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Die Altenbögger Aushilfen schlagen ein

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Von: Markus Liesegang

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Sebastian Fröhling (links), hier gegen den ASV Hamm-Westfalen III, ist gut angekommen.
Sebastian Fröhling (links), hier gegen den ASV Hamm-Westfalen III, ist gut angekommen. © Baur

Vier Saisonspiele haben die Landesliga-Handballer des Altenbögge noch vor der Brust. Wenn es so weiter läuft wie in den vergangenen drei Partien, ist der Klassenerhalt kein Problem für den Tabellenelften - auch dank zweier Aushilfen.

Bönen - Gegen den ASV Hamm III (24:22), ETG Recklinghausen (33:27) und beim VfL Brambauer (24:18) verließen die RSV-Handballer die Halle als Sieger. Dreimal dabei war „Aushilfe“ Sebastian Fröhling. Der frühere Bergkamener Oberliga-Spieler steht sozusagen für den Erfolg.

„Die Neuen sind voll eingeschlagen“, erweitert RSV-Coach Tino Stracke den Anteil am Erfolg gleich auf die zweite Verstärkung, Sebastian Burchert.

Ihr Debüt gaben beide beim VfL Gladbeck. Kein erfolgreiches. Das Spiel ging mit 22:32 deutlich verloren. „Beide haben ja zwei, drei Jahre pausiert“, erklärt Florian Warias. Der zweite im Trainergespann der Altenbögger überzeugte seine ehemaligen Mitspieler, auszuhelfen. „Es ging erstaunlich gut“, bemerkte Fröhling schon im zweiten Spiel gegen Hamm. „Obwohl ich ja drei Jahre lang keinen Handball mehr in der Hand hatte.“ 

Vor allem im Duo mit dem Ex-Turaner Warias im Mittelblock überzeugte der Reaktivierte. „Diesen Instinkt kannst du nicht lernen“, erklärte sein neuer alter Mitspieler. Fröhling selbst nennt einen anderen Grund für die schnelle Integration: „Man kennt ja einige Mitspieler und die Laufwege.“ Er, Burchert, Florian und RSV-Spielmacher Dominic Warias waren zusammen beim Lüner SV aktiv.

Weiter unter "Drogen"

Inzwischen wirft Fröhling auch Tore. Elf waren es in den vergangenen beiden Partien aus der Rückraummitte und von halblinks. Burchert traf erst einmal gegen Hamm. Der Außenspieler soll aber, wenn es nach Stracke geht, „auf Mitte umgeschult werden“. Denn im Angriffszentrum hapert es an Alternativen. Dominic Warias spielt wegen eines Gelenködems weiter nur unter „Drogen“.

In der Mannschaft seien sie gut aufgenommen worden, erzählt Fröhling. „Es hieß nicht etwa: Der trainiert ja gar nicht, spielt aber fast durch.“ Mit der Teilnahme an den Übungseinheiten wäre es „noch einen Tacken besser.“ Aber wegen des Zeitaufwands in Diskrepanz zu familiärer und beruflicher Anforderung sei er ja damals ausgestiegen. Im Augenblick genießt Fröhling den Erfolg mit dem Team. „Das letzte Spiel war Bombe“, sagt er. Auch das Feedback im Vereinsumfeld gefiel ihm. Ob er über das Saisonfinale dabei bleiben wird, lässt er offen. Fröhling weiß aber, dass Stracke durchaus mit ihm darüber reden will.

Noch nicht entspannt

Trotz des Aufwinds und der momentanen Euphorie ist das Altenbögger Trainerduo noch vorsichtig: „Wir sind aber immer noch nicht entspannt“, meinen Florian Warias und Stracke vorsichtig. Verfolger DJK Oespel-Kley auf dem mutmaßlich ersten Abstiegsplatz zwölf hätte mit der eigenen Bundesliga-A-Jugend aufgerüstet, gewinne jetzt auch. „Aber wir haben den Abstiegskampf endlich angenommen.“

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