RSV vermeidet nur knapp Pleite in Heeren

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Tino Stracke war mit zehn Toren in den zweiten 30 Minuten der entscheidende Mann beim Sieg des RSV Altenbögge in Heeren.

KAMEN -  Im drittletzten Saisonspiel hätte sich der Kreisliga-Spitzenreiter beinahe den wahrscheinlich entscheidenden Patzer im Meisterschaftsrennen mit dem SuS Oberaden II geleistet. Erst eine Leistungssteigerung nach der Pause und ein in dieser Phase überragender Tino Stracke bewahrten die Bönener Handballer vor einer Pleite beim Tabellenneunten HC Heeren II.

Durch den 27:22 (8:10)-Erfolg verteidigte der RSV seinen knappen Vorsprung von einem Punkt auf Oberaden und muss nun nur noch zwei Partien überstehen, bis der Titelgewinn gefeiert werden darf.

Eine Lektion darin, wie schwer es bis dahin wird, erhielten die Bönener beim Nachbarn in Heeren. „Wir sind auf eine junge, agile Truppe getroffen, die völlig frei aufgespielt hat. Damit sind wir gar nicht zurechtgekommen“, sagte RSV-Betreuer Björn Dörnemann. Vor allen Dingen die intensive Abwehrarbeit machte den Altenböggern zu schaffen. So hatten sie nach zehn Minuten gerade einmal drei Treffer erzielt – genauso viele wie die HCH-Reserve. Torhüter Dirk Joneleit verhinderte dabei zunächst Schlimmeres, musste nach 16 Minuten beim von 7:5 für Heeren allerdings raus.

Die Auszeit, die Trainer Thomas Richter zu diesem Zeitpunkt nahm, half den Gäste jedoch ebenfalls nicht weiter. Zwar verkürzte Tom Beutner auf 7:6, dann verwarfen er, Stracke und Geckert drei Siebenmeter in Folge, während der HCH auf 9:6 davonzog (22.). Dabei hätte es für Bönen noch schlimmer kommen können, wenn der Gastgeber seine guten Wurfmöglichkeiten effektiver genutzt hätte. „Wir hätten zur Pause mit vier oder fünf Toren führen müssen“, haderte Heerens Trainer Bernd Bolle mit der Chancenverwertung seines Teams, das ansonsten alle seine Vorgaben fast optimal umsetzte.

„Wir waren zu lethargisch im Kopf und haben keine Lösungen gefunden, haben nicht so zusammengespielt, wie wir das können“, kritisierte Dörnemann dagegen elementare Dinge: „Und wenn du dann merkst, es läuft nicht, kriegst du Pudding in den Armen.“ Zu allem Überfluss zog sich Geckert kurz vor der Pause noch eine Verletzung am Außenband zu. Sein Mitwirken im Saisonfinale ist äußerst fraglich.

Immerhin kam der RSV verbessert aus der Kabine. Stracke glich 126 Sekunden nach Wiederbeginn mit zwei Treffern zum 10:10 aus. Doch nach einer Zeitstrafe gegen Steffen Pieper und zwei Toren von Martin Rother war der Gast erneut im Hintertreffen (12:10/34.).

Nun entwickelte sich ein Krimi, in dem vor allem Stracke die Nerven behielt und Entschlossenheit demonstrierte. Bis zur 49. Minute, als Bernd Lublow zum 20:18 für Bönen traf, markierte der Rückraumshooter neun der zehn Tore nach dem Beginn des zweiten Durchgangs. Den zehnten legte er für Richter zur ersten Führung nach dem 5:4 auf (15:14/41.).

Beutner und Lublow erhöhten auf 22:18 (51.), weil den Heerenern im Angriff die Ideen ausgingen, so dass Michael Springhoff mehr und mehr Bälle parierte. „Wir hatten fünf Spieler dabei, die nach Verletzungen erst angefangen haben. Irgendwann war der Kräfteverschleiß zu bemerken“, meinte Bolle. Sein Team hielt noch bis zum 21:23 (54.) mit, dann machte der RSV alles klar. - bob

HCH II: Wellner, Geier – Denser, Stock, Kohl, Recklin, Siegert, Rother, Leniger, Wetthauer, Stehling, Rintzel, Tecklenborg

RSV: Joneleit (1.-16.), Springhoff (16.- 60.) – Florian, Lublow (2), Stracke (13/4), Beutner (4), Geckert (1), Bajramovic (1), Althaus, Abel (1), Pieper, Richter (2), Michalik (n.e.), Pflug (n.e.)

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