Altenbögges Thomas Wollek: Die Entscheidung fällt noch nicht

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RSV-Keeper Thomas Wollek und Trainer Mike Rothenpieler wollen auch nach den letzten sechs Spieltagen jubeln.

Bönen - Am Samstag ist es soweit: Tabellenführer RSV Altenbögge gastiert beim punktgleichen Verfolger VfL Brambauer. Keine Frage. Es ist ein Spitzenspiel. Aber kein die Meisterschaft entscheidendes, meint Altenbögges Torhüter Thomas Wollek. „Wir sollten auch den Dritten, Soest, im Auge haben. Beide, Brambauer und wir, müssen noch beim TV spielen.“ Es sei also eher ein Dreikampf an der Spitze.

Der VfL und RSV stehen aber seit langer Zeit oben in der Tabelle. Das ist im Falle der Altenbögger vor allem deshalb erstaunlich, weil Mike Rothenpieler so gut wie nie auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Und wenn ja, dann sind nicht alle wegen Schichtdienst oder diverser Wehwehchen austrainiert. „Wir haben jede Woche eine Riesenliste mit Verletzten“, sagt Wollek. Einige, wie Melvyn Leniger, streicht er aber von dieser Liste, obwohl sie draufstehen. „Den habe ich schon lange nicht mehr beim Spiel gesehen, er möchte vielleicht nicht mehr dabei sein.“ Den Zusammenhalt im Team schätzt der Routinier ansonsten als wichtig und hoch ein.

„Wir raffen uns jedes Wochenende auf“, erklärt Wollek. „Und wir haben individuelle Klasse auf der Platte – ein Jan Weber zum Beispiel traniert kaum.“ Es sei den Nachwuchsspielern nicht immer zu vermitteln, warum er trotzdem spielt, sie hingegen nicht soviele Einsatzzeiten bekommen. „Aber wenn Jan dabei ist, bringt er meist seine Leistung.“

Die Erfahrung ist wichtig für das Team: „Da fehlt uns ein Tom Beutner natürlich, wir haben mit seinem Weggang Qualität eingebüßt.“ Beim RSV hänge viel von der Tagesform der Führungsspieler ab, so der RSV-Keeper. „Wenn die ihre Leistung bringen, könnte es gut ausgehen.“ Allerdings sind es gerade die Leistungsträger, die die 30 überschritten haben und längere Regenerationsphasen benötigten. Die aus der A-Jugend aufgerückten Spieler müssten noch hereinwachsen. „Aber das wird“, meint er auch mit Blick auf Leon Altner und Thorben Goergens, die den linken Rückraum momentan temporär besetzen. Torwartkollege Jonas Karlin ziehe in seinem ersten Seniorenjahr schon gut mit. Das Ziel aller ist klar: „Wir wollen den ersten Platz halten, im Gegensatz zu den anderen wie Brambauer und Soest, die ja behaupten, ihnen reiche der zweite.“

Das Spiel in Lünen werde ein heißes Duell. „Uns wird einiges abverlangt werden“, ist sich Wollek sicher. Brambauer ist dem RSV in dem Punkt ähnlich, dass sie gegen starke Gegner stark auftreten, gegen vermeintlich schwache Federn lassen. „Die Motivation ist im ersten Fall immer überragend, die Kabinenansprache pusht zusätzlich, mental werden wir 100-prozentig da sein.“

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