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Bernd Lublow hält nichts von Glaskugelleserei

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Von: Boris Baur

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RSV-Coach Bernd Lublow steht in der neuen Saison fast die komplette Aufstiegsmannschaft zur Verfügung. © Foto: Liesegang

Bönen - Ganz verflogen ist die Aufstiegseuphorie bei den Handballern des RSV Altenbögge II noch nicht, aber so langsam kehrt wieder der Alltag ein. Denn obwohl die Saison erst am 8. September losgeht, bat Trainer Bernd Lublow seine Mannschaft bereits einmal zum Training. Schließlich erwartet er eine schwierige Aufgabe für den Neuling.

„Vor vier Jahren war unsere Erste noch in der Kreisliga“, ordnet Lublow den Erfolg der Reserve in die Gesamtentwicklung in der vergangenen Spielzeit ein. Die zweite Mannschaft gewann damals übrigens nur wenige Partien in der 1. Kreisklasse. Zu einem haarsträubenden Abenteuer soll die Kreisliga für die Bönener aber nicht werden.

Lublow hat bei einem gemeinsamen Grillen am Samstag in die Mannschaft hineingehört. Heraus kam ein vielschichtiges Stimmengemenge, was die Erwartungen an die kommende Spielzeit betrifft. Von oberes Drittel bis Klassenerhalt gingen da die Meinungen auseinander. Der Trainer schließt sich eher den Vorsichtigen an: „Es wird ganz schwer, sich festzulegen. Das wird Glaskugelleserei“, findet Lublow, der in der Aufstiegssaison 2013/2014 noch Teil der RSV-Ersten war. Danach folgte allerdings die Ligenreform im Handballkreis Hellweg, und Lublow war im Vorjahr schon etwas überrascht von der Qualität der Topteams in der 1. Kreisklasse. Eine Etage höher rechnet er nicht damit, dass sein Team in der oberen Hälfte mitmischen wird. „Aber wir werden versuchen da reinzukommen“, so der Trainer.

Der Ligaerhalt soll natürlich selbstverständlich unter dem Strich stehen. Die Mannschaft ist mit einer Ausnahme zusammengeblieben. Frederic Betz möchte sich aus Studiengründen seine Zeit anders einteilen. Lublow ist noch in einem Gespräch mit einem vielseitig einsetzbaren Mittelmann. Der jetzige Kader wirkt auf den ersten Blick mit 17 Akteuren gut gefüllt, allerdings sind darunter vier Torhüter. Aus dem großen Aufgebot der ersten Mannschaft könnten aber Spieler zur zweiten herunterkommen.

Während die Kreisliga nicht zum Abenteuer werden soll, wird es die Vorbereitung aufgrund der Renovierungsarbeiten in der MCG-Halle in jedem Fall. Zweimal in der Woche will Lublow trainieren, in den Ferien zudem eine Pause einlegen. Da handballerische Übungen in der kleinen und schmalen Ersatzhalle unmöglich sind, wird es regelmäßige die ungeliebten Laufeinheiten geben. Damit der Spaß und das Spiel mit dem Ball nicht zu kurz kommt, ist die RSV-Reserve häufig bei anderen Mannschaften zu Gast, um gemeinsam mit ihnen trainieren. In der Aufstiegssaison war dem Trainer die 6:0-Abwehr zu behäbig. Daran möchte er nun arbeiten. „Wir werden im Deckungsverbund viel ausprobieren, um variantenreicher zu verteidigen. Und wir werden das auch durchziehen, auch wenn es nicht sofort klappen sollte.

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