RSV mit „grenzwertigen“ Auftritt im Kreispokal

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Jan Weber stabilisierte im zweiten Durchgang die Altenbögger Abwehr.

Dolberg -  Behähig, teilweise arrogant und peinlich: Die Beurteilung von Trainer Mike Rothenpieler über die Leistung seiner Mannschaft beim Kreispokalspiel in Dolberg fiel eindeutig aus. Der RSV Altenbögge setzte sich am Ende in der Erstrundenpartie mit 28:27 (14:17) beim SV Eintracht durch.

Doch angesichts der zwei Klassen, die der Bönener Bezirksligist über den Gastgebern spielt, war die Vorstellung enttäuschend. „Der Auftritt war grenzwertig“, so Rothenpieler und entschuldigte sich bei den mitgereisten Zuschauern.

Ganz unschuldig am Verlauf des Spiels war der Coach allerdings nicht, wie Rothenpieler selbst zugab. „Die ersten zehn Minuten nehme ich auf meine Kappe“, erklärte er selbstkritisch. Rothenpieler hatte gegen den Tabellenzehnten der 1. Kreisklasse mit einer nie geübten 3:3-Deckung angefangen. Die offenbarte große Lücke, weshalb Dolberg zu einfachen Toren kam. So stand es zunächst unentschieden, und der RSV-Trainer stellte auf eine 5:1-Deckung um. Doch es folgte keine Besserung ein. „Wir haben in der ersten Halbzeit ohne Deckung gespielt“, meinte Rothenpieler zu den 17 Toren der Eintracht. Dass die Altenbögger zudem vorne behäbig agierten, sich in Einzelaktionen verstrickten und sich „teilweise arrogant“ den Ball hinter dem Rücken zupassten, führte zum Drei-Tore-Rückstand zur Pause. „Das war Stand-Handball hoch fünf“, meckerte der Trainer.

Nach dem Wechsel wurde es nur unwesentlich besser. Bönen spielte nun in der klassischen 6:0-Aufstellung und setzte sich bald um drei, vier Treffer an. Passend zum gesamten Auftritt leistete sich der RSV in der Schlussminute noch unnötige zwei Ballverluste, sodass Dolberg noch auf 27:28 verkürzte. „Dass wir so nicht in der Liga auftreten können, wissen wir aber selber“, schloss Rothenpieler gefrustet. - bob

RSV: Joneleit (1.-30.), Karlin (31.-60.) – Eißing, Geckert, Beutner, Leniger, J. Weber, T. Weber, Lublow, Altner, Pieper, Grzybowski, Florian

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