Handball

RSV greift wieder beim ASV zu

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Dominik Weigel ist am Kreis zu hause, greift aber auch in der Defensive ordentlich zu.

Bönen - Beim ASV Hamm-Westfalen III endete am vergangnen Samstag die sechs Spiele lange Siegesserie des RSV Altenbögge. Im Anschluss konnten sich die Bönener allerdings zwei künftige Teamkollegen in Aktion anschauen, denn erneut wechseln zwei Akteure des ASV II zum Landesligisten.

Wie der scheidende RSV-Coach Tino Stracke mitteilte, zieht es Dominik Weigel und Luca Tröster aus dem Hammer Oberligateam nach Bönen. „Das sind gute Verstärkungen“, freut sich Jens Schulte-Vögeling, der nach dem Saisonende das Amt von Stracke übernimmt und das Duo schon zu seiner Zeit als ASV-Co-Trainer betreut hat. „Beide haben Bock zu uns zu kommen“, sagt Stracke.

Die Zahl der Spieler mit Hammer Vergangenheit erhöht sich bei Altenbögge weiter, nachdem im Vorjahr Sören und Steffen Feldmann, Jonas Gerke, Gregor Stefek sowie mit etwas Verspätung Leon Drevermann und Marius Schrage ein RSV-Trikot überzogen.

Künftig ohne Drevermann, Feldmann und Weber

Torhüter Drevermann wird allerdings aufhören, und auch Steffen Feldmann, der zuletzt schon nicht mehr zum Kader gehörte, wird den Verein verlassen. Das gilt auch für den Siebenmeterspezialisten Timo Weber, der etwas kürzer treten wird und die Fahrten aus Oberaden nach Bönen nicht mehr auf sich nehmen möchte. Ihn zieht es zu seinen alten Kumpeln vom SuS Oberaden II. Er könnte allerdings schon in der nächsten Saison wieder auf den RSV treffen, denn nach den Punktabzügen für den Soester TV II führt seine künftige Mannschaft die Bezirksliga-Tabelle derzeit mit drei Zählern Vorsprung an. Noch läuft jedoch der Einspruch des STV II gegen die Spielwertung.

Luca Tröster fühlt sich als Linkshänder auf der linken Seite am wohlsten.

ASV hat keinen Platz mehr für Weigel und Tröster

Mit Tröster und Weigel verjüngen die Altenbögger derweil ihren Kader. Kreisläufer Weigel ist Mitte 20, spielte aber in den Planungen der ASV-Reserve für die kommende Saison keine Rolle mehr. „Er hat in der Oberliga immer seine Tore gemacht, und steht vorne wie hinten seinen Mann“, sagt Schulte-Vögeling, der sich von dem Neuzugang neben der Präsenz in der Offensive-Zentrale auch im Mittelblock eine weitere Alternative verspricht.

Tröster ist ein anderer Typ, fühlt sich als Linkshänder auf der rechten Außenbahn wohl. Er ist schnell und kann auch auf der Halbposition spielen, da er über einen guten Wurf verfügt. Tröster ist sogar erst Anfang 20 Jahre alt, doch beim ASV drohten ihm wenige Einsatzzeiten in der Oberliga oder ein Abstieg in das Landesliga-Team. Bei den Hammern lautet seine Konkurrenz als Rechtsaußen künftig Phil Schrage – der Bruder von Bönens Marius – und zum anderen wechselt bekanntlich Lars Gudat aus dem Zweitliga-Team des ASV zur Reserve. Der Umzug zu einer ersten Mannschaft war für Tröster somit eine verlockende Option.

Aufstiegsaspirant? Stracke sagt nein

„Dass solche Leute zu uns kommen, zeigt, dass wir als Dorfverein eine gute Adresse sind“, freut sich Stracke. Gleichzeitig betont er aber auch, dass er den RSV nicht automatisch als Aufstiegsaspiranten in der kommenden Saison sieht. Vielmehr wolle der Verein „den nächsten Schritt gehen“, erklärt er. In der aktuellen Spielzeit hat sich Altenbögge nach einer Schwächephase rund um den Jahreswechsel mit sieben Partien ohne Sieg als Fünfter längst im oberen Mittelfeld platziert, nachdem ein Jahr zuvor erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt perfekt gemacht wurde. Bei einem optimalen Schlussspurt ist noch der dritte Platz drin.

Stracke setzt auf eine mittelfristige Entwicklung, und ist froh, dass mit Ausnahme von Drevermann und Weber nahezu alle Spieler ihre Zusage für die kommende Saison gegeben haben. Lediglich ein Gespräch stünde noch aus. Einen Namen wollte Stracke nicht nennen. „Wir vergessen auch die Jugendlichen nicht“, betont derweil Schulte-Vögeling. Damit der Kader nicht zu groß wird, sind weitere Neuzugänge deshalb vorerst nicht geplant. Das gilt auch für die Torhüterposition, die etwas wackelig werden könnte, weil Dirk Joneleit beruflich eingebunden und bei Kai Kleeschulte mit seiner Augenverletzung noch nicht alles geklärt ist. Hier könnte A-Jugendkeeper Marvin Wollek schnell auf viel Einsatzzeit kommen.

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