Nach Infektion eines Spielers

Update: Corona beim RSV Altenbögge: Quarantäne beendet

+

Nach dem Bekanntwerden eines Coronafalles innerhalb der ersten Mannschaft des RSV Altenbögge stand das Telefon des Sportlichen Leiter Tino Stracke nicht mehr still. 124 Anrufe zählte er am späten Donnerstagabend.

Update, 13. September, 11 Uhr: Nachdem, wie der RSV Altenbögge mitteilte, auch die zweite Testreihe auf den Coronavirus bei allen negativ ausgefallen  ist und alle Spieler in den 14 Tagen keinerlei Symptome aufwiesen, endete am Sonntag um 0 Uhr die vom Kreis Unna verordnete Quarantäne. „Der Vorfall hat gezeigt, wie schnell und unerwartet man mit dem Virus in Kontakt kommen kann und vor allem, wie wichtig es ist, ein funktionierendes Hygienekonzept zu haben, welches auch umgesetzt wird“, erklärte der Verein auf seiner Homepage.

Die frühere Berichterstattung:

Bönen – „Der ganze Tag war weg. Das ist für uns Ehrenamtliche schon ganz viel Arbeit“, sagte Tino Stracke Gemeinsam mit dem Corona-Beauftragten Dennis Geckert und dem Vorstand kümmerte er sich darum, alle notwendigen Dinge zu regeln und für die Anfragen der Mitglieder zur Verfügung zu stehen.

Um mit dem Ganzen möglichst offen umzugehen und allen die wichtigen Informationen über den weiteren Verlauf zukommen zu lassen, veröffentlicht der Verein im Internet den neuesten Stand. So berichtete der RSV am Freitag, dass die Erkrankung bei dem betroffenen Spieler „zurzeit einen grippalen (milden) Verlauf“ nehme.

Der Spieler hatte den Verein am Donnerstag von seinem positiven Test in Kenntnis gesetzt. Stracke hatte daraufhin versucht das Gesundheitsamt zu erreichen. „Da durchzukommen war schon schwierig.“ Irgendwann habe er einen Rückruf erhalten, und von da an sei alles ganz schnell gegangen. „Selbstverständlich haben wir in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt alles Mögliche unternommen, um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen. Die Rückverfolgbarkeit hat einwandfrei funktioniert“, heißt es auf der Vereinshomepage.

Betroffener Spieler mit milden Symptomen

Am Freitag wurden nach Angaben des Gesundheitsamtes rund 15 Personen aus der Mannschaft gemeinschaftlich getestet. Alles habe gut geklappt, meinte Stracke am Abend. 

Am Samstag veröffentlichte der RSV Altenbögge die ersten Erkenntnisse zu den Testergebnisse der Spieler: Alle Betroffenen seien negativ getestet worden. Trotzdem wird die Quarantäne nicht aufgehobene worden, sondern bleibt bis zum 12. September bestehen.

In dieser Zeit wird zudem eine zweite Abstrichserie durchgeführt. Überhaupt seien alle anderen Spieler am Freitag, also sechs Tage nach dem Freundschaftsspiel komplett symptomfrei und es gebe keinerlei Anzeichen weiterer infizierter Spieler, teilt der RSV mit. Der Verein erklärte ebenfalls, dass sich „die Anzeichen, dass sich der betroffene Spieler in seinem privaten Umfeld, nach dem Spiel, angesteckt haben könnte, verdichten“. Die Akteure des Gegners vom OSC Dortmund, befinden sich ebenfalls seit Donnerstag in Quarantäne.

Viele Fragen

Mit seiner offenen Kommunikation versuchen die Altenbögger Verantwortlichen die Unsicherheit rund um den Verein, die Stracke bei seinen vielen Gesprächen bemerkt hat, zu verringern. „Wir haben versucht, alle Fragen zu beantworten.“

Nun gilt es, die Testergebnisse abzuwarten. Alle hoffen auf negative Resultate. Wobei selbst bei einem Corona-Nachweis keineswegs ein Zusammenhang mit dem Handballspiel oder Training bestehen muss. Eine mögliche Ansteckung könnte schließlich auch woanders erfolgt sein. Zwischen dem Spiel und den Tests lagen immerhin sechs Tage.

A-Jugend sagt Start in die Quali-Runde ab

Die Freundschaftsspiele des Verbandsligateams sind bis einschließlich nächste Woche Sonntag abgesagt. Am Sonntag wäre der RSV zuhause gegen die HSG Herdecke/Ende angetreten. Weitere Mannschaften des Vereins mit Ausnahme der A-Jugend sind von diesem Schritt nicht betroffen, da kein Kontakt zur ersten Mannschaft bestand.

Eigentlich sollten die A-Junioren des RSV  am Samstag in ihre Qualifikationsrunde zur Oberliga starten. Doch die Partie beim Werler TV sagten die Bönener Verwantwortlichen nach dem Bekanntwerden des Coronafalls im Verein vorsichtshalber ab. Man wolle kein Risiko eingehen, erklärte Trainer Thomas Wollek, der aber nicht davon ausgeht, dass es zu einer Ansteckung gekommen sein könnte.

Die A-Jugendlichen trainieren direkt vor der Verbandsliga-Mannschaft, beide Teams kennen sich gut, da schon einige Youngster bei den Senioren Erfahrung sammelten. Die Partie soll nun am Donnerstag, 17. September, stattfinden und wäre damit weiterhin die erste Partie des RSV in der Quali-Runde. „Die Werler kam uns entgegen, und wir haben uns sofort auf einen Termin geeinigt“, lobte Wollek die gute Zusammenarbeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare