RSV kämpft Massen mit 31:16 nieder

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Rückraumshooter Andre Brandt traf in den entscheidenden Phasen und kam am Ende auf sieben Tore.

Bönen - Mike Rothenpieler atmete nach der Schlusssirene erst einmal kräftig durch. Der Trainer des RSV Altenbögge hatte einen hart erkämpften Sieg seiner Mannschaft in der Handball-Bezirksliga gesehen. Mit 31:26 (12:12) triumphierten die Bönener in der MCG-Halle über Rothenpielers Ex-Verein, die SG Massen, weshalb Rothenpieler anschließend gelöst mit seinen früheren Schützlingen plaudern konnte.

Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. Einfache Tore war die Seltenheit in Bönen. Am Ende hatten die Schiedsrichter 14 Strafzeiten, auch wenn einige davon doch überzogen waren. „Wir haben gut dagegengehalten“, lobte Rothenpieler die Einstellung seiner Akteure. Spielerisch war die Leistung von beiden Teams eher durchwachsen, die Partie war sehr zerfahren.

In der ersten Hälfte lag erst der RSV zwei Tore vorne (3:5/ 8.), dann die SG (7:9/18.). Letztlich ging es mit einem logischen 12:12-Unentschieden in die Kabinen. Rothenpieler hatte aber schon den im Nachhinein entscheidenden Schachzug getätigt und nach 18 Minuten Dirk Joneleit im Tor durch Thomas Wollek ersetzt, der spätestens im zweiten Durchgang die Gäste zur Verzweiflung trieb. „Der Torwart hat super gehalten“, sagte auch Massens neuer Coach Heiko Hellmann.

Die SG hatte zunächst den besseren Start in die zweiten 30 Minuten, führte schnell 15:13. Altenbögge fand dagegen vorne nicht in seinen Rhythmus, auch weil Massen Tino Stracke kurz deckte. Doch hinten hielt Wollek, was zu halten war – und die Gastgeber damit im Spiel.

Bönen glich bald aus und setzte sich dann auf 24:20 ab. „In den entscheidenden Phasen haben wir Zwei-Minuten-Phase bekommen. Da waren kuriose Sachen dabei“, sah Hellmann eine Mitschuld bei den Schiedsrichtern. Die verteilten aber auch gegen den RSV Strafen, der zudem seine Überzahl nicht gut ausspielte. „Massen hat uns bei Überzahlsituationen mit unseren eigenen Waffen geschlagen“, so Rothenpieler, der anschließend ein 24:22 auf der Anzeigentafel aufleuchten sah.

Dafür gelang es dem Gastgeber erstmals in dieser Saison seinen Neuzugang Andre Brandt vernünftig einzubinden. Der Rückraumshooter machte nun wichtige Treffer, kam so auf sieben Tore. Und da auch Wollek weiter hellwach war, brachte der RSV die Partie über 26:22 und 28:13 mit 31:26 nach Hause.

„Das war nicht verdient“, fand Hellmann. Rothenpieler sah sein Team aber aufgrund der individuellen Klasse vorne, die dem RSV die wichtigen Tore bescherte. Und natürlich wusste auch er: „Wolle hat es gerichtet.“ - bob

RSV: Joneleit (1.-18.), Wollek (18.-60.) – J. Weber (3), Goergens, Grzybowski, Altner (3), Geckert (7), Florian (4), Brandt (7), Gerwien (2), Eißing, Stracke (5), T. Weber, Lublow (n.e.)

SG: K. Borowski, S. Borowski – Bienert (2), Hampel, T. Hellmann (2), Tschorn (6), Traue, Kloster, Ostermann (1), Kluh, Diste (2), Witte (2), M. Biernat (8), Deutsch (2)

Strafzeiten: 7:7 (J. Weber (2), Stracke (2), Gerwien, Eißing, Florian) – Hellmann (2), Witte, Traue, Diste, Biernat, Bank

Torfolge: 3:1, 5:5, 7:9, 12:12 – 13:15, 16:15, 20:19, 24:20, 24:22, 28:23, 31:26

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