Altenbögger Handballfrauen zeigen ein neues Gesicht

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Auf Tempospiel legt Frank Mersmann sehr viel wert. Entsprechende Sprintübungen gehören ins Training. 

Typisch laut ist es in der Halle des Marie-Gymnasiums nicht. Zu hören ist beim Training der Handballdamen des RSV Altenbögge ab und zu Gekicher beim Spielchen „Ball in die Kiste“. Spielerisch und nicht bierernst soll es zugehen.

Für Cheftrainer Frank Mersmann steht „Spaß haben“ ganz oben auf dem Trainingsplan. Er will die Gemeinschaft weiterentwickeln, Kommandos bleiben außen vor, die Trillerpfeiffe still.

Unbekannt ist Mersmann für die Bönenerinnen nicht. Schon in der Vorsaison half er in der zweiten Saisonhälfte als Co-Trainer mit. Neu ist aber das Gesicht der Mannschaft, sehr jung die meisten Spielerinnen. „Wir hatten ja acht Abgänge, die meisten sind nach Heeren in deren neue Damen gegangen.“ Ein Wiedersehen wird es in der Saison nicht geben. Die Nachbarn aus Kamen treten in der Kreisligastaffel 1 an.

Seit Mitte Juli sind die RSV-Damen im Training. Trotz der zunächst fehlenden Spielstätte, der Marie-Curie-Halle, die bekanntlich saniert wurde. Nach dem obligatorischen Lauftraining folgten Einheiten in den beiden Ausweichquartieren an der Pestallozzi und Goetheschule. Die kleine Halle an der Woortstraße bot naturgemäß weniger Möglichkeiten als die große der TuS. Nicht schlimm: „Wir mussten ja von Null anfangen und eine Mannschaft neu aufstellen und formen“, erklärt Mersmann. Seine Tochter Anna ist Neueinsteiger, soll in der Saison neben Katharina Jösting im Tor stehen. 13 junge Frauen sind im Kader.

Frauen sollen jede Position spielen können

Mersmann legte in der Vorbereitung Wert darauf, dass jede Feldspielerin jede Position spielen kann. „Wir haben auch sehr gut an Spielzügen gearbeitet“, beschreibt er. Offensichtlich mit Erfolg. Beim ersten Ernstfalltest, dem Pokalturnier in Ennigerloh schlug die RSV-Auswahl den gastgebenden Bezirksligisten und auch den SCE Heessen. Nach einer knappen 8:10-Niederlage gegen Turniersieger VfL Kamen wurden sie Zweiter. Positionswechsel überraschen Gegner „Da haben wir durch häufiges Rochieren überrascht“, sah Mersmann sein Konzept aufgehen.

Tempospiel und gutes Rückzugsverhalten sieht er in seiner Sieben positiv. „Noch mehr Tempo“, sei zukünftig aber möglich. „Die Kondition stimmt“, entdeckt er einen weiteren Pluspunkt. Unterstützt wird der RSV-Coach von Mirjam Schrupkowski als spielende Co-Trainerin. „Ohne sie ginge es auch gar nicht“, sagt er. Er ist nämlich inzwischen zeitweise auch in Heeren aktiv: „Nicht bei den Frauen, um Himmels Willen. Als Co-Trainer bei den ersten Herren – ich kenne deren neuen Trainer Mike Rothenpieler ja schon ewig.“ Beide haben schließlich eine RSV-Vergangenheit.

Die Vorbereitung tritt ab der kommenden Woche in eine neue Phase. Die ersten beiden Saisonspiele gegen Overberge und Kamen wurden verlegt (der WA vermeldete es). Deswegen passt es ganz gut, dass die Handballauswahl der Polizei des Kreises Unna einen Sparringspartner suchte. Gemeinsam werden sie sich in der Halle des MCG auf unterschiedliche Aufgaben vorbereiten. Auftaktgegner zum verspäteten Saisonstart am 29. September in eigener Halle ist übrigens der SCE Heessen, den Altenbögge im Pokalturnier mit 15:11 schlug.

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