RSV will den ersten Matchball nutzen

+
Im Fernduell mit Brambauer haben die Altenbögger um Andre Brandt am Samstagabend ihren ersten Matchball.

Bönen - „Finale dahoam“, hat Mike Rothenpieler vor einer Woche die Partie gegen den TuS Eintracht Overberge getauft. Dann ruderte der Trainer des RSV Altenbögge und Bayern-Fan aber schnell zurück, ging ebenjenes Endspiel für die Münchner gegen Chelsea doch in die Hose. Das soll dem Spitzenreiter der Handball-Bezirksliga am Samstag in der MCG-Halle nicht passieren. Auch wenn eine Woche später noch eine zweite Chance besteht, die Meisterschaft perfekt zu machen.

Die Altenbögger wollen aber jetzt am vorletzten Spieltag alles klar machen. „Keiner von uns will nach Overberge fahren und da zittern“, erklärt der Coach. Aus den zwei verbleibenden Saisonspielen braucht Bönen mindestens einen Sieg. Rothenpieler ist grundsätzlich optimistisch, was die Partie am Samstag um 18 Uhr angeht. „Wir haben in der Woche alles gegeben. Die Anspannung ist da, und das ist auch gut so“, berichtet er von der Stimmung in der Mannschaft. „Wir wollen die Euphorie mitnehmen und noch einmal 60 Minuten Gas geben.“

Einfach wird die Aufgabe gegen Oberadens Reserve allerdings keineswegs. 19:3 Punkte hat der SuS in der Rückrunde gesammelt. „Oberaden hat einen Lauf, auch wenn sie zuletzt drei Punkte abgegeben haben“, sagt Rothenpieler. Der RSV-Gegner verlor beim VfL Brambauer vor zwei Wochen mit einem Tor und damit beim einzig verbliebenen Verfolger der Bönener und spielte etwas überraschend unentschieden gegen Beckum. „Wir müssen so auftreten wie in Soest und in Brambauer und 60 Minuten kämpfen. Oberaden wird nicht für uns Spalier stehen.“

Das betont auch SuS-Coach Björn Grüter, dessen Team derzeit Fünfter ist, aber noch Dritter werden könnte: „Klar, wenn Altenbögge gewinnt und aufgestiegen ist, haben sie es auch verdient. Aber wir werden schon mit 100 Prozent da reingehen.“ Rothenpieler hat viel Respekt vor dem Aufsteiger, der in der Vorsaison ungeschlagen durch die Kreisliga spazierte und ein Jahr zuvor nur einen Zähler hinter Meister Altenbögge ins Ziel kam. „Der Rückraum ist sehr gut, sie sind eingespielt und haben einen starken Torhüter“, fasst der RSV-Coach die Oberadener Vorzüge zusammen.

Beide Teams bieten nahezu Bestbesetzung auf. Den Gästen fehlt einzig Paul Schuchtmann, beim Gastgeber muss Jan Weber mit einem Meniskusanriss zuschauen. Neben David Grzybowski wird Lukas Florian am Kreis aushelfen, was für den Rückraumspieler keine ungewohnte Position. „Ich hoffe, dass David Grzybowski das Spiel seines Lebens macht“, fände es Rothenpieler gut, wenn einer seiner jungen Spieler über sich hinauswächst. Gerade auf die Youngster dürfte auf der mentalen Seite einiges zukommen. „Für einige ist es das erste Mal, dass sie vor so vielen Leuten einer Drucksituation ausgesetzt sind.“

Letztlich zählt am Samstag in der MCG-Halle aber nur eins: „Einen schönen Sieg brauchen wir nicht, sondern nur einen Sieg“, erklärt Rothenpieler. - bob

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare