Handball

Die Talfahrt des RSV geht weiter

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Zu spät: Der Freiwurf ganz am Ende brachte dem RSV um Lukas Florian in Westerholt nicht mehr den erhofften Ausgleich.

Herten – Der schlechte Lauf des RSV Altenbögge hält an. Die Bönener blieben durch das 24:25 (11:16)-Niederlage beim SV Westerholt nun schon im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg und haben erstmals seit dem dritten Spieltag wieder ein negatives Punkteverhältnis. Der RSV rangiert zwar immer noch auf dem sechsten Rang, die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller rückt aber näher.

„Die Luft wird dünner. Jedem muss bewusst sein, dass wir bald punkten müssen, so eng wie das da unten zugeht“, meinte Trainer Tino Stracke nach der vierten Niederlage am Stück. Zum Tabellenvorletzten sind es lediglich drei Zähler.

20 Minuten verlief die Partie zu Beginn auf Augenhöhe (9:8). Stracke gefiel die Leistung seiner Mannschaft allerdings schon zu diesem Zeitpunkt nicht. In der Defensive fehlte ihm zu oft der Zugriff, vorne registrierte er neben Fehlwürfen auch technische Fehler. „Wenn wir die Hälfte unserer Chancen machen, dann liegst du selbst vier Tore vorne“, so der Trainer. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs verloren die Bönener dann komplett den Faden. Den sieben Treffern der Hertener Gastgeber setzte nur Jonas Gerke drei erfolgreiche Abschlüsse entgegen. „Und dann gehst du mit minus fünf Toren in die Pause und rennst dem Rückstand die ganze Zeit hinterher“, fand Stracke sein Team unter Wert geschlagen.

So richtig gelang es dem Gast nach Wiederanpfiff nicht, zu verkürzen. Der Rückstand des RSV pendelte sich lange bei drei oder vier Treffern ein. „Wir kämpfen uns peu à peu heran, aber wir fangen zu spät an, an uns zu glauben“, so Stracke.

Zwölf Minuten vor dem Ende waren die Altenbögger an Westerholt bis auf 22:20 nahegekommen, schafften aber nicht den Anschluss. Den markierte erst Lukas Florian 112 Sekunden vor Schluss. Die Bönener erhielten sogar noch einmal den Ball. Ein Foul des SVW und die vom Schiedsrichter nicht angehaltene Zeit verhinderten aber die Chance zum Ausgleich. Stracke kritisierte die Unparteiischen dafür, gestand aber gleichzeitig ein: „Wenn es an der letzten Situation liegt, dass du mit leeren Händen dastehst, bist du schon vorher daran gescheitert.“

Westerholt: Krix, D. Poursafar-Jahromi – P. Feldmann, Kliem, Schröder (2), Kolev (8/3), Stotten (4/2), Mühlnickel (2), Tekath (4), Boss (4), Bracklow (4), Leibner, Schlottke (1), M. Poursafar-Jahromi
Altenbögge: Kleeschulte, Drevermann – Gerke (6), Röckenhaus, Florian (2/1), F. Warias (1), Sö. Feldmann (5), Stefek (2/1), Fröhling (2), St. Feldmann (4), Alexandrino (1), Schrage (1)
Siebenmeter:  6:2 (Kolev 3/3, Stotten 2/3 – Florian, Stefek)
Zeitstrafen:  2:2 (Stotten 2 – F. Warias 2)
Spielverlauf: 4:2 (7.), 5:5 (11.), 9:8 (20.), 12:9 (22.), 16:11 (30.) – 18:15 (36.), 22:17 (42.), 22:20 (48.), 25:22 (55.), 25:25 (60.)

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