Handball

RSV mit erster Heimpleite

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Max Röckenhaus brachte in seiner Einsatzzeit frischen Wind, fehlte in der Schlussphase aber erkältungsgeschwächt.

Bönen - Beim Festival der vergebenen Gelegenheiten kassierte der RSV Altenbögge die erste Heimniederlage in der noch jungen Handball-Landesliga-Saison. „Die zwei verlorenen Punkte waren nicht nötig“, meinte Bönens Trainer Tino Stracke nach der 22:24 (10:15)-Niederlage gegen die ETG Recklinghausen.

Es entwickelte sich eine Partie, wie sie der RSV aus der vergangenen Saison zu Genüge kannte – nur umgekehrt. „Wir mussten das Tempo rausnehmen, sonst hätten wir keine Chance gehabt“, sagte diesmal Recklinghausens Coach Rolf Albus, dem nur ein kleines Team zur Verfügung stand. „Wir waren gut vorbereitet, was aus dem Rückraum auf uns zukommt“, so Albus.

Der Auftritt der Gäste zeigte Wirkung. „Es war kein Tempo mehr drin. Bei der schnellen Mitte haben wir nur einmal den Richtigen angespielt“, kritisierte Stracke nach dem Abpfiff.

Die Partie begann schon schlecht für den RSV, als die Recklinghäuser gleich den ersten Angriff abfingen. Nach dem 0:1 erzielte Altenbögge zwar die nächsten drei Treffer, doch zum 3:4 (9.). lagen die Gäste wieder vorne – und sollten nicht mehr in Rückstand geraten. „Wir haben den Torwart stark geschossen“, meinte Sören Feldmann. Zum Ärger von Stracke: „Wir machen alles, was wir vorher wussten. Ich spreche es noch extra an, doch nach drei Minuten ist es vergessen.“ Zusätzlich kam der Gegner in der ersten Hälfte mehrfach durch einfache „Bauerntricks“ (Stracke) zu leichten Toren von den Außen.

In der Schlussphase der ersten Hälfte baute die ETG den Vorsprung gegen unkonzentrierte Gastgeber bis auf fünf Tore aus. Der RSV kam jedoch mit Elan aus der Kabine, verkürzte auf 13:15 (34.), musste dann aber in Überzahl zwei Tore hinnehmen (14:17).

In der Folge sollte sich das gleiche Spiel mehrfach wiederholen: Immer wenn die Altenbögger dran war, brachten sie sich selbst um den Lohn. „Wir machen zu viele Fehler. 22 Tore zuhause ist ein bisschen mau“, sagte Feldmann: „Und trotzdem hatten wir bis zum Schluss die Chance.“ Timo Weber, der alle seine sieben Siebenmeter verwandelte, stellte von der Linie auf 17:18 (41.), doch zwei Strafzeiten später stand es wieder 17:20 (45.).

Auch in den letzten Minuten sorgte die gute RSV-Abwehr dafür, dass der Gastgeber im Spiel blieb. „Uns hat in der zweiten Halbzeit die Kraft verlassen“, gab Albus zu. Nach dem 21:23 von Philipp Isenbeck (56.) besaß Bönen dreimal die Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Das Ergebnis: Offensivfoul Steffen Feldmann, Ballverlust Lukas Florian und zuletzt ein schlampiger Tempogegenstoß. 31 Sekunden vor Schluss entschied Andreas Driesel mit dem 21:24 dann die sehr zerfahrene Begegnung. „Wir haben zu viele Ideen, statt uns an feste Ansagen zu halten“, erklärte Stracke bedient.

RSV:  Drevermann (1.-60.), Kleeschulte (n.e.) – Gerke, Röckenhaus, Florian (4), Fl. Warias (1), Sö. Feldmann (3), Stefek (1), Fröhlich, Isenbeck (1), St. Feldmann (2), Burchert (2), T. Weber (8/7), Kaftan (n.e.)
ETG:  Rietdorf (1.-60.), Kolozy (zwei Siebenmeter) – Beckmann, Windermüller (2), Friemel, Stautenberg (6), Clodt (1), Lüning (5), A. Driesel (6), Braun, D. Driesel (4/2)
Zeitstrafen: 2:4 (Fl. Warias, Gerke / Stautenberg 2, Friemel, A. Driesel)
Siebenmeter: 7:2 (Weber 7/7, D. Driesel 2/2)
Spielverlauf: 0:1 (1.), 3:1 (5.), 3:4 (9.), 6:9 (17.), 8:11 (25.), 10:15 (30.) – 13:15 (34.), 15:18 (37.), 17:18 (41.), 17:20 (46.), 20:23 (56.); 22:24 (60.)

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