei uns. Da versuchen wir dagegenzuhalten“, hofft er auf lautstarke Unterstützung der RSV-Fans. Allein das Lazarett der Bönener könnte allerdings auch schon den halben Block füllen.

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