Gleiche Liga, aber RSV-Gegner abgezockter

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Mit den Dortmundern um Kreisläufer Nikita Maystrenko (Zweiter von links) hatten die Altenbögger ihre Probleme in der Abwehr (von links Eike Jungemann, Jan Weber und Dominik Weigel).

Bönen – Zu viele eigene Fehler und ein starker, sehr effektiver Verbandsligist als Gegner. Das war der Grund für die erste Testspiel-Niederlage des Verbandsliga-Aufsteigers RSV Altenbögge gegen eine Mannschaft aus derselben Klasse. 30:35 (16:17) hieß es am Ende gegen den OSC Dortmund in der MCG-Halle.

„Das ist kein Grund, die Köpfe hängenzulassen, das habe ich auch den Jungs gesagt“, erklärte Jens Schulte-Vögeling nach der Partie am frühen Samstagabend in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums. „Das ist die Vorbereitung.“ Und die laufe ja noch eine Weile, ergänzte der Altenbögger Trainer. Das Ergebnis sei sowieso zweitrangig, „aber die Spieler haben heute gemerkt, dass es in der Verbandsliga anders zugeht als in der Landesliga“.

Der Gastgeber rannte von Beginn an einem Rückstand hinterher. Meist einem deutlichen mit vier Toren. Dortmund legte ein hohes Tempo an den Tag. Gleich in den ersten vier Minuten fielen sechs Tore, zwei für Altenbögge vier für den Gast. Eiskalt nutzte der OSC technische Fehler des RSV. In der zehnten Minute stand die Partie 5:9.

Dortmund mit kompakter Deckung, Altenbögge "zu brav"

 Lukas Florian und Laurens Stoffer hielten die Altenbögger mit Abschlüssen aus dem Rückraum im Spiel – 7:9 (11.). Mit einem Siebenmeter zum 16:17 brachte Florian den RSV zur Pause noch einmal ganz nah ran.

Die kompakte Dortmunder 6:0-Deckung um den Mittelblock mit Joshua Krechel, der zu dieser Saison aus Menden kam, und Nikita Maystrenko war körperlich äußerst präsent. Und sie provozierte Ballverluste der Altenbögger, die der OSC fast 100-prozentig, meist in der ersten Welle, nutzte.

„Wir waren in der ersten Hälfte in der Abwehr auch einfach zu brav“, erkannte Schulte-Vögeling. Das änderte sich nach dem Wechsel. Die Gastgeber spielten eine offensivere Variante, standen nicht direkt am Sechsmeterbogen. Max Röckenhaus und Philipp Isenbeck attackierten im 5:1, packten zu und eroberten ein ums andere Mal den Ball.

OSC wirkt eingespielt

Die Tempogegenstöße, eine Stärke der Altenbögger, waren insgesamt aber selten, wie auch Tore von den Außenpositionen. Bezeichnenderweise traf Rechtsaußen Philipp Isenbeck aus dem Rückraum, in einer kurzen Phase als der RSV mit ihm und Dominik Weigel zwei Kreisläufer aufbot.

Die Dortmunder agierten vor dem RSV-Tor stark. Sie wirkten absolut eingespielt, verstanden sich teil auch wörtlich blind. Vor allem Kreisläufer Maystrenko war bei den sehr variablen Anspielen fast immer zuerst mit der Hand am Ball. Der Zug zum Tor war beim OSC immer gegeben, während die Altenbögger offensichtlich Respekt zeigten vor der körperlichen Robustheit des Gegners mit seinen „kernigen Burschen“, wie Schulte-Vögeling bemerkte.

Schulte-Vögeling wechselt durch

Spielerisch ging an diesem Tag nicht viel beim RSV. Der Trainer wechselte aber auch oft die Formationen. Auch die Torhüter, die beide selten Hand oder Fuß an den Ball bekamen – Dortmunds Offensive schloss zu hart und platziert ab. Isenbeck beklagte auf der Platte zu Recht ein zu langsames Angriffsspiel. Zehn Minuten vor dem Ende lag der Gastgeber mit 27:33 zurück. In der Schlussminute warf Stoffer zum 30:34 ein, der OSC traf zum 30:35-Endstand.

Am kommenden Sonntag empfängt der RSV um 17 Uhr in der MCG-Halle die HSG Herdecke-Ende.

RSV: Wollek, Ihssen – Röckenhaus, Geckert, Florian, Stoffer, Feldmann, Stefek, Weigel, Schramm, Isenbeck, Vogt, Jungemann

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