RSV Altenbögge verschenkt Sieg in Herne

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Andre Brandt (Bild) erzielte sechs Tore bei Westfalia Herne. Lukas Florian folgte mit fünf Treffern.

Bönen - Vor diesem Landesliga-Spieltag stand der RSV schon unten in der Tabelle, aber als Elfter noch nicht auf einem direkten Abstiegsplatz. Durch die 24:20 (7:9)-Niederlage der Altenbögger in Herne und den Sieg des Abstiegskandidaten Brambauer beim Letzten Coesfeld ist nun auch der schiere Blick auf die Ligatabelle mehr als ernüchternd.

„Wir haben eine Chance vertan“, erklärt Spielertrainer Tino Stracke. Mit Felix Warias, der noch erkrankt abgesagt hatte, verlängerte sich die Ausfallliste kurzfristig. Der angeschlagene Christian Kleff musste dann ebenfalls noch passen. Trainerkollege Florian Warias ließ sich wegen seines maladen Knies aus Vorsicht nur als Offizieller in den Spielbericht eintragen. Auf der Bank der Gäste saß also nur ein Auswechselspieler. „Ganz ehrlich? Hätte uns mit diesem Rumpfkader jemand prophezeit, dass wir richtig einen auf den Deckel kriegen – ich hätte es geglaubt“, sagt Stracke.

Seine Mannschaft überraschte ihn genauso wie die des Gegners. „Herne hatte überhaupt keine Idee im Angriff“, so der Spielertrainer. „Aber wir haben uns nicht durchgehend an die Absprachen gehalten, das Spiel breitzumachen“, erklärt der RSV-Coach, warum sein Team es verpasste, mehr als den knappen 9:7-Vorsprung zum Seitenwechsel herauszuwerfen. Die Abschlüsse seien nicht platziert genug gewesen, gingen meist in die Tormitte. Bis zur 10. Spielminute (2:2) fielen gerade einmal vier Tore. Dann zog der Gast durch Tore von Lukas Florian, Timo Weber per Siebenmeter und Andre Brandt auf 5:2 davon (18.). In der 23. Minute war Herne mit dem 5:5 wieder im Spiel. Dominik Sürig und Mika Engelmann warfen die Altenbögger in Front, der schwache Gastgeber brauchte die Pause, um sich zu sammeln. In der 39. Minute glichen die Westfalen zum 12:12 aus. Bis zur 52. Minute hielt der RSV mit dem 18:18 durch den mit sechs Toren erfolgreichsten Bönener Brandt den Ausgang der Partie offen. Dann setzte sich der Favorit gegen die müde werdenden Gäste auf 22:18 (57.) ab.

Bei der Zigarette danach erfuhren die Altenbögger Verantwortlichen auch vom Gegner, dass an diesem Nachmittag mehr drin gewesen wäre: „Sie gaben zu, unterirdisch gespielt zu haben“, erzählt Stracke, „und dass wir den Sieg durchaus verdient gehabt hätten.“

Als Fazit aus dem Spiel zieht Altenbögges Trainer die Erkenntnis, „dass wir uns vor niemandem in der Liga verstecken müssen.“ Es fehle nur das Erfolgserlebnis.

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